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Löhne und GehälterNach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Abstand der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste von Männern und Frauen im Jahr 2007 im früheren Bundesgebiet mit 24 Prozent wesentlich höher als in den neuen Bundesländern mit 6 Prozent. Die regionalen Differenzen lassen sich auf deutlich höhere Verdienste der Männer in den alten Bundesländern im Vergleich zu den neuen Ländern zurückführen. So lag der Bruttostundenverdienst von Männern im früheren Bundesgebiet um 45 Prozent über dem der Männer in den neuen Bundesländern. Bei den Frauen betrug dieser Unterschied lediglich 17 Prozent. Bundesweit wurde für das Jahr 2007 ein Verdienstunterschied zwischen den Geschlechtern in Höhe von 23 Prozent ermittelt. In den Wirtschaftszweigen, in denen viele Frauen tätig sind, fällt der geschlechterspezifische Verdienstabstand überdurchschnittlich hoch aus. Dies gilt insbesondere für die Wirtschaftszweige Unternehmensnahe Dienstleistungen (30%), Verarbeitendes Gewerbe (29%), Handel (25%) sowie Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (24%). weiter » Unbezahlte Überstunden und seelischer Stress weltweit die RegelTag der Guten Arbeit (World Day for Decent Work) am 7. Oktober
Tag der Guten Arbeit (World Day for Decent Work) am 7. Oktober
Durchschnittlich arbeiten vier von zehn Arbeitnehmern mehr als die vertraglich vereinbarte Stundenzahl. Ausserdem werden die Hälfte derjenigen, die Überstunden machen nicht für ihre Überstunden bezahlt. Dies ist das wichtigste Ergebnis einer internationalen Studie auf der Grundlage von Daten von WageIndicator.org. In dieser Studie wurden Standards der Kampagne Decent Work, die auf der Wahrnehmung von 342.000 Arbeitnehmern aus 11 Ländern aus Europa, Lateinamerika und Afrika basiert, miteinander verglichen. Die Ergebnisse werden anlässlich des Tages der Guten Arbeit (World Day for Decent Work) am 7. Oktober präsentiert. weiter » Der Lohnkampf der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst stößt in der Bevölkerung auf eine breite Zustimmung. Drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) halten die Warnstreiks der vergangenen Woche für gerechtfertigt, ergab eine Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin stern. Knapp ein Viertel (23 Prozent) hat kein Verständnis für die Arbeitsniederlegungen. Besonders große Sympathien äußerten Beamte (91 Prozent) sowie Anhänger von SPD (84 Prozent), Grünen (88 Prozent) und Linkspartei (89 Prozent). Im Osten wird der Tarifkonflikt nicht ganz so positiv gesehen: Dort billigen nur 67 Prozent der Bürger die Streiks. Im Westen sind es 75 Prozent. In dem festgefahrenen Tarifkonflikt soll an diesem Samstag die Schlichtung beginnen. Schlichter sind der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth (CDU) sowie der ehemalige Oberbürgermeister von Hannover, Herbert Schmalstieg (SPD). weiter » Nach ersten Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die Bruttodurchschnittsverdienste aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland im Jahr 2007 um 1,4 Prozent auf 27.083 Euro gestiegen. Die Tariflöhne nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank erhöhten sich in 2007 um 1,3%. Der im Vergleich zur Tariflohnentwicklung leicht stärkere Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsverdienste ist vor allem auf den sinkenden Anteil der marginal Beschäftigten zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung dieser Beschäftigtengruppe stiegen die effektiv gezahlten Verdienste ebenfalls um 1,3%. Die Lohndrift, die Differenz zwischen der Entwicklung der effektiv gezahlten und der tariflich vereinbarten Verdienste, verließ damit zum ersten Mal seit der deutschen Vereinigung den negativen Bereich. Die marginal Beschäftigten umfassen die Arbeitnehmer, die keine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben. Hierzu zählen die Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten, die sogenannten "1-Euro-Jobs", und die ausschließlich geringfügig Beschäftigten. Der niedrige Verdienst dieser Beschäftigtengruppe beeinflusst die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsverdienste spürbar. Seit dem Jahr 2003 stiegen die Entgelte aller Arbeitnehmer um 3,2%. Schaltet man rechnerisch den Effekt der marginal Beschäftigten aus, ergibt sich ein Anstieg der Verdienste um 5,5%. <!--break--> Bei der Ermittlung der gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsverdienste (Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer) der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen werden alle Arbeitnehmergruppen einbezogen - auch Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten, geringfügig Beschäftigte ebenso wie leitende Angestellte, Vorstandsmitglieder oder Beamte. Ferner werden alle für geleistete Arbeit empfangenen Entgelte und geldwerte Leistungen, zum Beispiel auch Weihnachts- und Urlaubsgeld, Zulagen oder Prämien, berücksichtigt. Die Sozialbeiträge der Arbeitgeber sind dagegen nicht eingeschlossen. Netmarks
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Das Thema Gehalt ist in vielen deutschen Unternehmen tabu. 43 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte haben mit ihrem Vorgesetzen noch nie ihr Gehalt verhandelt. Das ergab eine internationale Umfrage des Online-Stellenportals StepStone, an der alleine in Deutschland 9.711 Menschen teilnahmen. 38 Prozent der Befragten verhandeln ihr Einkommen ein Mal im Jahr, 14 Prozent alle zwei Jahre. Lediglich fünf Prozent besprechen das Thema mehr als ein Mal jährlich mit ihrem Chef. Im internationalen Vergleich verhandeln nur die italienischen Fach- und Führungskräfte ihr Gehalt seltener als die deutschen. Hier geben 46 Prozent der Befragten an, noch nie in diesem Kontext aktiv geworden zu sein. Dazu kommen weitere 19 Prozent, die das nur alle zwei Jahre tun. Im Gegensatz dazu stehen die Schweden und Franzosen: Sie besprechen zu 61 Prozent beziehungsweise 65 Prozent jährlich die Höhe ihres Einkommens mit ihren Vorgesetzten. Im europäischen Durchschnitt verhandeln 43 Prozent der Fach- und Führungskräfte ihr Gehalt ein Mal pro Jahr, 40 Prozent haben dies bisher noch nie getan. "Die ermittelten Zahlen decken sich mit unseren Analysen: Gehaltsthemen sind gefragt. Fast jeder Arbeitnehmer ist daran interessiert, aber wenige sprechen darüber - ein klassisches Tabuthema. Aus Sicht der Unternehmen kann das gefährlich sein. Fachkräfte, die keine Gehaltsangleichungen erhalten, sind unzufrieden und sehen sich früher oder später nach einem besser dotierten Job um. In Zeiten des Fachkräftemangels kann es sich kein Unternehmen leisten, auf diese Weise qualifizierte Mitarbeiter zu verlieren", so Frank Hensgens, Vorstand der StepStone Deutschland AG. weiter » |
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