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9,5-mm-Film

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Im Dezember 1921, es ist bis heute nicht genau festgestellt worden, an welchem Tag, brachte man bei Pathé das Kleinfilmsystem Pathé Baby heraus. Es bestand aus dem Heimprojektor Pathé-Baby, Zubehör und käuflich erwerbbaren Reduktionskopien von Produktionen aus dem eigenen Filmverleih. Es handelt sich um den 9,5-mm-Film, Drittelung des älteren Pathé-Kok-Films von 28,5 Millimetern Breite (1.125"). Der Rohfilm ist also auf die Nennbreite von 9,525 mm geschnitten.

1922 brachte Pathé die 9,5-mm-Film-Kamera Pathé-Baby auf den Markt, ein einfaches Kurbelgerät mit gesteuertem Greifer und hin- und herlaufendem Verschluß für neun Meter Film in Bakelit-Stahlblech-Ladern. Die preiswerte Kamera fand beachtlich weite Verbreitung in Frankreich, England, Deutschland und in der Schweiz. In Deutschland, die Vertretung war in Düsseldorf, nannte man die Apparate „Pathé-Kinlein“.

1919-20 hatten sich Charles Pathé und George Eastman über den riesigen unerschlossenen Heimmarkt unterhalten und abgesprochen, nur Sicherheitsfilm in Umlauf zu bringen, sollten sich entsprechende Aktivitäten entfalten. 9,5-mm-Film war ausnahmslos Sicherheitsmaterial, dagegen gab es wenig 16-mm-Film auf feuergefährlichem Träger.


Neuneinhalb, wie es im Jargon auch heißt, ist das erwiesen strapazierfähigste Filmformat.


9,5-mm-Film von verschiedenen Fabriken

  • Pathé, Vincennes
  • Lumière, Lyon
  • Eastman-Kodak, Chalon-sur-Saône
  • Ferrania, Italien
  • Perutz, München

Literatur

Jacques Kermabon: Pathé. Premier empire du cinéma. Eds Centre Pompidou, 1994-95, 474 S.

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