Anmeldung |
LebensmittelImmer mehr Konsumenten möchten wissen, was in den Lebensmitteln steckt, die sie kaufen, und lesen daher die Nährwertangaben auf der Verpackung. Zwar verstehen noch viele Deutsche die Nährwertangaben nicht vollständig, besonders achten sie jedoch auf Fett, Zucker und Kalorien. Das sind die Ergebnisse einer Befragung zum Thema Lebensmittelkennzeichnung und Nährwerte, die Nielsen im Mai 2008 unter rund 28.000 Internetnutzern in 51 Ländern weltweit durchführte. Generell liegen die Deutschen damit im europäischen Schnitt, beim Zucker besteht überdurchschnittliches Interesse. Nur die Griechen (61%), Österreicher (47%) und die Portugiesen (55%) prüfen die Nährwertangaben stärker auf den Zucker. International hat die Aufmerksamkeit gegenüber Konservierungsstoffen (weltweit überprüfen 42% die Angaben danach) inzwischen die für den Zuckergehalt (40%) überholt. Jeder zweite Deutsche achtet heute bei verpackten Lebensmitteln häufiger auf die Nährwertangaben als noch vor zwei Jahren. Allerdings werden diese häufig nicht völlig verstanden: Nur 43 Prozent der Deutschen verstehen die Nährwertangaben meistens, der Großteil (51%) gibt an, nur teilweise erfassen zu können, was da steht. Immerhin noch 5 Prozent sagen, dass sie Nährwertangaben überhaupt nicht verstehen. weiter » Alströmer Chips Paprika - Kartoffelchips, die Foodwatch im Juni 2008 von einem unabhängigen Labor auf Acrylamid testen ließ.
Die meisten Kartoffelchips enthalten weit mehr Acrylamid, als mit einem guten Herstellungsverfahren erreichbar ist. Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat 13 Chipssorten im Labor untersuchen lassen, darunter drei Bio-Marken. Bei sechs der 13 Produkte ist die Belastung mit der krebsverdächtigen Substanz gegenüber dem Vorjahr sogar gestiegen. Testsieger sind Lidl Rusti Chips Paprika mit 89 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm, den höchsten Wert im Test weisen die Bio-Chips Alströmer Organic Paprika mit 1.000 Mikrogramm auf. Pringles Paprika-Chips des Markführers Procter & Gamble enthalten zwar mit 490 Mikrogramm pro Kilogramm weniger der gesundheitsschädlichen Substanz als 2007, aber immer noch fünf Mal mehr als die Stapelchips des Discounters Lidl. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO soll die Tagesdosis an Acrylamid ein Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht nicht überschreiten. Ein 20 Kilogramm schweres Kind darf danach vom Testverlierer Alströmer Organic Paprika gerade einmal 20 Gramm verzehren, also etwa 13 einzelne Chips, und keine weiteren Acrylamid-haltigen Lebensmittel wie Toast oder Frühstücksflocken zu sich nehmen. weiter »
Kellogg's Special K Choco mit GDA-Kennzeichnung und selbst erstellter Ampelkennzeichnung (Muster). Foodwatch hat für 27 Fitness- und Wellness-Produkte der Initiative "Ausgezeichnet informiert" die aktuelle GDA-Kennzeichnung und eine selbst erstellte Ampelkennzeichnung (Muster) gegenübergestellt. Abbildung: Foodwatch Wellness- und Fitnesslebensmittel entpuppen sich als versteckte Süßigkeiten oder als zu salzig für den täglichen Konsum, wenn ihre Nährwerte nach dem Vorbild der britischen ›Ampel‹ gekennzeichnet werden. Die Verbraucherrechtsorganisation Foodwatch hat 27 Nahrungsmittel farblich markiert, darunter das Joghurtgetränk Actimel von Danone, Frühstücksflocken "Special K" von Kellogg's, Nestlé-Wellnesswasser und Du-darfst-Produkte von Unilever. Die Hälfte der Wellnesslebensmittel erwies