Sew'jan I. Weinshtein: Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens (2005)

Tanz-Ensemble 'Alantos' aus Tuwa - junge 'Nachkommen' der Skythen
cover of Sew'jan I. Weinshtein: Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens (2005)Geheimnisvolles Tuwa. Expeditionen in das Herz Asiens (Buch mit DVD)

author: Sew'jan I. Weinshtein
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binding: Gebundene Ausgabe
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Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens ist ein Sachbuch von Sew'jan I. Weinshtein. In einer fesselnden Mischung aus Reisebeschreibung und Ethnographie stellt der prominente russische Forscher und Autor Leben, Denken und Fühlen eines uns nahezu unbekannten Volkes vor.

Die kleine Republik Tuwa im geographischen Zentrum Asiens, bei uns allenfalls assoziiert mit dem ungewöhnlichen Kehlgesang seiner Musiker und den Erzählungen von Galsan Tschinag, führt bis heute ein unverdientes Schattendasein. Mit diesem Buch wird sich das jetzt ändern.

Am 15. Februar 2008 beginnt außerdem im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe die monumentale Ausstellung über die Hochkultur der Skythen, den ersten Reiternomaden und -kriegern der Menschheitsgeschichte, die ihren Ursprung in der heutigen Republik Tuwa hatten.

Die legendären Skythen und die mit ihnen verwandten nomadischen Völker prägten vom 8. bis 2. vorchristlichen Jahrhundert die Geschichte des eurasischen Steppenraums. In der Ausstellung „Königsgräber der Skythen: Im Zeichen des Goldenen Greifen“ in Hamburg, der 3. Etappe in Deutschland, wird weltweit erstmalig (und letztmalig) in derart umfassender Weise die Geschichte und Kultur dieser Reitervölker präsentiert, von ihren Ursprungsgebieten entlang des unteren Jenissej in der heutigen Republik Tuwa (Tuva) im geographischen Zentrum Asiens bis an die Tore Mitteleuropas.

Könige und Fürsten der Skythen wurden mit ihren Frauen in mächtigen Grabhügeln (Kurganen) in einem beeindruckenden Zeremoniell, mit ihren Pferden, mit prunkvollen Schmuckstücken und künstlerisch gefertigten Gegenständen aus Gold beigesetzt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die bedeutendsten Kurgane der einzelnen Regionen mit ihren prachtvollen Ausstattungen sowie die sensationellen Ausgrabungen der letzten Jahre in Tuwa und im angrenzenden Altaigebirge.

Schon der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet über das im Süden Sibiriens zu lokalisierende Land der „goldhütenden Greifen“, das heutige Tuwa. Hier führten in den Jahren 2000-2003 Wissenschaftler des Deutschen Archäologischen Instituts Berlin und der Staatlichen Eremitage St. Petersburg gemeinsam Ausgrabungen durch:

So wurde in Tuwas „Tal der Könige“ ein gewaltiger Grabhügel freigelegt (Arshan II), dessen Inventar mit Tausenden Goldreliquien eine der größten archäologischen Sensationen der jüngsten Vergangenheit darstellt. In seiner Bedeutung kommt er durchaus dem Grab des Tutenchamun nahe. Auf einem Hochplateau des Altaigebirges gab der Dauerfrostboden im Sommer 2006 dann weitere spektakuläre Skythen-Funde in einem „Eis-Kurgan“ frei.

Vor allem die tätowierte Mumie ist es, die ihre Faszination auf den Ausstellungsbesucher ausübt. Weltweites Aufsehen erregen auch die hervorragend erhaltene Kleidung, der prachtvoll verzierte Pferdeschmuck und andere Gegenstände aus Holz, Leder, Gold und Filz, darunter die ältesten Teppiche der Welt. Noch nie zuvor war es möglich, diese Reliquien aus dem Jahrtausend vor Christus so umfassend öffentlich zu zeigen.

