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Red Planet (USA 2000)
Red Planet ist ein Science-fiction-Film von Antony Hoffman aus dem Jahr 2000 über die erste bemannte Mission zum Mars. Handlung Mitte des 21. Jahrhunderts. Es ist den Menschen nicht gelungen, die Umweltzerstörung aufzuhalten. Wenn sie nicht bald einen alternativen Lebensraum finden, werden sie keine hundert Jahre mehr überleben. Im Jahr 2025 wurde deshalb das Mars Terraforming Project in Angriff genommen: Man setzte Algen auf dem Mars aus, die in der lebensfeindlichen Atmosphäre dort Sauerstoff produzieren, weitere Vegetation fördern und schließlich eine, auch für den Menschen erträgliche, Atmosphäre schaffen sollen. Über zwei Jahrzehnt meldeten die Messinstrumente auf dem Mars eine erfolgversprechende Entwicklung. Doch plötzlich ist das Projekt aus unerklärlichen Gründen zum Erliegen gekommen. Es ist dringend notwendig, dass Wissenschaftler vor Ort die Situation klären. Zu diesem Zweck wird in der Erdumlaufbahn das Raumschiff Mars 1 zusammengebaut. Unter der Leitung von Commander Bowman (CARRIE-ANNE MOSS) und Co-Pilot Ted Santen (BENJAMIN BRATT) unternehmen der wissenschaftliche Leiter Bud Chantilas (TERENCE STAMP), der Genetiker Burchenal (TOM SIZEMORE), Terraforming-Experte Dr. Chip Pettengil (SIMON BAKER) und Ingenieur Robby Gallagher (VAL KILMER) die monatelange Reise zum Roten Planeten. Für die Astronauten ist es nicht leicht, sich während des eintönigen Trips in Geduld zu üben. Unterschiedliche Auffassungen über ihre Missionen führen zum Streit. Chantilas beeindruckt zum Beispiel Gallagher mit seiner philosophischen Weltsicht: »Unser Glaube muss stark sein - denn wenn wir nicht an etwas glauben würden, hätten wir dieses Raumschiff nie bestiegen, um 300 Millionen Kilometer von der Erde fortzufliegen«. Doch bei dem strikt rational argumentierenden Burchenal stößt er dabei auf starken Widerstand. Burchenal schlägt vor, die hoffnungsvoll wartende Menschheit auf der Erde einfach im Stich zu lassen und auf dem Mars ein eigenes Königreich auszurufen - mit sich selbst als König und der attraktiven Bowman als Königin: »Wir brauchen ja schließlich Nachkommen...« Bowman ist nicht beeindruckt. Zumindest nicht von Witzbold Burchenal - dafür umso mehr von dem zurückhaltenden Systemmechaniker Gallagher, den die Gefährten abschätzig "Hausmeister" rufen. Gallagher überrascht Bowman eines Tages zufällig in der Dusche - er reagiert wie ein Gentleman, macht ihr aber unmissverständlich deutlich, dass ihn der Anblick alles andere als kalt lässt. Als Bowman Gallagher und Burchenal dabei erwischt, wie sie im Labor Vodka zusammenbrauen, lässt sie sich nicht lumpen und stößt mit den beiden an. Zu Gallaghers Aufgaben gehören auch die Wartung und das Testen des mobilen Roboters AMEE, der für militärische Zwecke entwickelt wurde, sich mit seinem Stahlskelett geschmeidig wie ein Panther fortbewegt und die Crew beim Vermessen des Mars unterstützen soll. Am Tag 182 der Mars-Mission hat Mars 1 die Umlaufbahn über ihrem Ziel erreicht. Die Crew bereitet sich vor, den Lande-Shuttle abzukoppeln und auf die Oberfläche abzusinken. In diesem Moment gerät die Mars 1 in einen Sonnensturm: Von der Sonne ins All geschleuderte Protonen durchschlagen mit unvorstellbarer Gewalt die Haut des Raumschiffs und lassen der Crew kaum Zeit, sich in sichere Zonen im Innern zurückzuziehen. Commander Bowman überprüft den Schaden zusammen mit dem sprechenden Bordcomputer Lucille: Fast alle Versorgungsfunktionen sind ausgefallen, der Sauerstoff entweicht, das Stromnetz bricht zusammen. Notaggregate