Sozialhilfe

cover of Thomas Beninde, Martin Lühr, Werner Hesse et al.: Arbeitslosengeld II für Erwerbslose und Erwerbstätige (2008)Arbeitslosengeld II für Erwerbslose und Erwerbstätige: Hartz IV - Grundsicherung

author: Thomas Beninde
Martin Lühr
Werner Hesse
Gerd Wenzel
rating:
asin: 3406575161
binding: Broschiert
amazon price: EUR 3,90 EUR


Arbeitslosengeld II für Erwerbslose und Erwerbstätige: Hartz IV - Grundsicherung ist ein kompakter und preiswerter Ratgeber aus dem Juristischen Verlag Beck, der im April 2008 erschienen ist.

Der Bezug von Hartz IV-Leistungen bedeutet für sieben Millionen Menschen in Deutschland Existenzsicherung, aber auch Formularkrieg und Verunsicherung. Immer mehr Betroffene fühlen sich ungerecht behandelt: Im vergangenen Jahr reichten sie 764.000 Widersprüche gegen Arbeitslosengeld-2-Bescheide ein - fast 60.000 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Klagen vor den Sozialgerichten stieg um rund 42 Prozent auf 99.200.  weiter »

"Wer auf Hartz IV angewiesen ist, sollte unbedingt wissen, welche Leistungen ihm zustehen", rät Werner Hesse, Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes und Mitautor der Broschüre "Arbeitslosengeld 2 für Erwerbslose und Erwerbstätige".

Die Empfänger von Asylbewerberleistungen in Deutschland kommen anteilig immer öfter aus asiatischen Ländern. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhielten Ende 2006 in Deutschland rund 194.000 Menschen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs - so genannte Regelleistungen - nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Mehr als jeder Dritte (38 Prozent) davon stammte aus Asien. Vor zehn Jahren (Jahresende 1996) lag der Anteil der Hilfebezieher aus asiatischen Herkunftsländern noch bei 21 Prozent. Viele der Empfänger am Jahresende 2006 stammten aus Kriegs- oder Krisenregionen. Die wichtigsten asiatischen Herkunftsländer waren der Irak (6,4 Prozent aller Leistungsempfänger), Syrien (4,6 Prozent), der Libanon (4,5 Prozent), Afghanistan (4,1 Prozent) sowie der Iran (3,6 Prozent).

Nach wie vor kommen die meisten Empfänger von Asylbewerberleistungen aus Europa. Ihr Anteil lag Ende 2006 bei 43%; besonders häufig stammten die Menschen aus Serbien und Montenegro (28 Prozent der Fälle). Der Anteil der Asylbewerberleistungsempfänger aus europäischen Herkunftsländern hat sich jedoch in den letzten zehn Jahren deutlich verringert, zum Jahresende 1996 betrug er noch 63 Prozent.  weiter »

Das Arbeitslosengeld II reicht kaum aus, um Kinder und Jugendliche ausgewogen zu ernähren. Das fanden Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund mit Testkäufen heraus, so berichtet das Apothekenmagazin "Baby und Familie".

Einer Familie mit Arbeitslosengeld II stehen für Lebensmittel eines Kindes 2,57 Euro zur Verfügung, für die eines Jugendlichen 3,42 Euro. Fazit der Testkäufe: Nur wer beim Discounter einkauft, schafft es knapp, Vier- bis Sechsjährige gut zu ernähren. Für einen Jugendlichen benötigt man selbst dort aber im Schnitt 4,68 Euro.  weiter »

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhielten am Jahresende 2006 in Deutschland rund 682.000 Personen Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Insgesamt bezogen damit 1,0 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren diese Sozialleistung. Gegenüber 2005 erhöhte sich die Zahl der Hilfebezieher um rund 52.000 Personen oder 8,2 Prozent. Seit dem ersten Erhebungsstichtag am Jahresende 2003, als rund 439.000 Grundsicherungsempfänger gemeldet wurden, hat sich die Zahl bis zum Jahresende 2006 um 55,4 Prozent erhöht.

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist eine seit 1. Januar 2003 bestehende Sozialleistung, die den grundlegenden Bedarf für den Lebensunterhalt sicherstellt. Seit 1. Januar 2005 werden diese Leistungen nach dem 4. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII "Sozialhilfe") gewährt. Sie können bei Bedürftigkeit von 18- bis 64-jährigen Personen, wenn diese dauerhaft voll erwerbsgemindert sind, sowie von Personen ab 65 Jahren in Anspruch genommen werden.

Ende 2006 waren etwa 311.000 Personen (+ 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr) oder 46 Prozent der Grundsicherungsempfänger zwischen 18 und 64 Jahren alt und erhielten Leistungen der Grundsicherung aufgrund ihrer dauerhaft vollen Erwerbsminderung. Damit bezogen 0,6 Prozent der Personen dieser Altersgruppe Grundsicherungsleistungen. Diese Menschen werden auch künftig dem allgemeinen Arbeitsmarkt voraussichtlich nicht mehr zur Verfügung stehen.  weiter »

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