Umwelt

Konjunkturhilfen für Autoindustrie nur mit Umweltauflagen

Konjukturpaket muss richtig gestrickt werden - NABU fordert Umweltauflagen

Konjukturpaket muss richtig gestrickt werden - NABU fordert Umweltauflagen

Mit Blick auf die Verhandlungen über ein Konjunkturpaket hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) an die Bundesregierung appelliert, die Autoindustrie nicht mit Milliardenhilfen zu unterstützen, ohne diese an Umweltauflagen zu koppeln. Nachdem bereits die befristete Kfz-Steuerbefreiung unabhängig vom CO2-Ausstoß des Fahrzeugs beschlossen wurde, seien nun auch Abwrackprämien und zinslose Kredite der staatseigenen KfW-Bank im Gespräch.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

"Jegliche Konjunkturmaßnahmen für die Autoindustrie sind von vorgestern, wenn sie am Ende nicht zu einem deutlich umwelt- und klimafreundlicheren Fuhrpark beitragen. Ziel muss es sein, dass sich der Kauf eines Neuwagens mit modernster Abgasnorm und einem maximalen Ausstoß von 120 Gramm CO2 je Kilometer auszahlt".

Der NABU fordert die rasche Umstellung der Kfz-Steuer auf Kohlendioxid-Basis, warnt aber gleichzeitig davor, die von der CDU/CSU favorisierten Vorschläge des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) als Grundlage zu nehmen. Danach soll jedes Gramm Kohlendioxid gleich hoch besteuert werden. Klimaschonendere Modelle würden dadurch nur unzureichend gefördert.  weiter »

NABU ehrt Bundeswirtschaftsminister Michael Glos als ›Dinosaurier des Jahres 2008‹

Tschimpke: ›Bremsklotz in Sachen Klimaschutz‹ - ›katastrophale Öko-Bilanz‹

Tschimpke: ›Bremsklotz in Sachen Klimaschutz‹ - ›katastrophale Öko-Bilanz‹

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos mit dem ›Dinosaurier des Jahres 2008‹ - Deutschlands peinlichstem Umweltpreis - ausgezeichnet.

„Trotz aller Warnungen vor den ökonomischen Folgen des Klimawandels hat sich Bundeswirtschaftsminister Glos als hartnäckiger Bremsklotz in Sachen Klima- und Umweltschutz hervorgetan“, begründete NABU-Präsident Olaf Tschimpke die Wahl.

Glos Öko-Bilanz sei katastrophal: Beim Kernstück der europäischen Klimapolitik - dem Handel mit Verschmutzungsrechten - habe sich der Minister von Anfang an dafür ausgesprochen, dass die Stromkonzerne und möglichst viele Industriezweige auch in Zukunft alle Berechtigungsscheine zum Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase kostenlos erhalten. Wider besseres Wissen habe er gezielt Verunsicherung in der Bevölkerung über eine angebliche Stromlücke geschürt, um die zunehmenden Proteste und Vorbehalte gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke aufzuweichen und für die Atomenergie zu werben. Gar nicht zu reden von der blödsinnigen Forderung nach einem Billigtarif für Atomstrom.  weiter »

Knapp die Hälfte der Deutschen hat gute Vorsätze für das neue Jahr

Gesundheitsbewusstes Leben, Umweltschutz, beruflicher Erfolg und mehr Zeit für die Familie stehen dabei oben auf der Liste

Gesundheitsbewusstes Leben, Umweltschutz, beruflicher Erfolg und mehr Zeit für die Familie stehen dabei oben auf der Liste

Fast jeder zweite Bundesbürger (45,7%) nimmt den Jahreswechsel zum Anlass, gute Vorsätze zu fassen und nennt auch spontan ein konkretes Ziel. Vor allem Aspekte in den Bereichen Gesundheit, beruflicher Erfolg und Privatleben/Familie sind den Menschen wichtig.

Fragt man etwas genauer nach, so spielt auch der Umweltschutz eine große Rolle. Frauen und Männer unterscheiden sich in Ihren Zielen dabei kaum, allerdings lassen sich je nach Altersgruppe verschiedene Tendenzen feststellen. Dies geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage unter 500 Personen hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Dezember im Auftrag der Allianz Deutschland durchgeführt hat.

Die Befragten nehmen es dabei mit ihren guten Vorsätzen durchaus ernst und arbeiten daran, sie umzusetzen: 79 Prozent derer, die bereits für das laufende Jahr gute Vorsätze gefasst haben, haben diese auch tatsächlich verwirklicht.  weiter »

›Die Klimakrise ist gefährlicher als die Wirtschaftskrise‹

Greenpeace bilanziert Klimapolitik des Jahres 2008

Greenpeace bilanziert Klimapolitik des Jahres 2008

"Die Klimakrise ist langfristig gefährlicher als die Wirtschaftskrise. Es drohen Orkane und Überschwemmungen, Klimaflüchtlinge, das Auftauen der Arktis - die Folgen des Treibhauseffektes werden uns schneller ereilen als bislang angenommen", sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace. "Die Regierung hat in der Bankenkrise schnell gehandelt, das muss sie endlich auch in der Klimakrise leisten. 2009 darf keine Chance für Klimaschutz verspielt werden".