sich als überzuckert und erhielt dafür ein rotes Ampelsignal. Sie sollten nur in kleinen Mengen hin und wieder verzehrt werden. Bei 15 der 27 Produkte signalisiert Gelb beim Fettgehalt, dass es lediglich in Ordnung ist, sie "häufiger" zu essen. Zwölf wiesen einen Salzgehalt auf, der ebenfalls nicht für den täglichen Konsum geeignet ist. Dabei werben zahlreiche dieser Lebensmittel gerade damit. So empfiehlt Kellogg's, mehrere "Day Vita"-Produkte im Rahmen eines Zehn-Tage-Programms täglich zu essen - die Ampel weist das Produkt "Day-Vita-Sticks" jedoch als überzuckert und ungünstig im Gehalt an Fett und Salz aus. weiter » DAX-Unternehmen, Mittelstand, öffentlicher Dienst bestimmen die Wirtschaftsschlagzeilen in Deutschland. Dabei wird oft übersehen, welche volkswirtschaftliche Bedeutung Freizeitbeschäftigungen wie die Bienenhaltung haben. Allein deren volkswirtschaftlicher Wert beträgt jährlich rund zwei Mrd. Euro durch die Bestäubungstätigkeit der Honigbiene, die bei 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen die Arterhaltung sichert und das Insekt zum drittwichtigsten landwirtschaftlichen Nutztier nach Rind und Schwein macht. 2007 ließ ein riesiges Bienensterben in den USA bereits erahnen, welchen Schaden der massive Verlust von Honigbienen für die Wirtschaft und die Ökologie eines Landes haben kann und man reagierte auch hierzulande aufmerksam und sensibler auf dieses Thema. Seit April 2008 sind die Imker in Südwestdeutschland von erheblichen Bienenschäden betroffen. Im Unterschied zur USA konnte durch ein gutes Krisenmanagement die Ursache schnell ermittelt werden. Aus den sofort eingeleiteten Untersuchungen kann eindeutig geschlossen werden, dass eine Kontaktvergiftung der Bienen durch Abrieb des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Clothianidin bei Maissaatgut vorlag. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ordnete am 15. Mai 2008 mit sofortiger Wirkung das Ruhen der Zulassung von acht Saatgutbehandlungsmitteln an. Die betreffenden Mittel dürfen weder gehandelt, noch vorhandene Bestände ausgebracht werden. Der Bundesverband der deutschen Bienenzüchter D.I.B. fordert nun nach der Ursachenklärung die möglichst rasche Umsetzung weiterer Schritte. Dazu gehört, den Imkern in den betroffenen Regionen möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen. Außerdem müssen Maßnahmen ergriffen werden, die gewährleisten, dass sich Schäden des eingetretenen Ausmaßes nicht wiederholen können, so D.I.B.-Präsident Anton Reck. weiter » Die Bionade GmbH hatte versucht, bestimmte Werbeaussagen über das Getränk ›Bios‹ der Stralsunder Brauerei (Nordmann Unternehmensgruppe) durch einen Antrag auf Einstweilige Verfügung unterbinden zu lassen. Das Landgericht Hamburg entschied dazu am 9. Mai 2008; die beiden beteiligten Parteien kamen bei der Einschätzung des mündlichen Urteils zu stark abweisenden Ergebnissen:
Nach inzwischen erfolgter Zustellung der schriftlichen Urteilsbegründung des Landgerichts Hamburg wurde das Urteil nun in Auszügen bekannt. weiter » Das Landgericht Hamburg hat am 9. Mai 2008 auf Antrag der Bionade GmbH sowohl gegenüber der Getränke Nordmann GmbH als auch gegenüber weiteren Beteiligten, u.a. gegen Oliver Nordmann persönlich, verbieten lassen, im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs mit irreführenden Aussagen zu werben. Die Getränke Nordmann GmbH wurde darüber hinaus dazu verurteilt, es zu unterlassen Erfrischungsgetränke