Aus Kefk.
Der 110. Kongress der Vereinigten Staaten ist die Legislative der Vereinigten Staaten, bestehend aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat. Die Legislaturperiode des 110. Kongresses dauert vom 4. Januar 2007 bis zum 3. Januar 2009.
Alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie 33 Senatoren (Klasse I) sind in den Kongresswahlen vom 7. November 2006 gewählt worden. Dabei wurden die Demokraten erstmals seit 1995 wieder in beiden Häusern des Kongresses zur Mehrheitspartei – während der noch bis Januar 2009 amtierende Präsident der Vereinigten Staaten, George W. Bush, der Republikanischen Partei angehört (siehe auch: Politisches System der Vereinigten Staaten).
Zusammensetzung nach Parteien
Repräsentantenhaus
| Partei
| Abgeordnete
| Stimmenanteil
| Delegierte und Resident Commissioner
| Anmerkungen
|
|
| Republikanische Partei
| 201
| 46.2%
| -
|
|
|
| Demokratische Partei
| 232
| 53.4%
| -
| eine Abgeordenete ist am 22. April verstorben
|
|
| Unabhängige
| -
| -
| -
|
|
|
| Leerstehende Sitze
| 2
| 0.4%
| -
| [1]
|
| Summe
| 435
|
| -
|
|
Senat
Amtsträger
Repräsentantenhaus
Änderungen im Vergleich zum 109. Kongress ergaben sich in erster Linie durch die veränderten Mehrheitsverhältnisse: Die Demokratin Nancy Pelosi, seit 2003 Minderheitsführerin, wurde als erste Frau in der Geschichte der USA zum Speaker gewählt und löste damit den Republikaner Dennis Hastert ab, der diesen Posten seit 1999 innegehabt hatte.
Bei den Republikanern behielten sowohl John Boehner, seit Februar 2006 Mehrheits-, nun Minderheitsführer und Roy Blunt, seit 2003 Mehrheits-, nun Minderheitswhip, ihre Posten. Bei den Demokraten stieg der bisherige Whip, Steny Hoyer, zum Fraktionsführer auf, während James Clyburn dessen bisherigen Posten übernahm.
Führung der Mehrheitspartei
Führung der Minderheitspartei
Senat
Im Senat löste der Demokrat Robert Byrd den Republikaner Ted Stevens als Präsident pro tempore ab. Während innerhalb der Demokratischen Partei Harry Reid und Richard Durbin auch als Vertreter der Mehrheitspartei ihre jeweiligen Posten beibehielten, kam es bei den Republikanern zu personellen Veränderungen: Der bisherige Whip Mitch McConnell wurde zum Minderheitsführer, während Trent Lott dessen bisherigen Posten übernahm.
Führung der Mehrheitspartei
Führung der Minderheitspartei
Siehe auch
Weblinks
Anmerkungen
- ↑ Der 10. Wahlbezirk von Georgia ist nach dem Tod von Charlie Norwood kurzfristig vakant. Am 19. Juni 2007 wird in einer Sonderwahl der Nachfolger des Republikaners gewählt.
- ↑ Der unabhängige Kandidat Bernie Sanders wurde als Senator für den Bundesstaat Vermont gewählt. Die Demokratische Partei verzichtete hier auf die Aufstellung eines Gegenkandidaten. Der neu gewählte Senator Joseph Lieberman ist als unabhängiger Kandidat gegen die Kandidaten der Demokratischen und der Republikanischen Partei angetreten. Beide werden jedoch die demokratische Fraktion im neu konstituierten Senat unterstützen.