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Tierversuche77-cm-high primate cage. Around 65,000 primates are used each year in the U.S. and Europe.
Erneuter Anstieg der TierversuchszahlenTierschutzorganisation fordert: Auch Ersatzverfahren erfassen
Tierschutzorganisation fordert: Auch Ersatzverfahren erfassen
Die Zahl der in Experimenten eingesetzten Tiere ist auch im Jahr 2007 weiterhin gestiegen. Dies geht aus den soeben vom Bundeslandwirtschaftsministerium veröffentlichten Zahlen hervor. Danach wurden im vergangenen Jahr 2.609.483 Wirbeltiere in Versuchen verwendet. Gegenüber 2006 ist die Gesamtzahl der Tiere um 3,6 Prozent gestiegen; dies entspricht 91.216 Tieren. Laut heutiger Veröffentlichung wurden mit einem Gesamtanteil von 82 Prozent am meisten Nagetiere in Tierversuchen eingesetzt (61 % Mäuse, 19 % Ratten, 2 % Meerschweinchen und Hamster). Hinzu kamen Affen, deren Zahl von 1.851 im Vorjahr auf 2.487 Tiere gestiegen ist. Aber auch bei Hunden (4.794 gegenüber 4.260), Katzen (802 gegenüber 566) und Pferden (2.546 gegenüber 1.905) mussten mehr Tiere als 2006 in den Versuch. weiter » Die EU-Kommission hat heute den seit einem Jahr angekündigten Entwurf einer geänderten EU-Richtlinie zum Schutz von Tieren im Versuch vorgelegt. Das Dokument verschärft die Genehmigungsbedingungen und erhöht die öffentliche Transparenz, schafft jedoch nach Angaben des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte keine drastische Wende zugunsten tierversuchsfreier Verfahren. „Wir sind enttäuscht, dass die Kommission die Affenversuche nicht verbieten will. Es darf sogar ausnahmsweise an Menschenaffen experimentiert werden, wenn die Versuche der Erforschung lebensbedrohlicher menschlicher Erkrankungen dienen", so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes. Vor allem vor dem Hintergrund, dass sich in 2007 mehr als die Hälfte der EU-Parlamentarier für einen Ausstieg aus den Affenversuchen und für den Einsatz tierversuchsfreier Verfahren ausgesprochen hat, sei dieses Ergebnis niederschmetternd. Erfreulich sei nach Ansicht des Verbandes jedoch, dass der Richtlinienentwurf vorsieht, die ethische Bewertung der Tierversuche deutlich aufzuwerten. Die Genehmigungsbehörden sollen hierzu Sachverständige einsetzen. Insbesondere die rückwirkende Bewertung von Versuchen bedeute einen gewaltigen Fortschritt. Sie soll bei Primatenversuchen zwingend erfolgen, bei anderen Tierarten entscheidet dies die jeweilige Genehmigungsbehörde. Auch die vorgesehene Informationspflicht gegenüber der Öffentlichkeit über durchgeführte Tierversuche sei ein wichtiger gesellschaftspolitischer Meilenstein. weiter » Bremen verbietet AffenversucheÄhnliche Verbote existieren bereits in Berlin und Bayern
Ähnliche Verbote existieren bereits in Berlin und Bayern
Die Bremer Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter hat heute entschieden, die viel kritisierten Affenversuche an der Bremer Universität zu verbieten. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßt diese Haltung. „Frau Rosenkötter gebührt unser Dank und Respekt“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. „Sie hat zugunsten der Tiere und zugunsten einer ethisch vertretbaren Forschung entschieden und dem immensen Druck der Uni und Forschervereinigungen widerstanden“. Die Universität Bremen hatte angekündigt, bis vor das Bundesverfassungsgericht zu gehen, wenn die Fortsetzung der Versuche versagt werde. Auch in Berlin und Bayern wurden 2006 ähnliche Versuche durch die Genehmigungsbehörden abgelehnt. Der Bundesverband will erreichen, dass nicht bundesweit jede einzelne Behörde über derartige Versuche zu entscheiden hat, sondern fordert mit seiner Kampagne „It’s my life - Für ein Verbot von Affenversuchen!“ ein generelles Verbot von Experimenten an Primaten als ersten Schritt zum Ausstieg aus der Methode Tierversuch. weiter » Überwachung lebender Zellen in Mikrosystemen ersetzt TierversucheAutomatisierbares Testsystem erlaubt Erstellung präziser toxikologischer Profile von chemischen Substanzen
