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AMD K5
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Der AMD K5 ist als x86-Mikroprozessor ein Vertreter der Pentium- bzw. 80586-Generation und ist die erste PC-CPU-Eigenentwicklung von AMD.
Die RISC86-Architektur des AMD K5 war der Architektur des Intel Pentium Pro ähnlicher als der des Pentium. Der K5 ist intern ein RISC-Prozessor mit einer x86-Dekodier-Einheit, die alle x86-Befehle zur Ausführung in RISC-Befehle zerlegt. Dieses Prinzip wird zwischenzeitlich bei allen modernen x86-CPUs benutzt.
Der K5 besitzt fünf out-of-order pipelined Integer-Einheiten und eine non-pipelined FPU-Einheit (der Pentium besitzt zwei pipelined in-order Einheiten für Integer- und eine pipelined einheit für Fließkomma-berechnungen). Registerumbenennung und speculative execution verbesserten die parallele Ausführungsmöglichkeit der Pipelines bzw. verminderten die Blockade der Pipelines. Der Buffer für die Sprungvorhersage war viermal größer als der des Pentiums (wobei die Sprungvorhersage selber nicht besser arbeitete) und der L1-Cache war doppelt so groß (und 4-fach statt 2-fach assoziativ). Diese Verbesserungen ermöglichten dem K5 eine wesentlich höhere Integer-Leistung als ein gleich getakteter Pentium. Aus diesem Grund benutzte AMD das bereits vom Am5x86 bekannte P-Rating, um die Leistungsfähigkeit relativ zum Pentium anzugeben.
Alles in allem war der K5 dem Pentium technisch überlegen, allerdings hatte AMD massive Probleme bei der Entwicklungszeit und bei der Fertigungsausbeute, so dass der K5 ein Jahr später als ursprünglich geplant auf den Markt kam. Diese Version war noch eine Art "Vorabversion", bekannt als SSA/5, mit Fehlern im L1-Cache und in der Sprungvorhersage. Sie wurde zuerst als 5K86 und später dann auch als K5 verkauft. Die fehlerbereinigte Version, als 5k86 bezeichnet, wurde nur als K5 verkauft.
Wegen des späten Markteintritts und der langsamen Taktraten bzw. niedrigen P-Ratings (der schnellste K5 war ein PR166 mit 116 MHz) konnte AMD keine größeren PC-Hersteller von der Nutzung des K5 überzeugen. Auch die Fachpresse gab dem K5 wegen der schlechteren, aber immer wichtiger werdenden FPU-Leistung meistens nur schlechte Noten. Der K5 kann deswegen als Fehlschlag für AMD bezeichnet werden: "Too little too late". Besserung brachte der Nachfolger K6.
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Modelldaten
SSA/5
- Verkaufsname: 5K86 P75, P90, P100; später K5 PR75, PR90, PR100
- L1-Cache: 8 + 16 KiB (Daten + Instruktionen)
- Sockel 5 und Sockel 7 mit 50, 60 und 66 MHz
- Betriebsspannung (VCore): 3.52V
- Erscheinungsdatum: 27. März 1996
- Fertigungstechnik: 0,50 µm und 0,35 µm
- Die-Größe: 251 mm² (0,50 µm) und 161 mm² (0,35 µm) bei 4,3 Millionen Transistoren
- Taktraten: 75 bis 100 MHz
- 5K86 P75, K5 PR75: 75 MHz
- 5K86 P90, K5 PR90: 90 MHz
- 5K86 P100, K5 PR100: 100 MHz
5k86
- Verkaufsname: K5 PR120, PR133, PR150, PR166
- L1-Cache: 8 + 16 KiB (Daten + Instruktionen)
- Sockel 5 und Sockel 7 mit 60 und 66 MHz
- Betriebsspannung (VCore): 3.52V
- Erscheinungsdatum: 7. Oktober 1996
- Fertigungstechnik: 0,35 µm
- Die-Größe: 181 mm² (0,35 µm) bei 4,3 Millionen Transistoren
- Taktraten: 90 bis 133 MHz
- PR120: 90 MHz
- PR133: 100 MHz
- PR150: 105 MHz
- PR166: 116,6 MHz
- PR200: 133 MHz (war ursprünglich geplant, ein Verkauf fand nicht mehr statt)
Siehe auch
Weblinks
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