zu verkaufen, sofern diese die irreführende Auslobung "gut für den Körper" aufgenommen haben. Diese Aussage findet sich z.B. auf Erfrischungsgetränken der Marke "Bios", die über eine Tochtergesellschaft der Getränke Nordmann GmbH, die Landwert Bio Premium GmbH, vertrieben wird. Darüber hinaus hat das Landgericht Hamburg der Getränke Nordmann GmbH verboten, in irreführender Weise mit der vermeintlichen Zuckerfreiheit von "Bios"-Produkten zu werben und hierbei einen unlauteren Werbevergleich gegenüber dem Produkt Bionade und von Cola-Produkten herzustellen. Das Landgericht Hamburg hat seine weit reichenden Entscheidungen u.a. damit begründet, dass dem Verbraucher mit der verbotenen Grafik suggeriert werden würde, das Getränk "Bios" enthalte keinerlei Zucker. Hierzu stellte das Landgericht Hamburg zutreffender Weise fest, dass diese Aussage nicht richtig ist, weil dem Produkt "Bios" Fruchtsäfte zugesetzt werden, um dieses zu süßen. Die Hamburger Richter verurteilten darüber hinaus auch die für die Herstellung und den Vertrieb der "Bios"-Produkte gegründete "Landwert Bio Premium GmbH", irreführende und unklare Aussagen auf den Flaschen zu unterlassen. weiter » Das Landgericht Hamburg hat am 9. Mai 2008 entschieden, dass ›Bios‹ weiterhin ausloben dürfe, ohne Zuckerzusatz hergestellt zu sein. Damit lehnte das Gericht den Antrag der Bionade GmbH ab, die entsprechende Werbung von ›Bios‹ mit einstweiliger Verfügung zu verbieten. Die Bionade GmbH hatte insbesondere Hinweise auf das Herstellungsverfahren ohne Zusatz von Zucker verhindern wollen. ›Bios‹ ist somit weiterhin das erste fermentierte Erfrischungsgetränk, das ohne Zusatz von Zucker hergestellt wird. Darüber hinaus hat das Gericht festgestellt, dass ›Bios‹ auch das erste fermentierte Erfrischungsgetränk sei, das zu 100 Prozent bio ist. Hintergrund der gerichtlichen Auseinandersetzung ist das vor rund 20 Jahren entwickelte Herstellungsverfahren des Marktführers ›Bionade‹, der in allen Sorten Zucker zusetze - und somit gegenüber dem neuen ›Bios‹ einen Wettbewerbsnachteil befürchtete. Bereits im Januar 2008 hatte die Zeitschrift Ökotest ›Bionade‹ nicht mit Bestnoten bewertet, weil in einer ›Bionade‹-Probe ein nach Ökotest-Kriterien zu hoher Zuckergehalt (laut eigener Pressemitteilung von Bionade vom 7. Januar 2008: entsprechend 4,7 Stück Würfelzucker) festgestellt wurde. weiter » Die Mehrheit der Deutschen findet eine farbliche Kennzeichnung von Lebensmittelnährwerten informativ, übersichtlich und verständlich. Sie wünscht sich, dass die Angaben auf 100 Gramm bezogen sind und dass sie auf der Vorderseite der Produkte angegeben werden. Das ergibt eine repräsentative Umfrage von Infratest-Dimap im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), die die Verbraucherrechtsorganisation Foodwatch vollständig veröffentlicht. Den Befragten wurde eine Kennzeichnung vorgelegt, bei der die Gehalte an Zucker, Fett, gesättigten Fettsäuren und Salz farblich bewertet werden. Damit spricht sich die Mehrheit der Befragten für ein Modell aus, das Bundesernährungsminister Horst Seehofer auch weiter gegen das Votum der Deutschen ablehnt. Er hatte gemeinsam mit der Lebensmittelindustrie eine unverständliche Kennzeichnung mit Zahlen und Prozentangaben entwickelt, die sich auf willkürlich festgelegte Portionen und den Tagesbedarf einer erwachsenen Frau bezieht. weiter » |
MonitoringBenachrichtigen bei Änderungen:
Externe VerweiseWerbungRezensionenRessourcen |