können die Katastrophe nur minutenlang aufhalten. Bowman befiehlt das sofortige Abkoppeln des Shuttles. Sie stellt jedoch fest, dass er sich nicht mehr automatisch starten lässt. In Sekundenschnelle entscheidet sie, selbst an Bord zu bleiben und die Startphase manuell einzuleiten. Ihre Gefährten sind dagegen, wagen es aber nicht, die Befehle der Vorgesetzten zu missachten. Der Start gelingt, der Shuttle schwebt am Fallschirm auf die Marsoberfläche. Währenddessen kämpft Bowman um ihr Leben: Um Energie zu sparen, schaltet sie die künstliche Schwerkraft in der Mars 1 aus und rettet sich in ihren Raumanzug. In schwerelosem Zustand gelingt es ihr nicht, die verschiedenen Brände an Bord zu löschen. Verzweifelt öffnet sie die Schleusen nach draußen - dadurch entweicht die Luft aus dem Schiff und damit auch die brennenden Gase ins All. Um den Shuttle beim Aufprall zu schützen, bläst sich eine ganze Traube von Airbags auf. Der Shuttle springt wie ein Gummiball vom Boden ab und stürzt dann in eine tiefe Schlucht, bevor er schließlich ausrollt. Die Astronauten haben überlebt, doch die Schadensüberprüfung klingt wie ein Todesurteil: Der Shuttleantrieb und die Funkgeräte sind defekt - sie können nicht einmal mehr mit Bowman im Mutterschiff kommunizieren. Auch die wissenschaftliche Ausrüstung ist unbrauchbar: Der Auftrag der Crew lässt sich also nicht mehr ausführen. Vor allem aber ist Chantilas schwer verletzt - doch er bleibt gefasst: »Was wollt ihr - ich habe es immerhin auf den Mars geschafft!« Die einzige Möglichkeit besteht jetzt darin, die schon vor 20 Jahren errichtete Basis des Terraforming Project namens Mars Habitat (HAB) zu erreichen, wo die Astronauten den lebensnotwendigen Nachschub für ihre Sauerstoffreserven vermuten. Es gelingt Gallagher, mit den Resten der Ausrüstung den Standort zu bestimmen - nun weiß die Mars Ground Crew, in welcher Richtung HAB liegt. Die Tatsache, dass die Marsoberfläche weiterhin eine rote Wüste ohne Vegetation ist, lässt nichts Gutes ahnen. Tatsächlich finden die Astronauten Spuren einer Katastrophe: HAB ist völlig zerstört - und damit auch die Hoffnung auf Rettung, denn die Sauerstoffreserven in den Raumanzügen sind fast erschöpft. Wie bewahrt man Haltung, wenn man dem sicheren Tod ins Auge blickt? Pettengil begleitet Santen zum Rand eines steilen Abgrunds. Auch angesichts der Katastrophe können die beiden das Streiten nicht lassen. Wütend versetzt Pettengil seinem Gefährten einen Stoß, der stolpert und stürzt über die Felskante in den Tod. Aber auch die anderen drei haben nur noch wenige Minuten zu leben. Als Erstickungsanfälle Gallaghers Körper durchzucken, reißt er in seiner Verzweiflung das Visier seines Helms auf und - atmet! Fassungslos stellen die Männer fest, dass die Marsatmosphäre genug Sauerstoff enthält, um ihnen das Weiterleben zu erlauben. Bowman hat inzwischen einen Lagebericht an die Erdzentrale Houston gegeben. Gleichzeitig erbittet sie Anweisungen zur Reparatur des Schadens. Sie muss aufgrund der riesigen Entfernung jeweils 40 Minuten auf Antwort warten. Aus Houston kommt der Befehl, die Mars Ground Crew als verloren aufzugeben. Bowman soll alles versuchen, die Mars 1 wieder flottzumachen und zur Erde zurückkehren. Auf die Anweisungen hin gelingt es ihr, den Zündungsmechanismus des Antriebs zu reparieren. Auch der Roboter AMEE hat sich aus dem Wrack des Shuttles befreit. Als AMEE bei der Crew auftaucht, erkennt Gallagher sofort, dass der Prozessor beschädigt ist. AMEE fühlt sich von den Astronauten bedroht und reagiert - laut Programmierung - wie ein GuerillaKämpfer, verteidigt sich und greift Burchenal so massiv an, dass der mit einer gebrochenen Rippe nur knapp davonkommt. Gallagher befürchtet das Schlimmste: »Das nächste Mal wird AMEE sich nicht zurückhalten, dann spielt sie 'Aufspüren und vernichten!'