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BierbrauenBier Kwik Brau SetBierbrauset für Helles Bier, Edelbräu, Bockbier, Teufelsbock, Sommerbier oder Altbier
Bierbrauset für Helles Bier, Edelbräu, Bockbier, Teufelsbock, Sommerbier oder Altbier
Mit dem Bierbrauset für Helles Bier, Edelbräu, Bockbier, Teufelsbock, Sommerbier oder Altbier mit gehopftem Bierwürze-Konzentrat kann man Bier selbst brauen. Herzlich willkommen in der faszinierenden Welt der Hobby-Brauer! Das komplette B(r)auset für Einsteiger enthält: weiter »
Richard Lehrl: Bier brauen (2000)›Handbuch für den Heimbrauer‹
›Handbuch für den Heimbrauer‹
Bier brauen - Handbuch für den Heimbrauer ist ein Handbuch für den Heimbrauer von Richard Lehrl aus dem Jahr 2000. Münchner Helles, österreichisches Märzen oder tschechisches Pilsener in den eigenen vier Wänden brauen? Mit diesem Buch wird auch bei wenig Platz und geringer Ausstattung die Küche zur Kleinbrauerei. Der Autor, selbst Heimbrauer mit langjähriger Erfahrung, zeigt, wie man erstklassiges Bier herstellen kann, das durchaus dem Vergleich mit dem kommerziellen Produkt Stand hält. Er beschreibt Zutaten und Rohstoffe und geht ausführlich auf die einzelnen Arbeitsschritte beim Brauen ein. Einfache Bauanleitungen für Geräte erleichtern das Brauen von ganz individuellem Bier. Probleme, die während und nach dem Brauen auftreten können, werden eingehend erläutert, Tipps und Ratschläge zur Vermeidung und Behebung von Bierfehlern gegeben. Der engagierte Heimbrauer findet hier die wichtigsten Biersorten ebenso wie zahlreiche Rezepte zum Nachbrauen. Und anhand einer praktischen Anleitung kann er sich sogar sein ganz individuelles Bierrezept selbst erstellen. Nicht zuletzt werden die rechtlichen Grundlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einander gegenübergestellt. Ein Fachbuch voll praxisnaher Anregungen. Mir zahlreichen Anleitungen zum Erstellen individueller Rezepte. weiter » Klaus Kling: Bier selbst gebraut (2. Aufl., 2006)›Mit Rezepten für 100 Sorten‹
›Mit Rezepten für 100 Sorten‹
Bier selbst gebraut - Mit Rezepten für 100 Sorten ist ein Ratgeber von Klaus Kling aus dem Jahr 2006. Die Germanen taten es, die Mönche taten es, Wirte, Haus- und Bauersfrauen waren Meister darin und heutzutage findet die gute alte Tradition des Hausbierbrauens wieder neue Anhänger. Dieser fachkundige Ratgeber unterstützt die Haus- und Hobbybrauer, die sich in der Kunst selbst versuchen möchten, schon seit einigen Jahren mit wertvollen Tipps. Denn mit dem richtigen Know-how ist es einfacher als man denkt und das Ergebnis wohlschmeckender und vielfältiger als manches Brauereiprodukt. Die neusten Erfahrungen und Erkenntnisse flossen ein in die anschauliche und verständliche Schilderung des Brauvorgangs, der Grundzutaten sowie der notwendigen Hilfsmittel. Anfänger und alte Hasen können sich durch die über 100 Rezepturen inspirieren lassen, Neues auszuprobieren oder gewohnte Geschmacksrichtungen nach eigenem Gusto verändern. weiter » André Dückers: Bier selber brauen (2007)›einfach - günstig - lecker‹
›einfach - günstig - lecker‹
Bier selber brauen: einfach - günstig - lecker ist ein Ratgeber von André Dückers aus dem Jahr 2007. Egal ob Pils, Alt, Kölsch oder Weizen - Bierbrauen ist nicht schwer und es muss auch nicht teuer sein. Mit wenigen Utensilien, wovon viele in den meisten Haushalten ohnehin vorhanden sind, lässt sich recht einfach ein gutes und leckeres Bier zu Hause herstellen. Dieses Buch richtet sich an die Leser, die ohne großen finanziellen Aufwand erste eigene Brauversuche unternehmen möchten. Neben einer Einführung in Rohstoffe und Material gibt das Buch einen Überblick über den gesamten Brauprozess von Einkauf bis zur Abfüllung. Praktische Tipps und Kniffe sowie ein auf das vorgestellte Verfahren abgestimmter Rezeptteil runden den Ratgeber ab. weiter »
Brauen Sie jetzt Ihr Lieblingsbier ganz einfach selbst! Das Haus- und Hobbybrauen hat auch in Deutschland eine lange Tradition und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Der Brauvorgang ist einfach, schnell und bedarf keiner besonderen Vorkenntnisse. Leisten Sie sich den Luxus ein Bier zu genießen, von dem Sie genau wissen, was in ihm steckt, oder überraschen Sie Freunde mit Ihrer Privatbrauerei. Dieses Set beinhaltet alle Zutaten für Ihre erste Bier-Herstellung:
