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EntwicklunghilfeStatistisches Jahrbuch 2008Deutschland im internationalen Vergleich
Deutschland im internationalen Vergleich
Das heute vom Statistischen Bundesamt (Destatis) vorgestellte Statistische Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 2008 bietet neben wichtigen Fakten über die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in unserem Land viele interessante Ergebnisse über Deutschland im internationalen Vergleich. Beispielsweise erwirtschaftete Deutschland 2006 im Nachweis der Weltbank ein Bruttonationaleinkommen von 3,03 Billionen US-Dollar. Das waren 6,2 Prozent des globalen Bruttonationaleinkommen in Höhe von 48,7 Billionen US-Dollar. Damit war Deutschland hinter den Vereinigten Staaten mit 13,39 Billionen US-Dollar (Weltanteil: 27,5 Prozent) und Japan mit 4,93 Billionen US-Dollar (10,1 Prozent) weiterhin die drittgrößte Volkswirtschaft der Erde. An vierter Stelle lag China mit 2,62 Billionen US-Dollar, das damit in die Phalanx der acht größten Volkswirtschaften vorstoßen konnte. Mit Spanien fand sich ein weiterer Neuling unter den TOP 8 der wirtschaftsstärksten Nationen, dessen Bruttonationaleinkommen 2006 mit 1,21 Billionen US-Dollar das der G8-Nation Kanada (1,20 Billionen US-Dollar) leicht übertraf. weiter » Dr. Hans G. Huber, Unternehmer und DBU-Umweltpreisträger Rede anläßlich der Ausstellungseröffnung "WasserWissen" am 18. Mai 2008
Zu einer gemeinsamen ›Vision Wasser‹ rief heute in Osnabrück der Umweltpreisträger der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Dr. Hans G. Huber, Politiker, Städteplaner und Sanitäringenieure auf. Gerade für die Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländer sei die Verfügbarkeit von Wasser nicht nur eine Frage des physischen Überlebens. Wasser habe auch einen sozialen Aspekt. Trinkwassermangel sei nämlich ein Hauptgrund für Armut und fehlende Bildung. Denn wenn etwa das Wasserholen üblicherweise die zeitaufwändige Aufgabe von Kindern und Frauen sei, bleibe keine Zeit für Erziehung, Bildung und damit für Zukunftsperspektiven. Huber - im Jahr 2006 von der DBU mit ihrem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet für seine Technologie zur Frischwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung, die besonders geeignet für Schwellen- und Entwicklungsländer ist, - betonte in seinem Redebeitrag, um dieses zu ändern, seien große Anstrengungen erforderlich. Neben neuen Technologien der Abwasserbehandlung und der -wiederverwendung müssten alle Beteiligten umdenken. weiter » Die Kinderhilfsorganisation World Vision befürchtet vor dem Hintergrund der aktuellen Nahrungsmittelkrise eine dramatische Zunahme der Kindersterblichkeit. Schon heute ist nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund ein Viertel aller Kinder unter fünf Jahren unterernährt. Etwa drei Millionen Kinder verhungern pro Jahr. Das Millenniumsziel der Vereinten Nationen (UN), die Kindersterblichkeit von 1990 bis 2015 um zwei Drittel zu senken, dürfte damit in weite Ferne rücken. Eine aktuelle Studie, die in Kooperation mit World Vision in Haiti durchgeführt wurde, zeigt außerdem, dass eine gesunde und vitaminreiche Ernährung von Kindern bis zum zweiten Lebensjahr von größter Wichtigkeit ist, um körperliche Langzeitschäden zu vermeiden. weiter »