«. Im Staub des Mars findet Gallagher den Sojourner Rover, der Ende des 20. Jahrhunderts auf einer unbemannten Marsmission Fotos und wichtige Analysedaten zur Erde funkte. Aus dem Sender des völlig veralteten Rovers bastelt Gallagher ein improvisiertes Funkgerät, um endlich wieder mit Bowman Kontakt aufzunehmen. Die Frequenzen aus den 90er Jahren sind allerdings längst außer Gebrauch - Bowman kann Gallagher nicht empfangen. Stunden später erhält Bowman eine Nachricht: Ein Zivilfunker auf der Erde hat Gallaghers Funkspruch aufgefangen. Über Houston erfährt Bowman, dass die Mars Ground Crew wie durch ein Wunder noch am Leben und auf der richtigen Frequenz auch ansprechbar ist. Der Genetiker Burchenal hat als Rationalist dennoch keine Hoffnung, denn wie soll Bowman die gestrandeten Gefährten vom Mars retten? Gallagher argumentiert dagegen - mit Chantilas als Vorbild, der aus seinem Glauben sehr viel Kraft gewinnen konnte. Bowman hat einen Strohhalm anzubieten, an dem die Ground Crew sich zunächst festhalten kann: In 100 km Entfernung befindet sich die uralte russische Sonde Kosmos, die damals beim Start zum Rückflug versagt hat. Wenn es den Astronauten gelingt, den Startmechanismus kurzzuschließen, dann würden sie auf der Nutz-lastfläche der Sonde wieder in die Umlaufbahn gelangen - allerdings nur zwei von ihnen. Nachts fliehen die drei vor einem gewaltigen Sturm in eine Höhle. Gallagher eröffnet Burchenal und Pettengil, dass er zurückbleiben will, um die Kameraden zu retten: »Wahrscheinlich explodiert das Ding sowieso«. Pettengil hat jedoch das Gefühl, dass die Gefährten ihm die Schuld an Santens Tod geben und letztlich doch ihn auf dem Mars zurück lassen werden. Er flieht in der Nacht und nimmt das Funkgerät mit, um als Erster und Einziger Kosmos zu erreichen. Doch AMEE spürt ihn auf und tötet ihn. Burchenal und Gallagher folgen ihm. Als sie die Leiche finden, entdecken sie großflächige Algenkulturen, die sich aus dem Terraforming Project entwickelt haben. In ihnen und von ihnen leben gewaltige Kolonien von Insekten, aggressive Leuchtkäfer, die die Atmosphäre mit Sauerstoff anreichern. Sie haben Pettengils Leiche bereits fast aufgefressen und greifen jetzt auch Burchenal an. Der hat nur noch Zeit, einige Käfer für eine Untersuchung einzufangen. Um Gallaghers Leben zu schützen, zündet Burchenal eine Brandgranate, die alles Leben in großem Umkreis - Algen, Käfer und auch Burchenal - vernichtet. Gallagher überlebt in seinem Raumanzug. Er ist verzweifelt. Nur mit Mühe gelingt es Bowman, ihm über Funk Mut zuzusprechen. Wenig überzeugt schleppt sich Gallagher zur russischen Sonde. Es gelingt ihm, sein Funkgerät anzuschließen, und Bowman funkt ihm die Programmierung der nötigen Koordinaten zu, um die Sonde in Richtung Mars 1 zu dirigieren. Doch die Batterie der alten Sonde ist verbraucht - ein Start wird damit unmöglich. Gallagher arrangiert sich mit seinem Schicksal und wartet auf den Tod. Er und Bowman nehmen Abschied. Seine Prüfungen sind allerdings noch nicht vorüber. Wieder lauert AMEE ihm auf. Der Roboter könnte seinen schnellen Tod bedeuten. Oder auch einen letzten Hoffnungsschimmer... Siehe auch Filme mit ähnlicher Thematik: Weitere Science-fiction-Filme: Netmarks • http://german.imdb.com/title/tt0199753/ (IMDB) Ähnliche Beiträge
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