Nach den ersten Brauerfolgen können einfach Zutaten nachgekauft werden, um weiterführende Rezepte zu brauen. weiter »
Brauen Sie jetzt Ihr Lieblingsbier ganz einfach selbst! Das Haus- und Hobbybrauen hat auch in Deutschland eine lange Tradition und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Der Brauvorgang ist einfach, schnell und bedarf keiner besonderen Vorkenntnisse. Leisten Sie sich den Luxus ein Bier zu genießen, von dem Sie genau wissen, was in ihm steckt, oder überraschen Sie Freunde mit Ihrer Privatbrauerei. Dieses Set beinhaltet alle Zutaten für Ihre erste Bier-Herstellung:
Nach den ersten Brauerfolgen können einfach Zutaten nachgekauft werden, um weiterführende Rezepte zu brauen. weiter » Hubert Hanghofer: Gutes Bier selbst brauen (2. Aufl., 2008)›Praktische Anleitungen und Rezepte für die besten Sorten‹
›Praktische Anleitungen und Rezepte für die besten Sorten‹
Gutes Bier selbst brauen - Praktische Anleitungen und Rezepte für die besten Sorten ist ein Ratgeber von Hubert Hanghofer aus dem Jahr 2008; es handelt sich um eine neu bearbeitete Auflage von Bier brauen nach eigenem Geschmack (1999). Das Standardwerk für Selbstbrauer beschreibt den Brauvorgang Schritt für Schritt mit Techniken und Rohstoffen, Praxistipps und Problemlösungen. Hanghofer stellt daneben Rezepturen zum Nachbrauen und Variieren nach eigenem Geschmack vor; behandelt werden sowohl klassische Biersorten sowie alternative Kreationen wie Hanf- oder Kräuterbier. Erörtert werden auch Geräte, Hilfsmittel, Rohstoffe, spezielle Probleme, rechtliche Aspekte und Bezugsquellen. weiter » Bierbrauen ist ein lebensmitteltechnologischer Prozess zur Herstellung von Bier. Er findet in einer Brauerei statt. Die frühesten Nachweise für Bier gibt es aus dem mesopotamischen Raum. Bei den Römern hieß das Bier „Cervisia“, nach der Göttin der Feldfrüchte, Ceres. Zu jener Zeit legten die Brauer auch oft Kräuter um den Sudkessel, um böse Geister fern zu halten. Die Herstellung brachte wegen mangelnder Erfahrung und schlechter Fertigungstechniken oftmals nur ein ungenießbares Getränk hervor. Der Aberglaube schob die Schuld dann auf die Bier- oder Brauhexen, die nach alten Quellen 1591 ausgerottet wurden. <!--break--> Angesichts des hohen Bierkonsums im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Bier für den städtischen Fiskus und die seit etwa 1500 entstehenden Landessteuerbehörden von großem Interesse. Während dieser Zeit wurden in vielen Gegenden trotz sehr niedriger Bierpreise im Durchschnitt 20 Prozent des Lohnes für den Bierkonsum ausgegeben. Bereits im Spätmittelalter wurden fast überall im Reich Produktions- und Verkaufssteuern auf Bier erhoben. In Deutschland darf Bier bis heute grundsätzlich nur nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut werden, nach dem es nur aus Wasser, Hopfen und Malz bestehen darf. Nach neuen europäischen Richtlinien jedoch darf heutzutage von diesem abgewichen werden. Es darf demnach auch Bier, welches nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut wurde, in Deutschland verkauft werden. GrundverfahrenMalzherstellungKeimung und GrünmalzBeim Mälzen werden in einer Mälzerei Gerstenkörner oder bei Weißbier zusätzlich (mit mindestens 50 % Anteil) Weizenkörner unter Zugabe von Wasser zum Keimen gebracht. Der Keimprozess sorgt dafür, dass die zur Stärkeaufspaltung notwendigen Enzyme (Amylase) im Korn gebildet beziehungsweise angereichert werden. Nach der etwa sechs– bis achtwöchigen Keimruhe, bei der das Keimgut seine volle Keimfähigkeit ausbildet, wird es in Weichgefäßen circa zwei Tage lang eingeweicht. Dabei erhöht sich der Wassergehalt auf etwa 45 Prozent und leere Schalen sowie tote Körner werden aufgeschwemmt. Diese sogenannte Schwimmgerste wird abgeschöpft. Nach der Weiche kommt das Korn in den Keimkasten. Unter genau eingestellter Temperatur und Frischluftzufuhr beginnt jetzt die Keimung, die sich in verschiedene Phasen unterteilt.
