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KlimaerwärmungAlptraum BorneoEines der weltweit vielfältigsten Ökosysteme ist in Gefahr
Eines der weltweit vielfältigsten Ökosysteme ist in Gefahr
Die Hälfte der Regenwälder auf Borneo wurde in den vergangenen Jahrzehnten bereits gerodet, jetzt droht durch den wachsenden Bedarf an Biokraftstoff weiterer Raubbau an der Natur. Damit ist eines der weltweit vielfältigsten Ökosysteme in Gefahr. Das berichtet National Geographic Deutschland in der November-Ausgabe. Die indonesische Insel hat eine größere biologische Vielfalt als die meisten Landschaften dieser Erde und ist reich an Naturschätzen: Nicht nur seltene Tierarten, wie Borneos Markenzeichen der Orang-Utan, und mehr als 15.000 Pflanzenarten, darunter alleine 2.500 Orchideen, leben hier. Das Land verfügt auch über viele Bodenschätze, wie Erdöl, Erdgas und Kohle. Zudem führte Borneo jahrzehntelang den Export an tropischen Hölzern an. Jetzt setzen in- und ausländische Konzerne auf den profitablen Anbau von Ölpalmen, um daraus Biokraftstoff zu gewinnen. Statt ökologischer Vielfalt droht nun eine flächendeckende Monokultur, die einheimische Tier- und Pflanzenarten weiter zurückdrängen wird. weiter » Ökologische Fragen beschäftigen die Autofahrer und verändern die Nachfrage auf dem deutschen MarktUmweltdebatte und Preisexplosion bei den Treibstoffen verändern Absatz- und Nachfragestruktur
Umweltdebatte und Preisexplosion bei den Treibstoffen verändern Absatz- und Nachfragestruktur
Der Klimawandel und die dauerhaft geführte Umweltdebatte wirken sich immer stärker auf den Absatz und die Nachfragestruktur im deutschen Automobilmarkt aus. Bei vielen Autofahrern dämpft die politische Unsicherheit um die Neubemessung der Kfz-Steuer auf Basis des CO2-Ausstoßes die Kauflaune erheblich. Andere Autokäufer steigen gleich auf spritsparende und CO2-arme Kleinwagen um. Dieser Befund lässt sich aus den Daten und Fakten der Studie ›Autofahren in Deutschland 2008‹ herauslesen, die in diesem Jahr in 10. Auflage von der Motor Presse Stuttgart herausgegeben wird. Sie analysiert auf 324 Seiten umfassend Deutschlands wichtigste Wirtschaftsbranche mit vielen harten Daten und Fakten zum Pkw-Bestand, zum Neu- und Gebrauchtwagenmarkt, zu Trends und Strukturen in Automobilindustrie und Handel und bietet ein umfangreiches Kapitel zur Meinungsbildung und Mediennutzung automobiler Zielgruppen. weiter » Treibhauseffekt der Herstellung von Nahrungsmitteln. In der Grafik ist der Treibhauseffekt der Herstellung von Nahrungsmitteln in Autokilometern dargestellt. Jeweils für Winterweizen, Milch, Schweinefleisch, Rindfleisch von ehemaligen Milchkühen, Käse und Rindfleisch aus Ochsenmast wird dabei zwischen ökologischer und konventioneller Herstellung unterschieden. Abbildung: Foodwatch Treibhauseffekt verschiedener Ernährungsweisen. Die Grafik stellt den Treibhauseffekt verschiedener Ernährungsweisen pro Kopf und Jahr in Autokilometern dar. Jeweils für eine Ernährung ohne Fleisch- und Milchprodukte, ohne Fleisch und für "Alles-Esser" wird dabei zwischen bio und nicht-bio unterschieden. Abbildung: Foodwatch Mit 133 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr stößt die deutsche Landwirtschaft fast ebensoviel Treibhausgase aus wie der Straßenverkehr. Durch Umstellung auf Ökolandbau könnten durchschnittlich 15 bis 20 Prozent der Treibhausgase in der Landwirtschaft eingespart werden. Diese Reduktion allein reicht aber nicht aus, denn langfristig muss der Ausstoß von Klimagasen um mehr als 50 Prozent sinken. Zudem würde eine vollständige Umstellung auf Ökolandbau 70 Prozent mehr Fläche erfordern, etwa 10 Millionen Hektar. Da diese Fläche weder in Deutschland, noch in Europa verfügbar ist, müssen vor allem Produktion und Konsum von Rindfleisch und Milch drastisch zurückgehen. Das ist ein Hauptergebnis einer neuen