Vor- und Nachteile der Schamhaarentfernung

William-Adolphe Bouguereau: Badende (1870)

Die Schamhaarentfernung weist eine Reihe von Vor- und Nachteilen auf, die im Folgenden diskutiert werden.

Vorteile

Die Schamhaare werden heutzutage primär aus ästhetischen und hygienischen Gründen entfernt, wobei die ästhetischen im Vordergrund stehen dürften. Somit liegt der Hauptvorteil darin, dass durch die Anwendung den eigenen bzw. fremden Schönheitsvorstellungen entsprochen wird.

Insbesondere von Frauen wird Körperbehaarung generell oft als unhygienisch empfunden. Dies trifft insbesondere auf Schamhaare zu, die ja regelmäßig in Kontakt mit Schweiß, Urin, Vaginalsekret, Menstruationsblut und anderen Körperflüssigkeiten kommen. Neben der "gefühlten" Sauberkeit spielt auch die Geruchsentwicklung eine Rolle.

Die bei der Schamhaarentfernung entstehende glatte, haarlose Haut im Intimbereich wird auch von manchen als erotisch angesehen. Daneben wird oft angegeben, dass das Gefühl beim Geschlechtsverkehr, besonders beim Oralverkehr, ohne Intimbehaarung angenehmer sei.

Nachteile

Bei der Nassrasur besteht die Gefahr von Schnittverletzungen. Es ist deshalb empfehlenswert, zunächst „mit dem Strich“ zu rasieren und anschließend – wobei die Haut mit der anderen Hand gestrafft wird – „gegen den Strich“. Das Straffen der Haut bei der Rasur gegen den Strich hilft, Schnittverletzungen zu vermeiden, die ansonsten auftreten können, wenn sich die Rasierklinge verhakt und „springt“.

Ein unangenehmer Nebeneffekt der erstmaligen Intimrasur (oder der Rasur nach längerer Unterbrechung) ist die Bildung von Entzündungen, Pickeln und eingewachsenen Haaren in den Folgetagen nach der Rasur. Diese verschwinden jedoch meistens von selbst innerhalb ca. einer Woche bei regelmäßiger Nachrasur, wenn sich die Haut an die Rasur gewöhnt hat. Dieses ist aber nicht in allen Fällen so, da entstandende Pickel durch das „Nachrasieren“ wieder geöffnet werden können bzw. anfangen können zu bluten. In diesem Falle sollte man einige Tage warten und erst dann wieder rasieren. Hilfreich ist auch die Anwendung von beruhigenden Substanzen direkt nach der Rasur wie z. B. Aloe Vera ohne Zusatzstoffe oder Alkohol. Als sehr hilfreich hat sich auch die anschließende Verwendung von Babypuder erwiesen, da dadurch die rasierte Haut heilt und Juckreiz, Reibung sowie Pickelbildung verhindert werden. Die Verwendung von Ölen oder Cremes mit Alkohol und Zusatzstoffen kann zu starkem Jucken, Hautreizungen, Entzündungen und eingewachsenen Haaren führen.

Der Hauptnachteil bei allen Formen der Epilation, sei es beim Brazilian Waxing oder mit einem Epilierer liegt in den damit einhergehenden Schmerzen. Die Empfindung dieser kann zwischen den Personen stark variieren. Auch wenn diese durch Auftragen von anästhetisch wirkender Creme reduziert werden können, so wird die Prozedur jedoch generell zumindest als unangenehm empfunden. Der Vorteil liegt dafür in weitaus längerer Haarlosigkeit, mit der Zeit abnehmenden Haaren und keinen Stoppeln.

Durch die Entfernung der Körperbehaarung im Intimbereich, den Achseln und zwischen den Gesäßbacken kann es bei körperlicher Betätigung (z.B. Fußmärschen) unter Umständen zu Hautreizungen kommen, da das Scham- bzw. Achselhaar verhindert, dass Haut auf Haut reibt (Friktionsschutz).

Ein gelegentlich unterstellter Zusammenhang zwischen Intimrasur und Vaginalpilzen bzw. Infektionen im Intimberich besteht jedoch nicht [1].

Als Kritik an der Intimenthaarung (insbesondere bei der zunehmend beliebter werdenden vollständigen Entfernung der Schamhaare bei Frauen) wird gelegentlich unterstellt, dass damit die Genitalien vorpubertärer Mädchen nachgeahmt werden sollen.

Siehe auch

Quelle

Anmerkungen

fn1. GMX, http://portal.gmx.net/de/themen/gesundheit/medizin/haut-haar/2346424-Gesund-trotz-Intimrasur.html

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