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Überempfindlichkeitsreaktion
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Die Überempfindlichkeitsreaktion ist im engeren Sinne ein Synonym für die allergische Reaktion, im weiteren Sinne auch ein Synonym für die pseudoallergische Reaktion des Körpers auf von außen zugeführte chemische Substanzen, die bei anderen (gesunden) Individuen in vergleichbaren Dosierungen harmlos sind. [1][2]
Formen
Bild:Allergie.png
Allergie und Pseudoallergie
- Echte Allergie: Unter Beteiligung des Immunsystems. Nach Coombs und Gell werden vier Typen der allergischen Reaktion unterschieden:
- Typ 1: Soforttyp. IgE-vermittelte Sofortreaktion; tritt innerhalb von Minuten ein; z.B. Heuschnupfen
- Typ 2: Zytotoxischer Typ. T-Killerzellen-vermittelte, Antikörper-abhängige zytotoxische Reaktion; tritt innerhalb von Stunden ein; z.B. Transfusionsreaktion bei Bluttransfusion
- Typ 3: Immunkomplex-vermittelter Typ. IgG/IgM-vermittelte Immunkomplex-Reaktion durch Ablagerung von Antikörperkomplexen; tritt innerhalb von Stunden ein; z.B. Glomerulonephritis nach Infektion mit Streptococcus pyogenes
- Typ 4: Zell-vermittelter Typ. T-Zell-vermittelte, verzögerte Reaktion; tritt innerhalb von Tagen ein; z.B. Kontaktallergie
- Pseudoallergie: Ohne Beteiligung des Immunsystems, aber unter dem Einfluss von Histamin und anderen Mediatoren, die auch bei Immunreaktionen auftreten, z. B. Histaminose nach Rotwein- oder Käsegenuss.
Quellen
- ↑ Der Begriff Überempfindlichkeit im Roche Lexikon Medizin, 4. Auflage (Online-Version)
- ↑ Der Begriff Überempfindlichkeitsreaktion im Gebrauch der deutschen Sprache
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