wissenschaftlichen Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin, die die Verbraucherorganisation Foodwatch am Montag vorstellte. "Es gibt sehr große Einsparmöglichkeiten für Klimagase in der Landwirtschaft. Darum muss die Landwirtschaft Teil der Klimapolitik werden", forderte Thomas Korbun, wissenschaftlicher Geschäftsführer des IÖW. Die Wissenschaftler haben erstmals die Klimawirkungen für Weizen, Milch, Schweine- und Rindfleisch vergleichend in typischen herkömmlichen und ökologischen Betrieben berechnet und nennen konkrete Reduktionspotentiale. weiter » Eine Sortimentsanalyse des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beim Angebot von Kühl-Gefrierkombinationen in fünf Elektromarkt-Ketten, drei Versandhäusern und vier Online-Shops hat ergeben, dass rund die Hälfte aller Geräte (48 Prozent) der technisch veralteten Klasse A angehören. Sie verbrauchen etwa 50 Prozent mehr Energie als die höchste Effizienzklasse A++. Der BUND wertete die Angebote von Saturn, Mediamarkt, Neckermann, Amazon und anderen aus. "Bei Amazon und Neckermann.de gehören sogar etwa 60 Prozent in die schlechtere A-Klasse. Billige Elektrogeräte mit hohem Stromverbrauch täuschen die Verbraucher über die tatsächlichen Kosten. Leidtragende sind vor allem einkommensschwache Familien, die auf Dauer durch höhere Energiekosten draufzahlen. Es ist auch Sozialpolitik, wenn Stromfresser vom Markt verbannt werden", sagte Klaus Brunsmeier, stellvertretender Vorsitzender des BUND. Unter ineffizienten Geräten litte zudem das Klima, weil Stromvergeudung immer auch zusätzliche Treibhausgase bedeute. Der Verband fordert ein Förderprogramm der Bundesregierung für den Kauf sparsamer Elektrogeräte. Für das Programm seien jährlich mindestens 200 Millionen Euro nötig. Finanziert werden könne es durch die Versteigerungserlöse aus dem Emissionshandel. Ähnliche Programme hätten in anderen Ländern bereits Erfolge gezeigt. In Italien beispielsweise seien seit 2007 mittels Steuervergünstigungen fast viermal so viele besonders effiziente Geräte verkauft worden. weiter » Die mangelhafte Entsorgung ausrangierter Kühlgeräte in Deutschland belastet die Atmosphäre nach wie vor weit über das technisch unvermeidbare Maß hinaus. Angeheizt wird der Befund durch die hohe Zahl derzeit verschrotteter Kühl- und Gefriergeräte aus den achtziger und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts, in denen noch die heute verbotenen, extrem klimaschädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) eingesetzt wurden. Von der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) bei den statistischen Ämtern der Bundesländer recherchierte Daten belegen, dass im Jahr 2006 erneut deutlich weniger als die Hälfte der FCKW-haltigen Kühl- und Schäumungsmittel aus Kühlgeräten kontrolliert entnommen und entsorgt wurden. Damit ist gegenüber den Vorjahren 2004/2005, für die die DUH die entsprechenden Daten erstmals erhoben hatte, praktisch kein Fortschritt erkennbar. Als Stand der Technik gelten mindestens 90 Prozent schadlose FCKW-Entsorgung, die in anderen EU-Mitgliedstaaten wie zum Beispiel Österreich oder Luxemburg auch erreicht werden. In Deutschland gilt ein Minimierungsgebot bei den FCKW-Emissionen, das laut Bundesumweltministerium im Ergebnis sogar höhere Entnahmequoten als 90 Prozent zur Folge haben müsste. weiter » Zu einem Stolperstein für den Schutz des Klimas kann die von den Energiekonzernen ins Spiel gebrachte Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CO2) aus Kohlekraftwerken werden. Zu diesem Ergebnis kommt der heute veröffentlichte Greenpeace-Report "Falsche Hoffnung". Die sogenannte CCS-Technologie steht für Kohlekraftwerke noch nicht zur Verfügung, vergeudet laut Report erhebliche Mengen an Energie und Rohstoffen und wird die Strompreise zudem massiv steigen lassen. Greenpeace fordert, alle Investitionen vorrangig