Das fesselnde Sachbuch mit DVD “Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens“ des prominenten russischen Historikers und Ethnologen Sewjan I. Weinshtein, der federführend an früheren Ausgrabungen im Tal der Könige und anderswo teilnahm, bietet auf 264 Seiten einzigartiges Hintergrundmaterial zur Urheimat der Skythen sowie breites und neues Wissen über dieses Land in einem uralten Schnittpunkt der Kulturen: Nach den Skythen haben hier auch Hunnen, Uiguren, Kirgisen, Mongolen (mit den Horden ihres Tschinggis-Khan), Chinesen, Russen und andere Völker ihre unauslöschlichen Spuren hinterlassen.

Tuwa, das heute politisch zur Russischen Förderation gehört, wird im Norden und Westen bogenförmig umspannt von den bis zu 4000m hohen Gebirgsketten des Sajan und Altai, in Steppe und Halbwüste übergehend nach Süden zur Mongolei hin. Hier leben heute knapp über 300.000 Menschen in teilweise immer noch nomadischen Strukturen - mit ihren spirituellen Werten und Welten zwischen Schamanismus und Buddhismus.

Hochgebirgstundra, sibirische Taiga, Sümpfe und Ausläufer der Gobi grenzen hier aneinander: Rentiere, Schneehühner, Bären, Wölfe und aus vereisten Flußufern heraustauende Mammutkadaver treffen auf Yaks, Trappen, Kamele - und auf das Urpferd, vom russischen Asienforscher Prschewalski 1879 erstmals beschrieben.

Fast die Hälfte Tuwas ist (noch) von Wald bedeckt, zahlreiche Wildwasser und Flüsse durchziehen das Land. So entspringt hier mit seinen zwei Quellflüssen auch der wasserreichste Fluß Sibiriens, der Jenissej, und mündet nach 4130 km im Nordpolarmeer. Frostige, trockene und windlose Winter wechseln sich ab mit kühlen Sommern in den Bergen und heißen in den Ebenen.

Die Republik Tuwa ist auch ein aufstrebendes und preiswertes neues Reiseland mit einer sich gut entwickelnden Infrastruktur - ein Geheimtip für Kultur-, Natur- und Abenteuerreisende.

Zusammen mit dem 72-minütigen Dokumentarfilm „Genähte Pfeile“ von Leonid Kruglow über fast 50 Jahre Expeditionen unseres Autors - der Titel spielt auf jene Pfeile an, die die Schamanen zum Schutz vor bösen Geistern an ihre Kleidung nähen -, mit Fotos aus dem heutigen Tuwa und mit Beispielen des weltberühmten tuwinischen Kehlkopfgesangs bietet unser Buch mit DVD ein Lese- und Schau-Erlebnis ersten Ranges.

Dieser Film wird auch innerhalb der Skythen-Ausstellung (bis 25. Mai) gezeigt, ebenso wie das Buch zum Blättern ausliegt und im offiziellen Ausstellungskatalog erwähnt wird.

Über den Autor

Sew'jan I. Weinshtein, geboren 1926 in Moskau, ist Ethnologe, Archäologe, Historiker und Erforscher sibirischer und zentralasiatischer Völker, Prof. am Institut für Ethnologie und Anthropologie der Russischen Akademie der Wissenschaften. Der Autor hat bis heute mehr als 300 wissenschaftliche Arbeiten vorgelegt und publiziert, darunter auch zahlreiche Monographien, u.a.

  • "Die Nomaden Südsibiriens" (Moskau und Cambridge) und
  • "Die Welt der Nomaden im Zentrum Asiens" (Moskau und Berlin).

Weinshteins Karriere wurde im Jahre 2000 mit dem Titel "Ehrenwissenschaftler der Russischen Föderation" gekrönt.

Netmarks

  • www.skythen-hamburg.de
  • www.tuvaonline.ru/eng
  • www.tuvatravel.com
  • www.sokoltours.com

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