Ÿ
Aus Kefk
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Das Ÿ (Y mit Trema) bzw. ÿ ist ein sehr seltener Buchstabe im Deutschen und Französischen. Im Walisischen kommt er häufiger vor.
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Kodierungen
Wegen der Seltenheit des „Ÿ“ (und weil es nicht am Wortanfang vorkommen kann) wurde im Zeichensatz Latin-1 nur der Kleinbuchstabe „ÿ“ an der Position 255 kodiert. Der Zeichensatz Latin-9 enthält sowohl das große „Ÿ“ als auch das kleine „ÿ“.
Herkunft
Das ÿ ist auf zwei verschiedene Arten entstanden:
- y mit Trema: Diese Kombination kann in Rechtschreibungen geläufig sein, die sowohl das y kennen als auch das Trema, beispielsweise im Griechischen.
- Buchstabenfolge ij: Die Buchstabenfolge IJ, die beispielsweise im Niederländischen oder im Frühneuhochdeutschen vorkommt, wird bisweilen durch ein ÿ ersetzt, da dieses besonders in Handschriften oft genau gleich aussieht. Dieses ÿ ist seinerseits an verschiedenen Orten durch ein einfaches y ersetzt worden, beispielsweise im Afrikaans oder im Alemannischen.
Vorkommen
Deutsch
Im Frühneuhochdeutschen wurde der Laut [iː] teilweise als ij geschrieben. Dies entspricht einem ii, doch die Verdoppelung des Buchstabens i wurde vermieden, indem das j verwendet wurde, das damals noch eine freie Variante des i war. Dieses ij sah gleich aus wie ein ÿ und konnte deshalb durch dieses ersetzt werden (beispielsweise frÿ ‚frei‘). Auf diese Verwendung geht das in alemannischen Namen übliche y zurück, das ein [iː] bezeichnet (beispielsweise Schwyz, Mythen).
Ferner kommt das „ÿ“ im Familiennamen von Meÿenn vor.
Französisch
Im Französischen kommt das „ÿ“ in den drei Ortsnamen Moÿ-de-l'Aisne, Faÿ-lès-Nemours und L'Haÿ-les-Roses vor. Die Orte Mareuil-sur-Aÿ und Aÿ in der Champagne werden offiziell ohne das Trema auf dem „y“ geschrieben.
Außerdem kommt das „ÿ“ in den Namen des Schriftstellers Pierre Louÿs und des belgischen Komponisten Eugène Ysaÿe vor.
Walisisch
Im Walisischen kann das ÿ verwendet werden, um die getrennte Aussprache von Vokalverbindungen anzuzeigen. In informellen Texten wird es jedoch oft durch das einfache y ersetzt.
Klassisches Griechisch
Im klassischen Griechisch kann das ÿ zur Umschreibung des nicht-diphthongierten αυ (Alpha Ypsilon) verwendet werden. Auch dort ist es sehr selten, es kommt zum Beispiel im persischen Namen Artaÿktes vor.
Sonstiges
Die Band Queensrÿche schreibt sich mit „ÿ“ (Heavy-Metal-Umlaut).
Aa Bb Cc Dd Ee Ff Gg Hh Ii Jj Kk Ll Mm Nn Oo Pp Qq Rr Ss Tt Uu Vv Ww Xx Yy Zz
Ää Öö Üü ß ſ · Åå Ąą Ææ Əə Ćć Çç Ððđ Ęę Ħħ IJij Łł Ńń Ññ Ŋŋ Óó Õõ Œœ Øø O‘o‘ Șș Ŧŧ Țț Þþ Ũũ Ÿÿ Ýý … (mehr siehe Diakritische Zeichen)
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