in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu lenken. "Die Speicherung von CO2 packt das Problem nicht bei der Wurzel. Statt weniger Klimagas wird mehr produziert, das dann aufwändig gelagert und langfristig überwacht werden muss", sagt Gabriela von Goerne, Energie-Expertin von Greenpeace. "Unter dem Vorwand, diese Technik werde in Zukunft zur Verfügung stehen, bauen Energiekonzerne weiter klimaschädliche Kohlekraftwerke. Doch was soll passieren, wenn die Versprechungen der Industrie als falsche Versprechungen erkannt werden? Daran will offensichtlich niemand denken". Sollen die schlimmsten Auswirkungen der Erderwärmung noch vermieden werden, sollte der globale Klimagasausstoß schnell verringert werden. Er muss spätestens im Jahr 2015 die Spitze erreicht haben und danach um mindestens 50 Prozent bis zur Mitte des Jahrhunderts sinken. Die CCS-Technologie steckt jedoch noch in der Entwicklungsphase und steht somit auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung. Unsicherheiten bezüglich Risiken, Kosten und möglicher Einsatzfähigkeit lassen vermuten, dass CCS nicht vor dem Jahr 2030 in größerem Maßstab kommerziell einsetzbar sein wird. Für die Entwicklung sind bis dahin Milliardenbeträge nötig. Schon werden Stimmen laut, dass die Industrie diese Investitionen gar nicht alleine stemmen kann. weiter » Wie der kanadische Radio- und Fernsehsender CBC am 3. April meldet, wanderte jetzt eine Eisbärin mit ihren zwei Jährlingen von der Arktisküste aus 400 Kilometer nach Süden bis nach Déline, einer kleinen Indianersiedlung am Südwestende des mit 31.400 Quadratkilometern größten kanadischen Binnensees, dem Grossen Bärensee, an dessen Ufern zahlreiche Grizzlybären leben. Wie die RCMP berichtet, waren die drei Eisbären abgemagert und hungrig. Viele der 525 Bewohner hasteten ungläubig auf die Strasse und machten Fotos und Videoaufnahmen, wurden aber zunehmend ängstlich als die Bären ihre angeleinten Schlittenhunde bedrohten, so daß die Polizei zuerst die Mutter und dann die beiden Jungbären erschoß. Wissenschaftler haben schon seit einigen Jahren festgestellt, daß die Eisbären große Schwierigkeiten haben, von den immer schneller abschmelzenden Eisschollen aus ihre typische Jagdbeute, die Robben, zu fangen und einfach nicht mehr wissen, wo und wie sie ihre Nahrung überhaupt noch erjagen sollen. Wie der Wildbiologe Andrew Derocher von der Universität Alberta dem CBC bestätigte, müssen Eisbären mit dem dramatischen Klimawandel in der Arktis fertigwerden und sehen zunehmend Tiere des Festlands als letzte verbliebene Nahrungsquelle an - zumeist vergeblich, denn sie besitzen an Land ja nicht die gleichen Jagdfähigkeiten wie Grizzlybären. weiter » Einen Tag nachdem die EU-Umweltminister in Brüssel über Regeln zur Senkung des Spritverbrauchs von Neuwagen beraten haben, stellte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute ein eigenes Konzept zur Senkung der CO2-Emissionen bei Pkw vor. Danach hätten in Europa neuzugelassene Fahrzeuge bis 2012 im Durchschnitt das Limit von 120 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer einzuhalten. Für jeden nach 2012 produzierten Pkw, der über dem 120-Gramm-Durchschnitt liegt, soll nach dem BUND-Vorschlag der Hersteller eine Strafe von 150 Euro pro Gramm Überschreitung zahlen. Sollten die Hersteller schwerer und luxuriöser Fahrzeuge wie Mercedes, BMW und Audi die Emissionen ihrer Neuwagen nicht mindestens um ein Drittel reduzieren, müssten sie nach dem BUND-Konzept ab 2012 mit hohen Strafen rechnen. Mit den Einnahmen aus den Strafzahlungen solle die EU-Kommission Entwicklung und Kauf besonders sparsamer Autos und den Ausbau umweltfreundlicher Verkehrsmittel bezuschussen. Bis 2020 soll der Durchschnittsgrenzwert dann bei gleich hohen Strafen auf 80 Gramm CO2 pro Kilometer gesenkt werden. weiter » |
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