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Aöde
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Aöde oder Aoede (griech. Sänger, Dichter, Beschwörer) hießen die altgriechischen Sänger und Dichter volkstümlicher Epen. Aöden waren berufmäßige Sänger, die ihre Kunst meistens bei Mahl und Reigen darboten. Ihren Gesang begleiteten sie oft selbst mit einer Lyra. Nach griechischer Vorstellung entsprang der heroische Gesang des Aöden unmittelbar göttlicher Inspiration. Blindheit galt als Zeichen für einen besonders begabten Aöden, da man glaubte, die Gabe des Singens wurde zum Preis des Augenlichts erlangt. Um 700 v. Chr. spaltete sich die Aödenkunst in Rhapsoden (die Epen rezitierten) und Kitharoden (die lyrischen Sologesang darboten).
Der Name der Dichtersänger stammt von der Muse der Musik und des Gesangs, Aoide, ab. Nach dieser Muse ist auch ein Jupitermond benannt, siehe Aoede (Mond).
