Kaufentscheidung und Kaufprozess zur Konica Minolta Dynax 7 Digital

Normalerweise nehme ich mir relativ viel Zeit, bevor ich mir eine neue Kamera zulege:
• ich orientiere mich zunächst an Testberichten in Fotozeitschriften und Reviews im Internet,
• vergleiche dann verschiedene Modelle miteinander und
• höre mich im Bekanntenkreis um.
• Wenn sich die Gelegenheit ergibt, besuche ich Fotomossen und rede mit dem Standpersonal (sinnvolle Auskünfte von Verkäufern im so genannten »Fachhandel« zu erwarten habe ich allerdings schon vor vielen Jahren aufgegeben).
• Nicht unwichtig sind auch die Meinungen in Web-Foren, die Diskussionen auf Mailinglisten und last but not least
• persönliche Hinweise aus dem fotografierenden Bekanntenkreis.

Diese Orientierungsphase dauert üblicherweise einige Monate; im Falle der Konica Minolta Dynax 7 Digital verlief der Kaufprozess anders: Die Phase des Abwägens entfiel, weil ich die D7D bereits einige Stunden ausprobiert hatte, und es war eine Negativentscheidung,
• zum einen mangels verfügbarer oder absehbarer Alternativen im Segment der DSLR-Kameras von Konica Minolta,
• zum anderen aufgrund der Nichtverfügbarkeit der Dimage A2, die Konica Minolta stillschweigend aus dem Sortiment genommen hatte.

Zum Jahresende 2004 war die Dimage A2 aus nicht nachvollziehbaren Gründen aus den Sortimenten der Fotohändler verschwunden und die Restexemplare wurden bizarrerweise zu drastisch steigenden Preisen abverkauft. Das flügellahme Schwestermodell Dimage A200 überzeugte mich nicht, vor allem, weil des Gehäuse dermaßen winzig geworden war, dass ich es nicht mehr vernünftig bedienen, geschweige denn entspannt damit fotografieren konnte.

Normalerweise hätte ich mir eine Kamera wie die D7D kaum zugelegt, der Mangel an Alternativen ließ jedoch nur drei Alternativen zu:
• Keine Kamera kaufen, d.h. auf die Erweiterung der fotografischen Einsatzmöglichkeiten durch eine Bildstabilisierung wie das Anti-Shake-System zu verzichten.
• Einen Systemwechsel durchführen; das hatte ich bereits mehrfach durchdacht und mich immer wieder dagegen entschieden. Hier spielten natürlich die fototechnischen Altlasten (Objektive und Systemzubehör) eine große Rolle, aber auch das Angebot der konkurrierenden Hersteller ist nichtso gestaltet, dass man unbedingt zu Canon oder Nikon wechseln müsste.
• Die D7D kaufen und damit das »kleinere Übel« wählen.

Cash Return

Mitte Februar startete Konica Minolta dann die erste Cashback-Aktion (»Cash Return«) in der noch kurzen gemeinsamen Firmengeschichte und folgte damit dem Beispiel der Konkurrenten Canon und Nikon. Wenig später stand die D7D dann auf meinem Schreibtisch; erstmals seit rund einem Jahrzehnt hatte eine höherwertige Kamera ich nicht bei meinem »Stammhändler« Foto Meyer, sondern bei einem Elektronikmarkt gekauft: Der Fotohändler wollte für das Set aus D7D und 1:3,5-5,6/28-200 mm satte 200 Euro mehr als Saturn, und die waren bereits gut weitere 200 Euro teurer als die seriösen Internet-Versender. So gerne ich es auch wollte, die Mondpreise des lokalen Fotohandels kann ich bei solchen eklatanten Preisdifferenzen leider nicht mehr mittragen – insbesondere nicht bei kurzlebigen Geräten wie Digitalkameras, die man ohnehin nach wenigen Jahren ausmustern wird.

Fazit

Der Kauf der D7D war also in mehrfacher Hinsicht ein Novum für mich:
• Die Phase der Kaufentscheidung und Orientierung entfiel;
• ich erwarb mangels Alternativen eine Kamera, von der ich wußte, dass ich sie unter »normalen« Umständen nie gekauft hätte,
• ich kaufte bei einem Discounter und nicht mehr im lokalen Fachhandel.

Bisher habe ich keine dieser Entscheidungen bereut...

Siehe auch

• Erfahrungsbericht zur Minolta Dimage 7Hi: Kaufentscheidung und Kaufprozess.

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