Deutschland hat erklärt, 40 Prozent weniger CO2 im Jahr 2020 auszustoßen als 1990. Doch dies wird mit den derzeitigen Maßnahmen nicht gelingen. Denn im Jahr 2008 gab es erhebliche Rückschläge: Die EU-Regierungschefs haben mit ihren im Dezember beschlossenen Maßnahmen zum Klimaschutz enttäuscht. Besonders Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihr Engagement aufgegeben und bewertet die Interessen einiger Wirtschaftsbranchen höher als die Bewältigung der Klimakrise.

"Umweltschutz und Wirtschaftswachstum dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es muss wesentlich mehr in Erneuerbare Energien, in Gebäudedämmung, in energiesparende Elektrogeräte und effiziente Pkw investiert werden. Hier liegen die Chancen für neue Arbeitsplätze und Exporte", sagt Behrens. Die Regierung sollte zudem klima- und umweltschädliche Subventionen abbauen. Derzeit fördert sie Umweltzerstörung mit derzeit jährlich 42 Milliarden Euro, etwa durch die Nicht- oder Geringbesteuerung von klimaschädlicher Kohle. Der Atomausstieg darf nicht aufgeweicht werden, sondern sollte 2015 abgeschlossen sein, also deutlich schneller als bislang geplant. Atomkraft kann das Klima nicht retten.  weiter »

Größtes Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier

Jahresbilanz 2008 des WWF: Menschenverursachtes Artensterben dauert an

Jahresbilanz 2008 des WWF: Menschenverursachtes Artensterben dauert an

Die Umweltstiftung World Wide Fund For Nature (WWF) zieht eine durchwachsene Bilanz für das Jahr 2008. „Zwar gibt es für manche Arten Grund zur Hoffnung, doch das Massensterben im Tier- und Pflanzenreich dauert mit unverminderter Härte und gnadeloser Schnelligkeit an“, sagt Volker Homes, Leiter des WWF-Artenschutzteams. Hauptursachen sind Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Wilderei und Übernutzung durch den Menschen.

Die Verlierer 2008:

  • Frösche und Amphibien
  • Iberischer Luchs
  • Menschenaffen
  • Lonesome George (Geochelone nigra abingdonii)
  • Roter Tunfisch

Die Gewinner 2008:

  • Wolf
  • Buckelwal
  • Afrikanischer Elefant
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Im Jahr 2007 wurde weltweit Goldschmuck im Wert von 42 Milliarden Euro gehandelt. Das ist so viel wie nie zuvor, berichtet National Geographic Deutschland in der Januar-Ausgabe.

Die Nachfrage nach Gold war allerdings noch viel größer, sie überstieg das Angebot um fast 60 Prozent. Und sie wird weiter steigen, denn die Vorkommen des Edelmetalls gehen weltweit zur Neige.

Insgesamt sind bis heute 161.000 Tonnen Gold gefördert worden - damit könnte man gerade mal zwei große Schwimmbecken füllen. Mehr als die Hälfte dieser Menge wurde allein in den vergangenen 50 Jahren abgebaut. In Indien ist die Nachfrage nach Gold am größten, dann folgt schon China, das im Jahr 2007 den USA als zweitgrößtem Käuferland von Goldschmuck den Rang ablief.  weiter »

Baumärkte ignorieren Umweltschutzvorschriften

Baumärkte missachten gesetzliche Informationspflicht zur Rücknahme von Polyurethan-Bauschaumdosen - Rückgabe schadstoffhaltiger Dämmstoffreste wird Verbrauchern verweigert oder erschwer

Baumärkte missachten gesetzliche Informationspflicht zur Rücknahme von Polyurethan-Bauschaumdosen - Rückgabe schadstoffhaltiger Dämmstoffreste wird Verbrauchern verweigert oder erschwer

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hat erneut eklatante Verstöße von Baumärkten gegen die Verpackungsverordnung festgestellt. Anstatt ihre Kunden über die gesetzlich vorgeschriebenen Rückgabemöglichkeiten von Montageschaumdosen mit schadstoffhaltigen Polyurethan-Resten zu informieren, kommt ein großer Teil der von der DUH untersuchten Bau- und Heimwerkermärkte dieser Pflicht nicht nach.

"Die Weigerung vieler Baumärkte, ihren Informationspflichten für die ordnungsgemäße und umweltgerechte Entsorgung von Schadstoffen nachzukommen, ist ein Verstoß gegen Umweltschutzvorschriften", kritisierte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch und kündigte gleichzeitig an, zukünftige Verstöße zur Anzeige zu bringen bzw. verbraucherschutzrechtlich zu verfolgen.