Automatisierbares Testsystem erlaubt Erstellung präziser toxikologischer Profile von chemischen Substanzen
Das Fraunhofer FIT hat im Rahmen des BMBF-Projekts AKTIVATES ein multifunktionales Mikrosystem entwickelt. Damit können präzise toxikologische Profile von chemischen Substanzen ohne Tierversuche erstellt werden. Eingesetzt werden embryonale Stammzellen der Maus. An diesen Zellen werden gewebe- und organspezifische Effekte in vitro nachgestellt. Die chemische und pharmazeutische Industrie ist aufgrund der REACH-Direktive der Europäischen Union dazu verpflichtet, eine umfassende Risikoabschätzung zahlreicher Substanzen vorzunehmen. Durch die Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien will die EU den Schutz von Mensch und Umwelt verbessern. Für viele Bereiche dieser Risikoabschätzungen sind heute noch keine in-vitro-Testsysteme als Ersatz für Tierexperimente verfügbar. Abhilfe bringt hier ein automatisierbares Testsystem, das aktuell im BMBF-geförderten Projekt AKTIVATES entwickelt wird. Der Projektkoordinator Axiogenesis AG kann aus embryonalen Stammzellen der Maus gezielt etwa zwanzig unterschiedliche Zell- und Gewebetypen (u.a. Herz-, Leber- und neuronale Zellen) herstellen. An diesen Zellen werden gewebe- und organspezifische Effekte in vitro nachgestellt. Fraunhofer FIT hat dazu ein multifunktionales Mikrosystem mit einem Bio-Chip als zentrale Komponente entworfen, mit dem die Umgebungsbedingungen für Zellen und Gewebe reproduzierbar einstellbar sind. weiter » Anlässlich ihrer am 14. September in Dresden beginnenden Jahrestagung moniert der Bundesverband Menschen für Tierrechte, dass immer noch an der viel kritisierten Methode Tierversuch festgehalten während die Erfolg versprechende tierversuchsfreie Forschung nach wie vor zu wenig gefördert wird. Die Zahl der in Experimenten eingesetzten Tiere ist in Deutschland in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Laut letzten Veröffentlichungen der Bundesregierung wurden in 2006 bundesweit 2,5 Millionen Tiere in Experimenten eingesetzt, gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg um 4,4 Prozent bzw. 105.589 Tieren. Auch werden Tierversuche finanziell und konzeptionell noch immer stärker gefördert als tierversuchsfreie Methoden. Für den Bundesverband Menschen für Tierrechte ist das inakzeptabel und steht im krassen Widerspruch zu den Aussagen des Koalitionsvertrages der Bundesregierung. Darin haben sich CDU/CSU und SPD selbst zum Ziel gesetzt, Ersatzmethoden zum Tierversuch zügig weiterzuentwickeln. weiter » Oregano gibt nicht nur der Pizza ihren typischen Geschmack. Das Gewürz enthält auch eine Substanz, die unter anderem gegen Entzündungen zu helfen scheint. Das haben Forscher der Universität Bonn und der ETH Zürich herausgefunden. Möglicherweise lässt sich der Wirkstoff namens Beta-Caryophyllen (E-BCB) auch gegen Erkrankungen wie Osteoporose oder Arterienverkalkung einsetzen. Die Studie erscheint am Montag, 23. Juni, in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS). E-BCP ist ein typischer Inhaltsstoff vieler Gewürzpflanzen. So kommt die Substanz unter anderem auch in Basilikum, Rosmarin, Zimt und schwarzem Pfeffer vor. E-BCP dockt spezifisch an bestimmte Empfänger-Strukturen in der Zellmembran an, die so