Die Stiftung Menschen für Menschen hat sich bei der Bekämpfung des Bildungsnotstandes und der Armut in Äthiopien große Ziele gesetzt. Bei einem Pressetermin in Hamburg stellten Karlheinz und Almaz Böhm im Gespräch mit Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das neue Bildungsprogramm ABC - 2015 vor. Die ersten drei Buchstaben des Alphabets stehen dabei symbolisch für die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können, "2015" beschreibt das Jahr, bis zu dem die Ziele erreicht werden sollen. Demnach will Menschen für Menschen in den nächsten acht Jahren die Alphabetisierungsrate in Äthiopien von derzeit unter 50 Prozent drastisch erhöhen sowie die Grundlagen dafür schaffen, hunderttausenden Kindern des Landes eine Schulbildung zu ermöglichen. Dafür fordert Stiftungsgründer Karlheinz Böhm zu Spenden auf, denn nur so kann Äthiopien langfristig und eigenständig den Weg aus der Armut finden. ABC - 2015 wird nicht nur das ostafrikanische Land nachhaltig verändern - mit dem Programm stellt Karlheinz Böhm anlässlich seines 80. Geburtstages zugleich die Weichen für die Zukunft von Menschen für Menschen, indem der Schwerpunktbereich Bildung langfristig ausgebaut wird. Leiterin des neuen Bildungsprogramms wird die Vorsitzende des Stiftungsrates und Ehefrau des Stiftungsgründers Almaz Böhm. weiter » Im Jahr 2000 tagte das Weltbildungsforum in Dakar. Damals verpflichteten sich 164 Länder dem Ziel, bis 2015 "Bildung für alle" zu ermöglichen. Morgen ist Halbzeittreffen, wieder in Dakar. Die Globale Bildungskampagne (GCE) nutzt die Gelegenheit, um 178 Ländern ein Zeugnis für ihre schulischen Leistungen auszustellen. Sie bewertet mit Noten von "A" (sehr gut) bis "F" (ungenügend) die Beiträge aller Regierungen zur Förderung von Grundbildung in den Entwicklungsländern. Erstmals wird dabei neben dem Engagement der Industrieländer auch die Eigenleistung der Entwicklungsländer benotet. Deutschland schneidet dabei schlecht ab, es erhält ein "D". Dies geht aus dem am 11. Dezember 2007 erscheinenden internationalen GCE-Bildungsbericht "No Excuses" hervor. Die Zeugnisse der reichen Länder bewerten, ob die Regierungen einen angemessenen Beitrag zur Förderung von Grundbildung in den armen Ländern bereit stellen. Dem Bericht zufolge sollte Deutschland nach Maßgabe seiner Wirtschaftskraft 532 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Tatsächlich vergab die deutsche Regierung im Jahr 2006 jedoch nur 68 Millionen Euro an bilateraler Entwicklungshilfe für Grundbildung. Das entspricht nur knapp einem Prozent ihrer gesamten bilateralen Entwicklungszusammenarbeit. "Alle sprechen zurzeit von der Pisa-Studie und beobachten genau, wie sich die Lesefähigkeit der Schüler in Deutschland entwickelt. Dabei wird vergessen, wie schlecht die Situation in den armen Ländern ist. Nach wie vor können 72 Millionen Kinder noch nicht einmal die Grundschule besuchen. Es ist ein Trauerspiel, dass Deutschland sich nicht viel stärker für die Bildung in armen Ländern engagiert", so Jörn Kalinski, Sprecher der GCE Deutschland und Oxfam-Kampagnenleiter. Unter den Geberländern belegt Deutschland nur den 14. Platz. Am besten schneiden Norwegen und die Niederlande ab, sie teilen sich den ersten Platz. Österreich ist das Schlusslicht bei den Industrieländern. Die Zeugnisse vieler Entwicklungsländer fallen besser aus. "No Excuses" zeigt, dass es vor allem auf den politischen Willen ankommt. So wurden in 14 Ländern die Schulgebühren abgeschafft. In Kenia, Kamerun, Botswana und Burundi gehen mehr Kinder zur Schule als je zuvor. 17 afrikanische und fünf lateinamerikanische Länder haben ihre Bildungsausgaben auf 20 Prozent ihres Staatshaushalts gesteigert. weiter » Das globalisierungskritische Netzwerk Attac fordert ein sofortiges Ende der Verhandlungen über so genannte Economic Partnership Agreements (EPAs) zwischen der Europäischen Union und den AKP-Staaten (Afrika, Karibik, Pazifik): weiter »
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