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Šid

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt den Ort Šid; für die serbische Gemeinde Šid siehe Šid (Gemeinde).
Шид</br>Šid
Wappen Karte
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Hilfe zu Wappen
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|155px|Шид</br>Šid auf der Karte von Serbien
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px|Шид</br>Šid]]
Шид</br>Šid
Basisdaten
Staat: Serbien
Bezirk: Srem (Syrmien)
Gemeinde: Šid
Koordinaten: Koordinaten: 45° 07′ N, 19° 13′ O45° 07′ N, 19° 13′ O
Höhe: 99 m ü. A.
Einwohner: 16.301 (2002)
Postleitzahl: 22 239
Telefonvorwahl: (+381) + 381 22
Kfz-Kennzeichen: SM
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Šid (kyrillisch Шид) ist eine Stadt in der Republik Serbien im zur Vojvodina gehörigen Bezirk Srem (Syrmien) und liegt unmittelbar an der Grenze zu Kroatien. Es ist der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.

Šid ist mit 16.301 Einwohnern (2002) die sechstgrößte Stadt des Bezirks und liegt an der Straße vom kroatischen Vinkovci nach Sremska Mitrovica. Die Stadt liegt außerdem an der Bahnlinie Belgrad-Zagreb.

Geschichte

Funde im Ortsteil Gradina belegen eine Besiedelung bereits in prähistorischer Zeit. In Berkasovo wurde ein Helm aus der römischen Epoche gefunden. Damals gehörte das Gebiet zur Provinz Pannonien und war militärisch gesichertes Grenzgebiet gegen die links der Donau siedelnden Germanen. Nach der Völkerwanderung drangen südslawische Stämme in das Gebiet zwischen Save und Drau ein (das historische Syrmien), das strategisch bedeutsam war und entsprechend zwischen den im Norden siedelnden Gepiden, Awaren und Ungarn auf der einen und den Byzantinern bzw. Serben im Süden auf der anderen Seite umstritten war, ehe es im Hochmittelalter unter die Herrschaft des Königreichs Ungarn geriet. Im Jahre 1526 stießen dann die Türken in das Gebiet nördlich der Save vor, sodass die Stadt in der Folge zum Osmanischen Reich gehörte. 1699 eroberten die Habsburger das Gebiet und richteten hier ihre Militärgrenze gegen das Osmanische Reich ein; im Übrigen gehörte Šid zur ungarischen Provinz Kroatien-Slawonien.

Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte die Stadt zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, dem späteren Jugoslawien. Dessen Verwaltungsgliederung nahm keine Rücksicht auf historisch gewachsene Provinzen; Šid wurde zunächst einem der 33 Oblasts zugeschlagen und gehörte ab 1931 zur so genannten Donau-Banschaft. In den 1930er Jahren nahmen die ethnischen Spannungen innerhalb Jugoslawiens zu und die Verwaltungsgliederung orientierte sich wieder nach den alten Völkerschaften; Šid fiel dabei zur 1939 eingerichteten Banschaft (Banovina) Kroatien.

Nach dem Einmarsch der Achsenmächte in Jugoslawien im Jahr 1941 wurde dieser Staat zerschlagen. Kroatien als Verbündeter Deutschlands erhielt einen eigenen Staat, der auch Bosnien-Herzegowina und Syrmien umfasste. 1944 gelang die Befreiung Jugoslawiens von deutscher Besatzung. Bei Šid tobten dabei teilweise besonders heftige Kämpfe; ein Denkmal nahe der Stadt erinnert an die Kämpfe, bei der 13.000 Jugoslawen ihr Leben ließen.

Die Frage der genauen kroatisch-serbischen Grenzziehung im Bereich zwischen Donau und Save wurde nach dem Krieg wieder akut. In der neuen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien wurde die so genannte Đilas-Kommission eingesetzt (benannt nach Milovan Đilas), die, soweit das bei der zum Teil sehr gemischten Siedlungslage möglich war, eine Grenzziehung gemäß der ethnischen Mehrheiten unternahm. Dabei verlief die kroatisch-serbische Grenze unmittelbar westlich von Šid, das demzufolge Serbien zugesprochen wurde und bis heute serbisch geblieben ist.

Sehenswürdigkeiten

Bedeutendste Sehenswürdigkeit der Gegend ist das Kloster Privina Glava, das der Überlieferung zufolge von Priva im 12. Jh. gegründet wurde. Sehenswert sind außerdem die Gemäldegalerie von Sava Sumanovic, das Museum von Naive Ilianum, die Ikonostasis in Molovin und die alte gotische Kirche in Morovic.

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