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Überetsch
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Als Überetsch wird ein Gebiet in Südtirol westlich der Etsch bezeichnet. Es liegt in 200-500 m Höhe auf der Hügellandschaft im Südwesten Bozens, zu Füßen der Mendelpasses (1363 m) und des Gantkofels (1866 m).
Das Überetsch umfasst die Gemeinden Eppan und Kaltern und ist das bedeutendste Weinbaugebiet Südtirols (siehe hierzu den Artikel Weinbau in Italien). Zusammen mit dem Südtiroler Unterland bildet das Überetsch die Bezirksgemeinschaft Überetsch-Südtiroler Unterland.
Für das gesamte Überetsch gibt es ein gemeinsames Gemeindeblatt, eine Raiffeisenkasse und eine Sektion des Rettungsdienstes Weißes Kreuz.
Die Überetscher Bahn wurde 1898 zwischen Bozen und Kaltern fertiggestellt. 1903 ergänzte man sie durch eine Standseilbahn (Mendelbahn), welche von St. Anton bei Kaltern zum Mendelpass führt. Die Linie überlebte nur bis 1971, während die Mendelbahn als touristische Attraktion noch in Betrieb ist.
Überetscher Baustil: In diesem Stil wurden zwischen 1550 und 1650 Landhäuser erbaut. Typisch ist ein großer Mittelsaal, um den sich verschiedene kleinere Räume gruppieren. Der Saal ist mit Rundbogenfenstern versehen. Oft sind Erker oder eine Loggia vorhanden. Anspruchsvolle Holztäfelungen schmücken und isolieren die Räume. Im Überetscher Stil vereinen sich nördliche und romanische Elemente.
Im Überetsch befindet sich an der Grenze zwischen Eppan und Kaltern am Fuß vom Gandberg ein Bergsturzgelände, das wohl gegen Ende der letzten Eiszeit entstanden ist. Die Felstrümmer aus Rhyolit bedecken eine Fläche von gut 1km², haben einen Rauminhalt von insgesamt ca. 10 Millionen m³ und sind teilweise mit Wald bewachsen. Auf diesem Gelände befinden sich die Eppaner Eislöcher. Die Bezeichnung "Gand" (Geröllhalde) wurde später auf die im Gebiet errichtete Ortschaft übertragen. |
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