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1,4-Butandiol

Aus Kefk.

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Strukturformel
Bild:1,4-Butandiol.svg
Allgemeines
Name 1,4-Butandiol
Andere Namen Tetramethylenglycol
Summenformel C4H10O2
CAS-Nummer 110-63-4
Kurzbeschreibung Flüssigkeit
Eigenschaften
Molmasse 90,12 g/mol
Aggregatzustand flüssig
Dichte 1,02 g/cm³
Schmelzpunkt 19,5–20 °C
Siedepunkt 230 °C
Dampfdruck 0,1 hPa (20 °C)
Löslichkeit

löslich in Wasser

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbole
Bild:Hazard X.svg
Xn
Gesundheits-
schädlich
R- und S-Sätze R: 22
S: keine S-Sätze
weitere Sicherheitshinweise
MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

1,4-Butandiol (BDO) wird in der Industrie als Weichmacher anstelle von Glycerin verwendet. BDO ist auch ein wichtiges Zwischenprodukt bei der Synthese anderer Substanzen, u. a. γ-Butyrolacton. BDO wird im Körper zu 4-Hydroxybutansäure (γ-Hydroxybuttersäure, GHB) metabolisiert.

Konsum

BDO wird oft als Ersatz der nach dem Betäubungsmittelgesetz verbotenen und unter entsprechender Kontrolle stehenden 4-Hydroxybuttersäure ("Liquid Ecstasy") eingenommen. Eine Wirkung setzt nach ca. 5-20 Minuten ein und hält ca. 2-3 Stunden an. Der eigentliche Effekt ist manchmal ein erotisches, sinnliches, trotz der in Partykreisen verbreiteten Bezeichnung aber kaum an "Ecstasy" erinnerndes Körpergefühl. Hauptsächlich ähnelt die Wirkung der des Alkohols, aber bei viel geringeren Dosen. Dosisabhängig können enthemmende, aphrodisierende, entaktogene, euphorisierende und wahrnehmungs- und antriebsintensivierende Effekte beobachtet werden. Eine häufige Nebenwirkung ist aber Brechreiz. Regelmäßig tritt eine starke Beeinträchtigung der Bewegungskoordination ein.

Dosen ab 4 ml wirken wie GHB schlaffördernd. Höhere Dosen können wie dort zu einem komatösen Zustand und bei starker Überdosierung zum Tode führen. In den USA wurde über Todesfälle durch Multi-Organ-Versagen berichtet. Ferner wurden bei längerfristigem Konsum Leber- und Nierenschäden sowie eine psychische und physische Abhängigkeit beobachtet. Entzugserscheinungen äußern sich in Zittern, Schweissausbrüchen, Übelkeit bis hin zum Delirium.

Weblinks

Wikipedia
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