Metro

Die sechs größten Supermarktketten verfügen über einen Marktanteil von rund 90 Prozent. Angesichts dieser hohen Marktkonzentration fordert die neu gegründete Supermarkt-Initiative, dass soziale und ökologische Standards in der Supermarkt-Lieferkette eingehalten werden.

Auf der heutigen Pressekonferenz verlangt das Bündnis von 19 Organisationen aus den Bereichen Entwicklung, Umwelt und bäuerliche Landwirtschaft sowie Gewerkschaften zudem eine umfassende Prüfung der Einkaufsmacht der Supermarktketten durch das Bundeskartellamt.

"Die Supermarktketten haben ihre Marktmacht in den vergangenen Jahren stark ausgebaut", berichtet Marita Wiggerthale, Handelsexpertin bei Oxfam Deutschland. 1999 habe es noch acht große Supermarktketten in Deutschland gegeben, die gemeinsam über einen Marktanteil von 70 Prozent verfügten. Heute beherrschen die sechs größten Supermarktketten Edeka, die Schwarz-Gruppe, Aldi, Rewe, Tengelmann und Metro rund 90 Prozent des Marktes.  weiter »

In letzter Zeit ist es seitens der Anbieter recht still um die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) geworden. Eine der wenigen Meldungen war, dass RFID-Vorreiter METRO Group mit Wirkung zum 1. Juli 2008 die 245 Extra-Verbrauchermärkte an die REWE Group verkauft. Metro konzentriert sich also im Lebens­mitteleinzelhandel klar auf das real SB-Warenhaus. Damit verbunden ist, dass Metro seinen Future Store von Rheinberg in einen real-Markt in Tönisvorst bei Krefeld verlegte.

Der RFID-Einsatz beschränkt sich hier vordergründig auf Bereiche, die dem Konsumenten mehr Komfort bieten. Hierzu gehören unter anderem:  weiter »

  • Der Mobile Einkaufsassistent (MEA), der gemeinsam mit der Deutschen Telekom entwickelt wurde, ermöglicht das einfache Auffinden von Produkten und das Abrufen zusätzlicher Produktinformationen.
  • Die Qualitätskontrolle beispielsweise bei Frischeprodukten wird deutlich vereinfacht. Aktuelle Warenbestände werden automatisch an das System gemeldet und Mindest­haltbarkeitsdaten überprüft.
  • Durch das RFID-basierte Erfassen der gekauften Waren werden lange Wartezeiten an Kassen vermieden (Self-Checkout-Kassensysteme). Anstatt mit Bargeld, Unter­schrift oder EC-Karte mit PIN erfolgt die Bezahlung über das Einlesen des Finger­abdrucks.

Für eine halbe Milliarde Euro werden in Deutschland jedes Jahr Obst und Gemüse mit Pestizidbelastungen über den gesetzlich erlaubten Grenzwerten verkauft. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute von Greenpeace veröffentlichte Berechnung zu "Unrechtsgewinnen" im Lebensmittelhandel. 268.000 Tonnen der pestizidbelasteten Ware werden jährlich im Handel angeboten - damit verzehrt jeder deutsche Verbraucher im Durchschnitt über drei Kilogramm Obst und Gemüse, das nach dem Lebensmittelgesetz nicht verkehrsfähig ist.  weiter »

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