Bildung

Der heute im Kabinett beratene 3. Armuts- und Reichtumsbericht zeigt erneut, dass es eine wachsende Spaltung der Gesellschaft in Deutschland gibt. So leben elf Prozent der Bevölkerung dauerhaft an der Armutsgrenze. "Diese Zahl weist auf einen massiven Handlungsbedarf in Politik und Gesellschaft hin", macht Caritas-Präsident Peter Neher deutlich.

Besonders dramatisch stellt sich die Situation für die Altersgruppe der 25 bis 35jährigen dar. Hier sind 17 Prozent dauerhaft ohne einen beruflichen Bildungsabschluss und haben damit eine schlechte Perspektive auf dem Arbeitsmarkt. In den letzten zehn Jahren ist dieser Anteil um vier Prozentpunkte gewachsen. "Diese Gruppe der gering Qualifizierten hat kaum mehr eine Chance, sich aus einem Leben in Armut zu befreien", mahnt Neher.

Die Caritas kritisiert, dass es auch im 3. Armuts- und Reichtumsbericht nicht gelungen sei, zwischen einer sachlichen Analyse und einem wertenden politischen Teil zu trennen. Deswegen schlägt Neher vor, einen unabhängigen Expertenrat vergleichbar dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit der Berichterstattung zu beauftragen.  weiter »

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im Jahr 2006 in Deutschland 142,9 Milliarden Euro für Bildung ausgegeben (2005: 141,6 Milliarden Euro). Das entspricht einem Anteil am Bruttoin­landsprodukt von 6,2% (2005: 6,3%).

Angaben über die Finanzierungsstruktur liegen für das Jahr 2005 vor. Danach wurden die Bildungsausgaben 2005 in Höhe von 141,6 Milliarden Euro zu gut 76% aus den öffentlichen Haushalten (Bund: 8%, Länder: 51%, Kommunen: 17%) und zu rund 24% vom privaten Bereich und dem Ausland finanziert.

Mit 114,5 Milliarden Euro entfiel der größte Teil der Ausgaben im Jahr 2005 auf die Erstausbildung in Kindergärten, Schulen und Hochschulen sowie auf die duale Ausbildung. Die Ausgaben für Bildungsförderung und die Käufe der privaten Haushalte von Bildungsgütern lagen bei 13,1 Milliarden Euro.  weiter »

Dr. Hans G. Huber, Unternehmer und DBU-Umweltpreisträger

Dr. Hans G. Huber, Unternehmer und DBU-Umweltpreisträger

Rede anläßlich der Ausstellungseröffnung "WasserWissen" am 18. Mai 2008

  • Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
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Dr. Hans G. Huber, Unternehmer und DBU-Umweltpreisträger

Zu einer gemeinsamen ›Vision Wasser‹ rief heute in Osnabrück der Umweltpreisträger der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Dr. Hans G. Huber, Politiker, Städteplaner und Sanitäringenieure auf.

Gerade für die Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländer sei die Verfügbarkeit von Wasser nicht nur eine Frage des physischen Überlebens. Wasser habe auch einen sozialen Aspekt. Trinkwassermangel sei nämlich ein Hauptgrund für Armut und fehlende Bildung. Denn wenn etwa das Wasserholen üblicherweise die zeitaufwändige Aufgabe von Kindern und Frauen sei, bleibe keine Zeit für Erziehung, Bildung und damit für Zukunftsperspektiven.

Huber - im Jahr 2006 von der DBU mit ihrem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet für seine Technologie zur Frischwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung, die besonders geeignet für Schwellen- und Entwicklungsländer ist, - betonte in seinem Redebeitrag, um dieses zu ändern, seien große Anstrengungen erforderlich. Neben neuen Technologien der Abwasserbehandlung und der -wiederverwendung müssten alle Beteiligten umdenken.  weiter »

Was Eltern spätestens am Ende des Monats schon immer gespürt haben, hat nun der Schweizer Inflationsexperte Prof. Hans Wolfgang Brachinger exklusiv für das ARD-Talkmagazin "Hart aber fair" wissenschaftlich nachgewiesen: Die Inflation trifft Familien mit mehreren Kindern wesentlich stärker als Kinderlose. Lag die durchschnittliche Inflation in den letzten Monaten bei rund drei Prozent, so leiden Mehrkinderfamilien unter Preissteigerungen von bis zu fünf Prozent.

