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Jürgen F. Boden, Günter Myrell: Im Bannkreis des Nordens (1999)
Im Bannkreis des Nordens - Auf den Spuren der Entdecker in die faszinierenden Welten des Polarkreises ist ein Bild-/Textband von Jürgen F. Boden und Günter Myrell aus dem Jahr 1999. Der Band enthält informative und spannende Beiträge renommierter Historiker, Archäologen und Ethnologen, viele speziell für dieses Werk geschaffene Landkarten sowie 380 Farbbilder internationaler Fotografen und Dokumente aus verschiedenen Archiven. Gleichzeitig schildert dieses Buch die rätselhafte Geschichte und geheimnisvolle Kultur der Inuit und der vielen anderen Völker des Polarkreises, die über Jahrtausende gelernt haben, in dieser für uns Europäer so unwirtlich erscheinenden Natur zu überleben - und zu leben: "Die Arktis ist eine Welt der Schönheit, der Sicherheit und des Wohlergehens". Die gebundene Ausgabe hat einen Umfang von 320 Seiten und erschien im Januar 1999 im Alouette Verlag (ISBN 3924324093). RezensionWer möchte nicht manchmal, vor allem an heißen Sommertagen, ein Eisbär sein im kalten Polar? Wer den ernsthaften Wunsch dazu verspürt, kann kaum eine bessere Einführung in die kühle Materie finden als diesen aufwendig und sorgfältig bebilderten Sammelband. Er begleitet eine auch auf Video erhältliche vierteilige ZDF-Serie und rundet sie optimal ab. Das fängt mit der spannenden Einführung von Günter Myrell an und hört erst nach dem letzten Fachbeitrag und einem klugen Ausblick in die Zukunft dieser Region vom zweiten Herausgeber Jürgen F. Boden auf. Dass sie inzwischen in ihrem Naturbestand vielfach gefährdet ist, wird im Text wie in den engagierten Bildern nirgends verschwiegen. Und vor allem werden in den einzelnen Beiträgen schonungslos die Versäumnisse, die Profilsucht und die Gier der Entdecker geschildert, die am Anfang der Erforschung dieses unwirtlichen nördlichen Teils unseres Planeten standen. Auch die Regierungen, die sich die nördliche Sphäre aneigneten, haben sich nicht mit Ruhm bekleckert, das gilt für die Dänen ebenso wie für Russen, Kanadier und Amerikaner. Die nationalistische Energiepolitik in Quebec hat noch in jüngster Zeit zur Zerstörung der Lebensräume der Creek-Indianer an der James Bay geführt -- ein trauriger Vorgang am Ende einer langen, rostigen Kette. Dass und wie die Ureinwohner dennoch überlebten und wie sie heute versuchen, einerseits ihre Traditionen zu leben und andererseits sich den Erfordernissen des modernen Lebens zu stellen, das alles kann man hier nachlesen: ein Karibou-Test für Anfänger und Fortgeschrittene. --Carl-Ludwig Reichert für Amazon.de. NetmarksÄhnliche Beiträge
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