Mit dem fünften Tag ist die Keimung abgeschlossen. Das Ergebnis der Keimung wird Grünmalz genannt. DarrenBeim Darren wird der Keimvorgang durch Erhitzen des Grünmalzes auf 85° bis 100° Celsius beendet, das Malz getrocknet. Das Darren gliedert sich in die zwei Teile Schwelken und Abdarren. Beim Schwelken erfolgt weitgehend die Festlegung der späteren Farbe des fertigen Malzes, da in Abhängigkeit vom Wassergehalt des Darrgutes vermehrt Ausgangsprodukte für die beim späteren Abdarren ablaufenden Maillard-Reaktionen gebildet werden. Je höher die Darrgutfeuchte beim Schwelken ist, desto dunkler wird das spätere Darrmalz ausfallen. Im zweiten Teilprozess, dem Abdarren, wird der gewünschte Trocknungsgrad des fertigen Malzes eingestellt. Die Inaktivierung der Malzenzyme verläuft bei geringeren Feuchtegraden schonender. Das Ergebnis dieser Vorgänge ist das Malz. Dessen Eigenschaften beeinflussen den Geschmack des später gebrauten Biers bereits wesentlich: Je nach verarbeiteter Getreidesorte, Dauer und Temperatur der Keimung, Wassergehalt vor dem Abdarren sowie Dauer und Temperatur des Abdarrens entstehen ganz verschiedene Malzsorten. So ergibt zum Beispiel durch sehr hohe Temperaturen beim Abdarren teilweise karamellisiertes oder verkohltes Malz dunkles, sehr aromareiches Bier mit karamelligem oder rauchigem Geschmack. SchrotenDas Malz wird mit einer Schrotmühle zerkleinert (geschrotet), um die spätere Lösung der darin enthaltenen Stoffe im Brauwasser zu erleichtern. Dabei kommt es darauf an, dass die Spelzen (Schalen der Getreidekörner) erhalten bleiben. Sie dienen als Filterschicht während des Läutervorgangs. Der Rest des Malzes sollte in Grieße und Mehle zerkleinert werden. Man unterscheidet zwischen Schrotmühlen mit zwei Walzen, vier Walzen oder sechs Walzen und mit oder ohne Siebung. Weiterhin kann zur Verbesserung des Spelzenvolumens eine Konditionierschnecke mit Abstehbehälter über der Schrotmühle installiert werden. MaischenDas geschrotete Malz wird in einem Maischbottich mit etwa 45 °C heißem Wasser vermischt - man spricht vom Einmaischen (heutzutage maischt man üblicherweise auch bei 61°C ein). Die so entstandene Maische wird unter stetigem Umrühren auf Temperaturen um 45 °C gehalten (Eiweißrast zum Abbau des Eiweißes). Dabei löst sich die Stärke aus dem Malz im Wasser auf. Anschließend wird die Temperatur im Maischbottich auf knapp über 70 °C erhöht. Währenddessen sorgt das Enzym Amylase aus dem Malz dafür, dass aus der Getreidestärke vergärbarer Malzzucker (Maltose) entsteht. Das im Korn vorhandene Eiweiß wird beim Maischen in Aminosäuren zerlegt. Über 78 °C darf nicht erhitzt werden, da dabei die wertvollen Enzyme zerstört werden würden (man spricht vom „Denaturieren“). Bei diesem Produktionsschritt wird der Geschmack des späteren Biers stark beeinflusst. Die Wahl des Brauwassers entscheidet über den Mineralien- und Salzgehalt des Biers. So ist weiches, kalkarmes Brauwasser besser geeignet für herbe Biere wie etwa Pilsener oder Kölsch. Werden beim Erhitzen der Maische von 45 °C auf knapp über 70 °C eine oder mehrere Rasten eingelegt (das sind Zeiträume, in denen die Temperatur nicht weiter erhöht sondern auf einer Stufe zwischen 45 °C und 70 °C eine Zeit lang konstant gehalten wird) löst sich mehr Stärke im Wasser, was zu süßeren, malzigeren Bieren führt. Der Maischprozess ist also ausschlaggebend für die später entstehende Biersorte und dauert zwei bis vier Stunden. Prinzipiell unterscheidet man beim Maischen zwischen Infusionsverfahren (der gesamte Inhalt des Sudkessels wird