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A-posteriori-Wahrscheinlichkeit

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Als a-posteriori-Wahrscheinlichkeit (auch statistische Wahrscheinlichkeit) wird eine empirisch ermittelte Wahrscheinlichkeit bezeichnet. Während einigen Zufallsprozesse aus etwa geometrischen Gründen plausible Erwartungen einer so genannten a-priori-Wahrscheinlichkeit erlauben - etwa die Gleichwahrscheinlichkeit aller sechs Augenzahlen beim Würfelspiel wegen der Symmetrie des Würfels -, ist man in vielen anderen Fällen darauf angewiesen, zuerst eine möglichst lange Reihe von Zufallsexperimenten durchzuführen. Wegen des empirischen Gesetzes der großen Zahlen darf dabei die relative Häufigkeit des Auftretens eines Ereignisses in der Versuchsreihe als bestmöglicher Schätzwert seiner Auftretenswahrscheinlichkeit betrachtet werden. Risikokalkulationen, wie sie Versicherungen durchführen, oder Aussagen über die Lebenserwartung eines Geburtenjahrgangs stützen sich auf die statistische Ermittlung von a-posteriori-Wahrscheinlichkeiten, da die Menge der Einfluss nehmenden Faktoren derart unüberschaubar ist, dass a priori keine sinnvollen Aussagen zu treffen sind.

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