Brachinger und sein Team vom Forschungszentrum für Wirtschaftsstatistik der Schweizer Universität Fribourg haben im Auftrag der ARD-Sendung das Einkaufsverhalten von deutschen Familien analysiert und festgestellt, dass diese in drei besonders von der Inflation betroffenen Bereichen mehr Geld ausgeben als Kinderlose.

So investieren Familien deutlich mehr in Bildung als Kinderlose. Die Einführung von Studiengebühren, aber auch generell die Kosten für Schulmaterialien, Nachhilfe und andere Investitionen in die Ausbildung der Kinder hat die Kosten in diesem Bereich explodieren lassen. Das Statistische Bundesamt weist für den Bereich Bildung in Deutschland eine Preissteigerung von 35 Prozent aus.  weiter »

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben im Jahr 2007 nach vorläufigen Ergebnissen rund 432.500 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben, dies sind 4,2 Prozent (+ 17.400) mehr als im Jahr 2006. Aufgrund der Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre erwarben in Sachsen-Anhalt im Jahr 2007 zwei Schuljahrgänge die Hochschulreife. Ohne die Abiturienten Sachsen-Anhalts, die erstmals diesen Abschluss bereits nach acht Jahren erreichten, lag die Zahl der Absolventen mit Studienberechtigung um 2,6 Prozent (+ 10.700) über derjenigen des Vorjahres.

In den Bundesländern verlief die Entwicklung unterschiedlich: Während Sachsen (- 4,2%), Berlin (- 2,9%) und Thüringen (- 2,2%) einen Rückgang zu verzeichnen hatten, stiegen die Studienberechtigtenzahlen vor allem in Rheinland-Pfalz (+ 11,5%) und Hamburg (+ 6,0%) stark an.

Mit 69,9 Prozent (302.200) erwarb die Mehrheit der Absolventinnen und Absolventen mit Studienberechtigung die allgemeine Hochschulreife. Diesen Abschluss erhielten die Absolventen vor allem an allgemeinbildenden Schulen (258.900 oder 85,7%). Die Fachhochschulreife wird überwiegend an beruflichen Schulen (89,3%) erworben, sie wird aber auch nach erfolgreicher Beendigung des 12. Schuljahrgangs an allgemeinbildenden Schulen vergeben.  weiter »

Die Stiftung Menschen für Menschen hat sich bei der Bekämpfung des Bildungsnotstandes und der Armut in Äthiopien große Ziele gesetzt. Bei einem Pressetermin in Hamburg stellten Karlheinz und Almaz Böhm im Gespräch mit Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das neue Bildungsprogramm ABC - 2015 vor.

Die ersten drei Buchstaben des Alphabets stehen dabei symbolisch für die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können, "2015" beschreibt das Jahr, bis zu dem die Ziele erreicht werden sollen. Demnach will Menschen für Menschen in den nächsten acht Jahren die Alphabetisierungsrate in Äthiopien von derzeit unter 50 Prozent drastisch erhöhen sowie die Grundlagen dafür schaffen, hunderttausenden Kindern des Landes eine Schulbildung zu ermöglichen. Dafür fordert Stiftungsgründer Karlheinz Böhm zu Spenden auf, denn nur so kann Äthiopien langfristig und eigenständig den Weg aus der Armut finden.

ABC - 2015 wird nicht nur das ostafrikanische Land nachhaltig verändern - mit dem Programm stellt Karlheinz Böhm anlässlich seines 80. Geburtstages zugleich die Weichen für die Zukunft von Menschen für Menschen, indem der Schwerpunktbereich Bildung langfristig ausgebaut wird. Leiterin des neuen Bildungsprogramms wird die Vorsitzende des Stiftungsrates und Ehefrau des Stiftungsgründers Almaz Böhm.  weiter »

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Einen inhärenten Zusammenhang von Enzyklopädie und Bildung deutet bereits die Etymologie an1, die auf den Begriffsbestandteil ??????? verweist. Die ??????? – nur näherungsweise übersetzbar mit »Erziehung« oder »Bildung« – gilt als »zentraler Begriff des griechischen Selbstverständnisses«2, für den Altphilologen Werner Jaeger sogar als Inbegriff für die »Formung des griechischen Menschen« schlechthin3. [...]

