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WohnenGeht es nach den Bewohnern, zeichnen sich deutsche Städte im Jahr 2038 vor allem durch Umweltbewusstsein und soziales Miteinander aus. Eine noch stärker technisierte Lebenswelt ist dagegen für die meisten kein erstrebenswertes Ziel. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die Prognos im Auftrag von Bilfinger Berger im November durchgeführt hat. Die überwiegende Mehrheit der Befragten wünscht sich, dass in dreißig Jahren Familien, Singles, Einkommensschwache, Besserverdienende und Migranten in durchmischten Stadtvierteln wohnen. Sie stellen sich vor, dass Immobilien dann mindestens so viel Energie produzieren, wie sie verbrauchen. Außerdem soll es möglich sein, alle Wege in der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen zu können. Um diese Ziele zu erreichen, sind viele Befragte bereit, selbst einen Beitrag zu leisten - besonders im Umweltschutz. Rund 80 Prozent der Städter wollen im Haushalt energiesparende Geräte verwenden sowie Müll konsequent trennen oder vermeiden. Fast jeder Zweite würde in der Stadt sogar auf das eigene Auto verzichten oder sich ehrenamtlich in sozialen Projekten engagieren. Allerdings ist nur jeder Dritte bereit, zum Ausgleich des sozialen Ungleichgewichts tiefer ins Portemonnaie zu greifen und höhere Steuern zu zahlen. weiter » Vermieter ist nicht zu regelmäßigem Elektro-Check verpflichtetBundesgerichtshof: Vermieter einer Wohnung ist nicht verpflichtet, Elektroleitungen regelmäßig inspizieren zu lassen
Bundesgerichtshof: Vermieter einer Wohnung ist nicht verpflichtet, Elektroleitungen regelmäßig inspizieren zu lassen
Kommt es zu einem Wohnungsbrand, weil die Elektroleitungen schadhaft waren, so kann der Vermieter nicht ohne weiteres haftbar gemacht werden. Dies entschied nach Angaben des Immobilienportals Immowelt.de der Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 321/07). Im verhandelten Fall verklagte ein Mieter seinen Vermieter auf Schadensersatz in Höhe von rund 2.600 Euro, weil durch einen Kurzschluss in den Elektroleitungen der Nachbarwohnung ein Brand ausgelöst worden sei. Dadurch wurden auch Gegenstände des klagenden Mieters zerstört. Die Richter verneinten letztinstanzlich einen Anspruch auf Schadensersatz: Der Vermieter ist nicht generell und ohne konkreten Anlass zu regelmäßigen Kontrollen der Elektroleitung verpflichtet. Dies ist nur dann der Fall, wenn ein konkreter Anlass oder Hinweise auf Mängel vorliegen - was hier nicht der Fall war. Eine umfassende Generalinspektion sei nur dann geboten, wenn es etwa zu ungewöhnlichen oder wiederholten Störungen komme. Da der Vermieter seine Verkehrssicherungspflicht nicht vernachlässigt habe, schulde er auch keinen Schadensersatz. weiter » Jeder fünfte Deutsche achtet bei einem Umzug maßgeblich auf die neue Nachbarschaft. Wird die künftige Wohnumgebung als problematisch erachtet, können selbst Preis und Ausstattung des neuen Domizils nichts an der Entscheidung ändern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Verbraucher-Befragung des Immobilienportals Immowelt.de. Trotz drohender Rezession ist für die Mehrheit der Deutschen beim Wohnen letztlich nicht der Preis entscheidend. So würden rund 14,4 Prozent der Deutschen nicht in eine Wohnung einziehen, wenn diese über keinen Balkon oder Garten verfügt. Für ebenso viele käme eine Immobilie nicht in Frage, die als zu laut wahrgenommen wird. Weitere definitive Ausschlusskriterien sind: zu dunkel (8,4 Prozent) und schlechter Schnitt der Räumlichkeiten (5,8 Prozent). Lediglich ein gutes Drittel der Deutschen (36 Prozent) achtet bei der Suche nach einem neuen Zuhause wirklich nur auf den Preis. Ansprüche an Ausstattung und Nachbarschaft müssen da schon mal etwas zurück treten. weiter » Mieter profitieren von energetisch sanierten Wohnungen - auch wenn die Kaltmiete durch die Sanierung erhöht wird. Das zeigen Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Nach der Sanierung liegt der Anteil von Heizung und Warmwasser an der Warmmiete bei nur rund drei Prozent - gegenüber durchschnittlich 22 Prozent bei unsanierten Gebäuden. Steigen die Energiepreise weiter wie bisher, zahlt ein Bewohner eines energetisch sanierten Hauses nach sechs Jahren weniger Warmmiete als sein Nachbar in einem unsanierten. Danach nimmt der Kostenvorteil stetig zu. weiter » Immer mehr Menschen leiden an ›Dis-Embedding‹›Gefühl, nirgends dauerhaft zu Hause zu sein‹
›Gefühl, nirgends dauerhaft zu Hause zu sein‹
