Informationstechnik

Die IT-Großunternehmen in Deutschland gehören unter Berufsanfängern zu den beliebtesten Arbeitgebern. Allerdings sind die Einstiegschancen im deutschlandweiten Standortvergleich höchst ungleich verteilt.

Weiße Flecken gibt es in weiten Teilen Nord- und Ostdeutschlands. Nur jedes dreizehnte Jobangebot der 100 größten deutschen IT-Unternehmen kommt derzeit aus dieser Region. 51 Prozent der offenen Stellen entfallen dagegen auf Bayern und Baden-Württemberg.

Dieses starke Nord-Süd-Gefälle hat sich dabei in den vergangenen Jahren weiter verschärft. Zum Beispiel sank die Zahl der offenen Stellen im Norden und Osten der Republik gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent. Im Gegensatz dazu verzeichneten IT-Firmen aus Baden-Württemberg im letzten Jahr ein Stellenplus von 40 Prozent. Das sind Ergebnisse aus der Studie "IT-Jobscout Mai 2008" des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG, der die Stellenangebote der 100 größten deutschen IT-Unternehmen auswertet.  weiter »

Supercomputer JUGENE im Forschungszentrum Jülich

In der heute vorgestellten Top-500-Liste der schnellsten Supercomputer konnte der Jülicher Rechner JUGENE seine Position als schnellster Rechner Europas halten. Weltweit belegt er einen guten sechsten Platz und musste sich nur fünf Computern aus den USA geschlagen geben. Mit ihren langfristigen Plänen wollen sich die Jülicher Computerwissenschaftler in der Spitzengruppe etablieren.

"JUGENE und seine Nachfolger sollen auch in Zukunft vorne mitspielen", sagt Prof. Thomas Lippert, Leiter des Jülicher Supercomputer Centre. "Denn die vielen Anwender, die bei uns rechnen, haben einen immer größeren Rechenbedarf". Rund 200 Forschergruppen aus ganz Europa nutzen die Jülicher Supercomputer als Werkzeuge, um in ihrer Forschung zu neuartigen Erkenntnissen zu kommen. Die Forschungsthemen reichen von der Galaxienformung über die Proteinfaltung bis hin zu verbesserten Werkstoffen.

Um die Rechenzeitanfragen auch in Zukunft bedarfsgerecht bedienen zu können, soll das duale Konzept des Forschungszentrums Jülich, eines Mitglieds der Helmholtz-Gemeinschaft, weiter ausgebaut werden: Einerseits stehen Rechnertypen der höchsten Leistungsklasse wie JUGENE (Jülicher Blue Gene) für die rechenintensivsten Anwendungen zur Verfügung. JUGENE erreicht mit gemessenen 180 Teraflop/s (180 Billionen Rechenoperationen in der Sekunde) in der Forschung einen Spitzenplatz.  weiter »

Die deutsche Informations- und Kommunikationswirtschaft hat im Jahr 2007 ihre Position oberhalb des europäischen Durchschnitts gefestigt und liegt damit im direkten Vergleich der fünf bevölkerungsstärksten EU-Staaten - Großbritannien, Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien - auf dem zweiten Platz. Auch der Abstand zu Spitzenreiter Großbritannien wurde verkürzt.

Das bedeutet im Einzelnen: Bei der ePerformance im Bereich "Gesamtmarkt" kommt Deutschland auf 107 Prozent des europäischen Durchschnitts. Spitzenreiter Großbritannien erzielt im Vergleich 122 Prozent, Italien kommt mit 70 Prozent des europäischen Durchschnitts auf Platz Fünf.

Deutschlands ePerformance im Bereich "Infrastruktur" ist mit 102 Prozent nunmehr knapp über dem europäischen Durchschnitt positioniert (Großbritannien 119 Prozent, Italien 87 Prozent). Im Bereich "Anwendungen" schloss die ePerformance Deutschlands 2007 mit 128 Prozent des europäischen Durchschnitts beinahe zu Großbritannien (131 Prozent) auf und liegt damit deutlich vor seinen weiteren wichtigsten europäischen Wettbewerbern (Frankreich 104 Prozent, Italien 65 Prozent).  weiter »

Vor allem Berufseinsteiger in der IT-Branche müssen sich auf häufige Geschäftsreisen einstellen. 44 Prozent der Stellenausschreibungen verlangen von ihren Bewerbern, den Kunden räumlich flexibel zur Verfügung zu stehen.

Aufgeschlüsselt nach Arbeitsbereichen ist der Wunsch nach mobilen Mitarbeitern in der IT-Beratung am größten (44 Prozent). Aber auch Experten für IT-Architektur (27 Prozent) und Projektmanager (24 Prozent) sollten sich auf regelmäßige Einsätze fern der Unternehmenszentrale einstellen. Bei berufserfahrenen Mitarbeitern geht das Erfordernis der Reisebereitschaft allerdings deutlich zurück. Nur knapp jede vierte Stellenausschreibung verlangt von den praxiserfahrenen IT-Fachleuten die Bereitschaft zu Geschäftsreisen. Das sind Ergebnisse aus der Studie "IT-Jobscout 2008" des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG.