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zur Bildungsmesse "Didacta" in Stuttgart mitteilt, besuchten im vergangenen Schuljahr 2006/07 897.700 ausländische Schülerinnen und Schüler allgemeinbildende Schulen in Deutschland. Das waren 9,6 Prozent aller Schülerinnen und Schüler. Dieser Anteil blieb in den letzten zehn Jahren annähernd konstant. Während der Ausländeranteil in Grundschulen, die in der Regel von allen Kindern eines Wohnbezirks gemeinsam besucht werden, bei 10,6 Prozent lag, differierte er zwischen den weiterführenden Schularten deutlich: Die Spanne reichte von 19,2 Prozent in Hauptschulen über 13,8 Prozent in Integrierten Gesamtschulen bis zu 7,7 Prozent in Realschulen und 4,3 Prozent in Gymnasien.

Von den Absolventen/Abgängern allgemeinbildender Schulen besaßen 86.800 (9,0 Prozent) einen ausländischen Pass. Auch der Ausländeranteil an diesen Absolventen/Abgängern sinkt mit steigendem Bildungslevel. Während 19,2 Prozent der Abgänger ohne Abschluss einen ausländischen Pass besaßen, waren es bei den Absolventen mit Hochschulzugangsberechtigung lediglich 3,6 Prozent. Bezieht man die Absolventen aus beruflichen Schulen (in denen dieser Abschluss auch erreicht werden kann) mit ein, so erhöht sich der Anteil auf 4,1 Prozent. In den letzten zehn Jahren ist dieser Anteil weitgehend unverändert geblieben.

Im Wintersemester 2006/2007 waren an deutschen Hochschulen zwar 246.400 Studierende mit ausländischer Nationalität immatrikuliert, davon hatten aber nur 58.000 Studierende ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben. In den vergangenen zehn Jahren blieb der Anteil der Studierenden mit ausländischer Nationalität, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im deutschen Bildungssystem erworben haben, mit 2,9 Prozent annähernd konstant.  weiter »

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Heinz Nixdorf Stiftung stellen heute in Berlin "Leitlinien für die deregulierte Hochschule" vor. Darin empfiehlt der Stifterverband: Hochschulen sollen künftig Arbeitgeber, Dienstherr und Tarifpartner aller Mitarbeiter sein und die Höhe der Gehälter selbst festsetzen können. Die Kapazitäts- und Lehrverpflichtungsordnung und damit auch starre Vorgaben über die Zahl der zu unterrichtenden Stunden oder die Zahl der zugelassenen Studenten sollen abgeschafft werden.

Die Leitlinien des Stifterverbands empfehlen weiter, den Hochschulen die Entscheidung über die Höhe der Studienbeiträge zu überlassen. Einheitsgebühren sollen abgeschafft werden. Zugleich sei die Politik in der Pflicht sicherzustellen, dass kein Student aus finanziellen Gründen vom Hochschulstudium ausgeschlossen werde.

Der Stifterverband fordert ebenfalls, dass die Hochschulen die Verantwortung für Verpflegung und Wohnen der Studenten selbst übernehmen und entscheiden, welche Partner sie für die Erfüllung dieser Aufgaben heranziehen (zum Beispiel Studentenwerke). Ein wichtiger Baustein der Autonomie sei auch, die Hochschulen zu Eigentümern ihrer Immobilien zu machen und den Hochschulen zu überlassen, wie sie diese bewirtschaften. An die Stelle ministerieller Detailsteuerung sollen Zielvereinbarungen treten, die zwischen Hochschule und Ministerium einvernehmlich und partnerschaftlich geschlossen werden.  weiter »

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