genannten Cannabinoid-CB2-Rezeptoren. Dadurch verändert sich das Verhalten der Zelle: Sie schüttet dann beispielsweise weniger entzündungsfördernde Signalstoffe aus. "Wir haben Mäuse, die unter einer entzündlichen Schwellung der Pfote litten, mit E-BCP behandelt", erläutert Dr. Jürg Gertsch von der ETH Zürich. "In bis zu 70 Prozent der Fälle klang die Schwellung daraufhin ab". E-BCP scheint aber nicht nur gegen Entzündungen zu helfen: "Experimente an Mäusen haben gezeigt, dass die Substanz sogar bei Osteoporose wirksam ist", erklärt Professor Dr. Andreas Zimmer vom Bonner Life & Brain-Zentrum. weiter » Der Deutsche Tierschutzbund hat Strafanzeige gegen den Zigarettenhersteller Philip Morris wegen fortgesetzter Tierquälerei und Tiertötung erstattet. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, und der stellvertretende Leiter der Akademie für Tierschutz, Roman Kolar, machen auf das tausendfache Tierleid aufmerksam. Abbildung: obs/Deutscher Tierschutzbund. Der Deutsche Tierschutzbund hat Strafanzeige gegen den Zigarettenhersteller Philip Morris wegen fortgesetzter Tierquälerei und Tiertötung erstattet. Obwohl bei der Entwicklung von Tabakprodukten Tierversuche nach Tierschutzgesetz (TierSchG) verboten sind, seien allein in Deutschland mehr als 2.500 Ratten und Mäuse bei Philip Morris gequält und getötet worden. Als Beispiel für gesetzwidrige Versuche zum Rauchen zitiert der Tierschutzbund eine Studie, welche die Philip Morris Laboratories GmbH in Köln zusammen mit der Universität Göttingen in diesem Jahr veröffentlicht hat. Nach dieser wurden circa 200 gentechnisch manipulierte Mäuse unterschiedlichen Konzentrationen von Zigarettenrauch für zehn Wochen ausgesetzt. Im Anschluss wurde den Mäusen unter Narkose die Hauptschlagader geschädigt und nach einer zweitägigen Erholungsphase die Zwangsinhalation von Zigarettenrauch für weitere sieben bis 21 Tage fortgesetzt. Nach Angaben von Philip Morris zielen die Tierversuche auf neue Produktentwicklungen ab, wie auf der Webseite des Herstellers von Marken wie ›Marlboro‹, zu lesen ist: "Tierversuche sind daher ein wichtiger Bestandteil bei der Entwicklung von Tabakprodukten, die über das Potenzial verfügen, durch Tabakkonsum verursachte Krankheiten zu verringern". weiter » Jedes Jahr werden allein in deutschen Laboratorien 2,5 Millionen Tiere in fragwürdigen Versuchen gequält und getötet, darunter Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Katzen, Hunde, Affen und viele andere Tiere. Weltweit sind es jedes Jahr mindestens 100 Millionen Tiere. Die Tierexperimentatoren rechtfertigen diese Versuche damit, dass Medikamente und andere Chemikalien auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit hin geprüft werden müssten. Sie stellen die Tierversuchskritiker vor die Wahl: Solle etwa lieber an Menschen experimentiert werden als an Tieren? Doch immer mehr Wissenschaftler bestreiten, dass es nur diese beiden Wahlmöglichkeiten gibt. Sie gehen sogar noch weiter und erklären, dass die tierexperimentelle Forschung die Ergebnisse verfälsche - der Mensch sei eben keine Maus. Gemeinsam mit der Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche verdeutlicht das Deutsche Tierschutzbüro in einer eindrucksvollen Dokumentation aus wissenschaftlicher Sicht und doch auch für Laien verständliche Art und Weise, welche Gefahren für uns Menschen von der tierexperimentellen Forschung ausgehen und warum diese unwissenschaftliche Methode auch heute noch angewendet wird. Sie zeigt überdies auf, dass die meisten Krankheiten menschengemacht sind und wie wir ihnen vorbeugen können. weiter » |
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