Alte Montageschaumdosen mit Polyurethan-Resten sind Sondermüll und müssen deshalb getrennt von Hausmüll und Bauschutt gesammelt werden. Die Reste des im Bauhandwerk weit verbreiteten Dämmstoffes Polyurethan (PU) enthalten Schadstoffe und müssen daher laut Gesetz getrennt gesammelt und anschließend umweltschonend recycelt werden. Die Verpackungsverordnung schreibt vor, dass der Verbraucher leere PU-Schaumdosen "in zumutbarer Entfernung" zum Verkaufsort unentgeltlich zurückgeben können muss.  weiter »

Mit Klimaschutz gegen die Wirtschaftskrise

DUH-Bilanz zur Jahreswende 2008/2009: Die Jahrhundertherausforderung Klimawandel und die Wirtschaftskrise können den überfälligen ökologischen Strukturwandel antreiben

DUH-Bilanz zur Jahreswende 2008/2009: Die Jahrhundertherausforderung Klimawandel und die Wirtschaftskrise können den überfälligen ökologischen Strukturwandel antreiben

Dem Klima-Wende-Jahr 2007 folgte ein Jahr großer politischer und gesellschaftlicher Verunsicherung, an dessen Ende zweierlei festgestellt werden kann: Sich selbst überlassene globale Finanzmärkte können die Realwirtschaft weltweit in den Abgrund reißen und das Erschrecken über den stattfindenden Klimawandel reicht noch nicht aus, um die Politik dauerhaft auf eine konsistente Strategie hin zu orientieren, die beide Herausforderungen bewusst und gemeinsam zu bewältigen versucht. Das erklärten die DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake und Jürgen Resch anlässlich ihrer Jahresbilanz 2008 und der Vorstellung des DUH-Jahresberichts heute in Berlin.

Mit den Nicht-Beschlüssen von Poznan, dem Flickenteppich aus Kompromissen und einander widersprechenden Ausnahmen beim Europäischen Rat in Brüssel und schließlich der gestrigen Zustimmung des EU-Parlaments zu diesem Klimapaket sind die umweltpolitischen Schlachten des Jahres 2008 geschlagen. Damit steht der europäische Rahmen für den Klimaschutz bis 2020 im Wesentlichen fest. Deutschland hat seine Führungsrolle eingebüßt und wird als Bremser wahrgenommen.

Bei den CO2-Grenzwerten für die Pkw-Hersteller hat insbesondere die deutsche Autoindustrie mit Unterstützung der Kanzlerin alle ihre Forderungen durchsetzen können. Bis 2012 erhalten die europäischen Autokonzerne sogar die Möglichkeit, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß ihrer Neufahrzeuge zu erhöhen. Die Stromkonzerne sind mit ihrer Forderung, die Privilegien der klimaschädlichen Kohle zu erhalten, weitgehend gescheitert. Ab 2013 müssen sie alle Emissionsrechte ersteigern, nur in den osteuropäischen Staaten kommt die vollständige Versteigerung später.  weiter »

Unrealistische Heilsversprechen über Gentech-Wunderpflanzen

Hauptinteresse an Gentechnik kommt aus agrochemischer Industrie

Hauptinteresse an Gentechnik kommt aus agrochemischer Industrie

Die Ankündigungen der Gentechnik-Konzerne Monsanto, BASF, Syngenta, Bayer, Dow und DuPont-Pioneer, schon bald könne mit gentechnisch veränderten Nutzpflanzen der Welthunger bekämpft, die Energieversorgung gesichert oder dem Klimawandel begegnet werden, halten nach Analysen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einer Überprüfung nicht Stand.

Eine von der Publizistin Ute Sprenger für den BUND erstellte Studie mit dem Titel "Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie - ein Realitäts-Check" erbrachte das Ergebnis, dass Gentech-Pflanzen mit den genannten Eigenschaften in absehbarer Zeit nicht zur Marktreife kommen werden. Für die Studie ausgewertet wurden die Forschungsvorhaben dieser sechs größten Gentechnik-Unternehmen weltweit, ihre Investorenberichte sowie Daten über bereits stattfindende bzw. geplante Freisetzungen von gentechnisch veränderten Organismen.

"Im ernstzunehmenden Stadium der Entwicklung befinden sich vor allem Gentech-Pflanzen mit den Eigenschaften Herbizid- bzw. Insektizidresistenz. Das sind die altbekannten Forschungen, bei denen es den Unternehmen am Ende darum geht, mehr Spritzmittel zu verkaufen als bisher", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in Berlin bei Vorstellung der Studie.

Zwar werde auch an Pflanzen geforscht, die Trockenheit besser ertrügen und einen höheren Ertrag aufwiesen, dies jedoch nicht mit hoher Priorität und entgegen den Verlautbarungen aus der Industrie mit unklarem Zeitrahmen und ungewissem Erfolg.  weiter »

Solaranlage von Ericsson in Marokko

Solaranlage von Ericsson in Marokko (Alternative energy sources expanding mobile coverage)

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