Roaming

Internet-Surfen mit dem Handy

Markt für mobile Datendienste wächst 2008 um 7,1 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro

Markt für mobile Datendienste wächst 2008 um 7,1 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro

Das Surfen per Handy wird in Deutschland immer beliebter. Verkehrsmeldungen, Wettervorhersagen, Nachrichten oder E-Mails werden häufig unterwegs abgerufen. Grundlage ist vor allem der breitbandige Mobilfunkstandard UMTS. Nach BITKOM-Berechnungen wird es in Deutschland bis zum Jahresende rund 16 Millionen UMTS-Anschlüsse geben. Das sind 60 Prozent mehr als vor einem Jahr.

"Mobile Datendienste sind zu einem Milliardenmarkt und Wachstumstreiber der Telekommunikation geworden", sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Mit mobilen Datendiensten erlösen die Netzbetreiber in Deutschland 2008 nach BITKOM-Schätzungen rund 5,1 Milliarden Euro, eine Steigerung von 7,1 Prozent zum Vorjahr. Die Hälfte dieses Umsatzes entfällt in diesem Jahr auf das Internet-Surfen mit dem Handy, die andere Hälfte auf den Versand von SMS und MMS. Vor einem Jahr sorgte das Surfen mit dem Handy nur für 40 Prozent des Umsatzes mit mobilen Datendiensten.  weiter »


Gestern stimmten die zuständigen EU-Telekommunikations-Minister dem von der EU-Kommissarin Viviane Reding eingereichten Gesetzesentwurf zur erneuten Senkung der Roaming-Gebühren im EU-Ausland in vollem Umfang zu.

Wie das Onlinemagazin Teltarif.de am gestrigen Abend aus Brüssel erfuhr, haben die EU-Minister wesentlich mehr Punkte befürwortet als die bereits viel diskutierte Senkung der SMS-Preise auf 13 Cent brutto.

"Der Entwurf von Viviane Reding sieht eine Deckelung der Großhandelspreise für mobile Datenübertragungen spätestens ab Juli 2010 vor. Zudem sollen die bereits heute regulierten Gesprächspreise im EU-Ausland auch nach 2010 in weiteren Schritten gesenkt werden", erläutert Bettina Seute, Sprecherin von Teltarif.de die genauen Inhalte.

Die Gesprächspreise sollen auch nach 2010 noch weiter fallen. Dabei fordern die Minister nicht nur sinkende Preise, sondern zusätzlich auch einen verbraucherfreundlicheren Abrechnungstakt der Roaminggespräche innerhalb der EU. Die Abrechnung wird dabei abgesehen von der ersten halben Minute sekundengenau erfolgen.  weiter »

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte die EU-Telekommunikations-Kommissarin Viviane Reding heute Details zur angestrebten Regulierung der Preise für den Versand von SMS im Ausland. Bereits im Sommer 2009 sollen diese Preise Gültigkeit erhalten.

Martin Müller, Geschäftsführer des Online-Magazins Teltarif.de kommentiert dies: "Die Preisobergrenze von 13 Cent brutto für den Versand einer SMS aus der EU nach Deutschland stellt einen deutlichen Preisabschlag im Sinne der Verbraucher dar. Bei derzeitigen Preisen von 40 bis 50 Cent pro Mitteilung handelt es sich um eine Senkung von bis zu 70 Prozent. Einziger Wermutstropfen: Der Nutzer muss sich noch bis zum nächsten Sommer gedulden".

"Wie auch schon bei der Regulierung der Preise für die Handy-Telefonie im Ausland gibt es durch die Obergrenzen für den Versand einer SMS quasi einen gesetzlich verordneten Preis. Wenn man bedenkt, dass es sich bei SMS eigentlich nur um ein Abfallprodukt handelt, ist selbst der geforderte Preis noch zu hoch", erklärt Müller.  weiter »

Gemäß EU-Verordnung müssen die Mobilfunkanbieter ab dem 30. August 2008, die Preise für Gespräche im EU-Ausland erneut senken. Inklusiv deutscher Mehrwertsteuer sind abgehende Gespräche dann mit höchstens 54 Cent pro Minute vier Cent günstiger als zuvor. Ankommende Anrufe kosten mit maximal 26 Cent pro Minute 2 Cent weniger.

Im Herbst 2009 steht eine dritte Senkung an. Für Urlauber in Nicht-EU-Ländern, wie etwa Schweiz oder Türkei, gelten allerdings mitunter weitaus höhere Preise, da es für diese Ziele keine Regulierung gibt. Ebenso greift die Beschränkung bis jetzt nur bei den reinen Gesprächspreisen, nicht jedoch bei mobilen Daten oder SMS. Auf Grund der sehr hohen Preise in diesen Bereichen ist eine Regulierung bereits in der Diskussion.

Um den hohen Handykosten für Telefonate ins EU-Ausland entgegenzuwirken, hatte die EU-Kommission die Preise für Handy-Telefonate innerhalb des europäischen Auslands bereits im Sommer 2007 reguliert.  weiter »

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