erhitzt) und Dekoktionsverfahren (es werden aus dem hier Maischebottich genannten Behälter Teilmaischen in eine Maischepfanne gezogen und dort gekocht, es kommt zum thermischen Aufschluss der Stärkemoleküle; anschließend wird die Teilmaische zurückgepumpt und erhöht so die Temperatur im Maischebottich zur nächsten Rast). Letzteres Verfahren gilt als das ursprüngliche, denn als man die Pfannen im Sudhaus noch direkt befeuerte war ein genaues Einstellen der Temperatur nicht möglich. JodprobeAm Ende des Maischens führt der Brauer die sogenannte Jodprobe durch. Jod dient im Allgemeinen als Indikator für Stärke: Färbt sich Jod lila/blau, so ist Stärke vorhanden. Verfärbt es sich nicht, so ist keine Stärke vorhanden. Der Brauer entnimmt der heißen Maische dazu einige Tropfen, um sie mit Jod zu versetzen. Da die Maischeflüssigkeit bräunlich ist, nimmt man dafür idealerweise einen weißen Teller. Verfärbt sich die Jodprobe dunkelblau, so enthält die Maische noch Stärke. Dann muss der Brauer den Enzymen noch ein wenig mehr Zeit geben, die Stärke in Malzzucker umzuwandeln. Erst wenn die Iodprobe gelb bleibt und somit anzeigt, dass in der Maische keine oder kaum noch Stärke enthalten ist, kann zum nächsten Schritt übergegangen werden – dem Läutern. LäuternDas Malz hat nun seinen Zweck erfüllt und kann von der sogenannten Bierwürze, also der Flüssigkeit, die vor dem Zugeben der Hefe im Brauprozess während des Maischvorgangs entsteht, getrennt werden. Dazu wird der heiße Sud in einen sogenannten Läuterbottich umgefüllt. Wenn man danach ein wenig wartet, kann man die selbstfiltrierende Eigenschaft der Maische nutzen. Am Boden des Läuterbottichs bildet sich durch nach unten sinkende Malzreste (in erster Linie die Spelzen der Getreidekörner) eine Art Malzkuchen, welcher als Filterschicht dient. Manche Getreidesorten, die zum Brauen verwendet werden (beispielsweise Weizen) haben keine Spelzen. Daher kann zur Unterstützung des Läuterprozesses Gerste beigemischt werden. Nun lässt man die Flüssigkeit langsam aus dem Läuterbottich laufen und fängt sie in einem geeigneten Behälter auf. Schließlich soll daraus später das Bier entstehen. Dabei fließt der Sud durch den Malzkuchen (Treberkuchen) am Boden des Läuterbottichs, der wie ein Filter wirkt und die darin enthaltenen Schwebstoffe aus dem Sud herausfiltert. Alle Feststoffe aus der Maische scheiden sich als sogenannter Treber ab, der meist als Viehfutter verwendet wird. Die so gewonnene, klare Flüssigkeit ist die Würze. Während des Läuterns versiegt immer wieder der Würzestrom und muss durch Verwendung des Hackwerks des Läuterbottichs wiederhergestellt werden. Ursache dafür ist, dass die ablaufende Würze die Treber auf die Durchlassschlitze des Senkbodens saugt und der Flüssigkeitsdruck über dem Treberkuchen auch für eine kompaktere Sedimentation sorgt. Durch das Aufhacken wird die Durchlässigkeit des Treberkuchens wiederhergestellt. Die Bezeichnung Vorderwürze deklariert den aus dem Läutergefäß gewinnbaren flüssigen Teil der Maische. Nachgüsse mit heißem Wasser erfolgen nach Ablauf der Vorderwürze als chargenweise oder permanente Wasserzugabe in das Läutergefäß und dienen zum Auswaschen des beim Maischen aufgeschlossenen Extraktes (im Wesentlichen der Eiweiß- und Stärkeabbauprodukte) aus dem Treber. Auch hier entscheidet sich der Biergeschmack: Je nach Menge der Nachgüsse verändern sich die Konzentrationen von Stärkeabbauprodukten und Malzzucker in der Würze. Dies ist wichtig für den späteren Alkoholgehalt und die Stammwürze des Biers. Sobald die Extraktion