Durchschnittlich sechsmal im Leben wechselt heute ein Akademiker den Arbeitgeber und damit oft auch den Wohnort. Aber in dem Maße, wie sich Menschen im Zeitalter der Globalisierung flexibel zeigen, wächst auch ihr Wunsch nach Sicherheit: Forscher sprechen bereits von einer neuen Sehnsucht nach Heimat, berichtet das Gesundheitsmagazin Healthy Living in Ausgabe 12/2008. Kürzlich öffnete an der renommierten Berliner Charité sogar eine so genannte ethnopsychiatrische Ambulanz, in der Menschen behandelt werden, die an Heimwehkrankheit leiden. Die Patienten sind Menschen, die gezwungen waren, ihr Land zu verlassen, Flüchtlinge und Vertriebene. Aber auch Manager, die überall und nirgends zu Hause sind, und Kinder von Diplomaten, die mal in diesem, mal in jenem Land zur Schule gegangen sind. Dr. Ernestine Wohlfart, Psychiaterin und Leiterin der Ambulanz, sagt in Healthy Living: weiter »
Falsche Selbstauskunft: Mietvertrag unwirksamWer in der Selbstauskunft zum Mietvertrag flunkert, muss damit rechnen, dass der Vermieter den Vertrag anficht
Wer in der Selbstauskunft zum Mietvertrag flunkert, muss damit rechnen, dass der Vermieter den Vertrag anficht
Ein Vermieter kann einen Mietvertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten, wenn der Mieter in seiner Selbstauskunft gelogen hat. Das gilt zumindest dann, wenn die Frage zulässig und von Bedeutung für das Mietverhältnis ist, urteilte nach Angaben des Immobilienportals Immowelt.de das Landgericht Itzehoe (Az.: 9 S 132/07). Im verhandelten Fall gab ein Mietinteressent in seiner Selbstauskunft an, es bestünden keine Mietschulden aus einem früheren Mietverhältnis. Es kam zum Abschluss eines Mietvertrags. Später fand der Vermieter heraus, dass er belogen wurde - sehr wohl stand sein Mieter beim Vorvermieter in der Kreide. Der erboste Vermieter sah sich arglistig getäuscht und wollte den jetzt als unzuverlässig identifizierten Mieter so schnell als möglich aus seiner Mietwohnung haben. Der Mieter hielt entgegen, dass die Frage nach einem früheren Mietverhältnis in einer Selbstauskunft unzulässig sei und er sie deshalb wahrheitswidrig habe beantworten dürfen. Doch dieser Argumentation folgte das Gericht nicht. Zwar könne ein Mieter bei bestimmten Fragen durchaus lügen. Doch wenn speziell nach Mietschulden gefragt werde, betreffe dies die wirtschaftliche Situation des Mieters und sei deshalb wesentlich für das Mietverhältnis und der Frage, ob der Mieter in der Lage sein werde, die vereinbarte Miete zu zahlen. weiter » Energieverbrauch der privaten Haushalte leicht gesunkenUmweltökonomische Gesamtrechnungen 1995-2006
Umweltökonomische Gesamtrechnungen 1995-2006
In Deutschland ist der direkte Energieverbrauch der privaten Haushalte zwischen 1995 und 2006 trotz stark gestiegener Energiepreise mit – 0,7 Prozent nur leicht zurückgegangen. Der direkte Energieverbrauch setzt sich zusammen aus dem Verbrauch von Wohnenergie (Brennstoffe, Fernwärme und Elektrizität), der nahezu unverändert blieb, und dem Verbrauch von Kraftstoffen, der einen leichten Rückgang (– 3,7%) aufweist. Für Wohnenergie zeigt sich seit dem Jahr 2000 eine deutlich andere Verbrauchsentwicklung als in den Jahren zuvor. Dies ist insbesondere auf den Energieverbrauch für Raumwärme – er hat einen Anteil von etwa Dreiviertel an der gesamten Wohnenergie – zurückzuführen. Während zwischen 1995 und 2000 für Raumwärme noch ein Anstieg des temperaturbereinigten Energieverbrauchs zu verzeichnen war, ist dieser im Zeitraum von 2000 bis 2006 um 11,2% gefallen. Ursachen dieses bemerkenswerten Rückgangs sind eine effizientere Nutzung der Energie durch Verbesserungen der Heiztechnik und Wärmedämmung, aber auch Verhaltensänderungen der privaten Haushalte. weiter » 88 Prozent der Deutschen stellen sich nach Umzug vorNur knapp acht Prozent wollen völlig anonym leben
Nur knapp acht Prozent wollen völlig anonym leben
Die überwiegende Mehrheit der Deutschen hat keine Lust auf anonymes Wohnen: 88 Prozent begrüßen nach einem Umzug ihre neuen Nachbarn persönlich. Dabei wartet etwa die Hälfte (43,5 Prozent) mit der Begrüßung bis zur Einweihungsparty oder auf eine andere gute Gelegenheit. Für die andere Hälfte (44,5 Prozent) gehört das baldige Klingeln an der Nachbarstür zum guten Ton. Schließlich könnte dort jemand wohnen, der auch mal im Urlaubsfall die Blumen gießen würde. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Immobilienportals Immowelt.de. Doch die lieben Nachbarn sind nicht jedermanns Freund: Knapp acht Prozent der Deutschen legen keinen gesteigerten Wert darauf, die Menschen nebenan näher kennenzulernen und bleiben lieber anonym. Enden doch nachbarschaftliche Beziehungen nicht selten auch im Streit oder vor Gericht. Rund vier Prozent der Deutschen sind ambivalent - sie warten ab, bis die Nachbarn von selbst vorstellig werden. weiter » |
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