Der Grund für die große Reisebereitschaft in der IT-Beratung sind die permanenten Einsätze beim Kunden vor Ort. Beratungsprojekte finden fast immer im Hause des Kunden statt, und können Monate oder Jahre laufen. Dafür ist eine prinzipielle Bereitschaft zur längeren Abwesenheit erforderlich.  weiter »

Messplatz des PDI am BESSY

Der Arbeitsspeicher im Computer vergisst alles, sobald der Strom ausgeschaltet wird. Er hat genau genommen nur ein Kurzzeitgedächtnis. Aber Datenspeicher mit Langzeitgedächtnis sind keine Zukunftsmusik mehr. Es gibt sie in Form von sogenannten Flash-Speichern, wie sie in Memory-Sticks oder Speicherkarten für Digitalkameras eingebaut sind. Diese Speicher behalten ihre Informationen auch wenn kein Strom fließt. Die Speicherung der Daten geschieht durch eingesperrte Elektronen und wird über einen quantenmechanischen Effekt gesteuert.

Neuere Materialen, die sich für wesentlich schnellere nichtflüchtige Speicher eignen, sind die so genannten Phase Change Materials (PCM). Sie werden bereits als wiederbeschreibbare Medien in CD-Größe (z.B. DVD-RAM) großtechnisch eingesetzt.

Im Rahmen eines deutsch-japanischen Projektes wollen Forscher des Paul-Drude-Instituts für Festkörperelektronik (PDI) ein solches Material jetzt genauer unter die Lupe nehmen. Es handelt sich dabei um eine Legierung aus Germanium, Antimon und Tellur, abgekürzt GST (Ge2Sb2Te5).  weiter »

Messplatz des PDI am BESSY

Messplatz des PDI am BESSY.

  • Abbildung: Schuster/PDI (Quelle)
Tatra-Bahn

Züge der Tatra-Bahn werden auf der Versuchsstrecke mit dem neuen Ortungssystem ausgestattet.

Abbildung: TU Braunschweig (Quelle)

Tatra-Bahn

Es ist eine Premiere unter rauen Bedingungen: 1000 Meter über dem Meeresspiegel führen Wissenschaftler am 6. Juni ein Eisenbahnzug vor, der mit einem neuen, satellitengestützten Verfahren geortet wird. Ein Regionalzug testet ab dann ein Jahr lang im Nationalpark Hohe Tatra in der Slowakei das Ortungssystem auf seine Praxistauglichkeit.

Die 30 Kilometer lange Strecke durch das Hochgebirge stellt durch alpines Klima und die geographischen Besonderheiten hohe Herausforderungen an die Technik. Ziel ist es, den Bahnverkehr durch den Einsatz der Satellitenortung sicherer und gleichzeitig kostengünstiger zu gestalten.

Anders als beim Navigationsgerät im Auto kann die Ortung bei Zügen über deren Sicherheit entscheiden. Sie dient nicht nur der Zusatzinformation des Fahrers, sondern beeinflusst zum Beispiel die Abstandshaltung, die Geschwindigkeitsüberwachung und die Gleisfreimeldung.  weiter »

Schon das zweite Jahr in Folge steht Amazon.com an der Spitze der jährlichen InfoTech100-Rangliste von BusinessWeek, mit der Spitzenunternehmen aus dem Technologiebereich bewertet werden. 2007 gelang Amazon.com der Sprung von Platz 23 auf Platz 1, den das Unternehmen auch dieses Jahr halten konnte, noch vor Apple (Platz 2), Nintendo (Platz 4) und Google (Platz 11).

Obwohl mit Amazon.com und Apple zwei amerikanische Firmen die Spitzenplätze der diesjährigen InfoTech100 belegen, ist die Anzahl der US-Unternehmen, die in die Rangliste aufgenommen werden, insgesamt rückläufig: Nur 33 der Unternehmen auf der diesjährigen Liste stammen aus den USA; 2007 waren es noch 43. Als BusinessWeek im Jahr 1998 die erste InfoTech100-Liste veröffentlichte, waren 75 aller gelisteten Spitzenunternehmen aus den USA.

Die InfoTech100 wird von BusinessWeek zunächst auf Grundlage von Kennzahlen aus der Datenbank Compustat der Ratingagentur Standard & Poor's zusammengestellt. Standard & Poor's, ein Tochterunternehmen der McGraw-Hill Companies, hat mit Compustat eine Datenbank mit Informationen zu über 28.000 börsennotierten Unternehmen entwickelt. Aus diesem riesigen Datenfundus hat sich BusinessWeek dann auf Unternehmen im Bereich Informationstechnologien konzentriert, wobei dieses Jahr auch Kabelnetzbetreiber, die zu Telekommunikationsunternehmen expandierten, berücksichtigt wurden.  weiter »

Elektronisches Preisschild

Elektronisches Preisschild.

  • Abbildung: Fraunhofer IMS (Quelle)
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