ökonomisch nicht mehr interessant ist wird die nun sehr zuckerarme Flüssigkeit als Glattwasser bezeichnet. Eine Wiederverwendung dieses Glattwassers rechnet sich bei stärkeren Maischen, ist jedoch mit Nachteilen wie erhöhtem Gerbstoffgehalt verbunden. WürzekochenIn der Würzepfanne oder auch „Sudpfanne“ wird die Würze gekocht (bis zum Sieden). Dabei wird Hopfen (ursprünglich in Form von Hopfendolden, mit zunehmender Industrialisierung des Bierbrauens jedoch immer öfter in Form von Hopfenpellets oder Extrakt) zugegeben und mitgekocht. Durch das Kochen entstehen Temperaturen von über 80 °C, wodurch die ursprünglich im Sud enthaltenen Malzenzyme (Amylase) denaturiert werden. Sie gerinnen und setzen sich als sogenannter Heißtrub an der Oberfläche der kochenden Würze ab. Sorte und Menge des Hopfens steuern Geschmack und Haltbarkeit des Biers: Mehr Hopfen ergibt eine längere Lagerfähigkeit aber auch einen herberen und bittereren Geschmack des Biers. Durch das Verdampfen des Wassers beim Kochen wird die Würze auf die für jede Sorte spezifische Stammwürze aufkonzentriert. Am Ende der Würzekochung erfolgt die Bestimmung der Stammwürze mittels einer Bierspindel (Saccharometer). Vor der Erfindung der Sudpfanne erfolgte das Erhitzen durch Einlegen heißer Steine in die Würze (Steinbier). Ziele der Würzekochung sind unter anderem die Isomerisation der im Hopfen vorhandenen alpha-Säuren zu iso-alpha-Säuren, das Absenken des pH-Wertes, Austreiben von Dimethylsulfid (DMS), es kommt zu einer Zufärbung durch Hydroxymethylfurfural-Bildung, Entkeimung der Würze und Einstellen auf den gewünschten Stammwürzegehalt. AusschlagenAnschließend werden die in der Würze vorhandenen nicht gelösten Hopfenbestandteile und ausgefallenes Eiweiß (zusammen heißen sie Heißtrub) aus der Würze entfernt. Dies geschieht im Whirlpool (früher im Kühlschiff), in dem die Würze durch tangentiales Einleiten in Rotation versetzt wird und sich der Trub aufgrund der Zentripetalkraft wie ein Kegel in der Mitte des Gefäßes absetzt. Nun kann seitlich die blanke (klare) Würze abgezogen werden. Diese wird dann auch als Ausschlagwürze bezeichnet. AbkühlenIn einem Wärmeübertrager wird die klare Würze im sogenannten Gegenstromverfahren mit Brauwasser und anschließend mit Eiswasser auf Anstelltemperatur heruntergekühlt, mit steriler Luft zur Sättigung mit Sauerstoff begast und in einen Gärbottich geleitet. Bei belgischen Bierspezialitäten wie Kriek, Lambik und Gueuze ist noch die Verwendung eines sog. Kühlschiffes gebräuchlich. Hefezugabe und GärenDie Zugabe der Hefe erfolgt, wenn die Würze die für die jeweilige Hefesorte notwendige Temperatur (in der Regel zwischen 5° und 20° Celsius) erreicht hat. Dieser Vorgang wird als Anstellen bezeichnet. Die Hefe sorgt für den Gärprozess: In großen Gärtanks, die sich früher in der Regel in entsprechend kühlen und dunklen Gärkellern befanden, wird der Zucker in der Würze innerhalb von fünf bis acht Tagen zu Alkohol (Ethanol) vergoren. Heute erfolgt die Gärung in der Regel in isolierten und gekühlten zylindrisch-konischen Gärtanks, wobei der Lagerort nach wie vor als „Keller“ bezeichnet wird. Etwa 60 bis 70 Prozent des Malzzuckers werden auf diese Weise umgesetzt. Das dabei entstehende Kohlenstoffdioxid wird in der Regel abgesaugt und aufbereitet, um dem Bier am Ende des Brauprozesses (beziehungsweise beim Zapfen) wieder zugesetzt zu werden. Je nach Hefesorte und Würzerezeptur ergibt die Gärung untergäriges oder obergäriges Bier. Früher hat man die Gärung dem Schicksal überlassen. Man spricht dann von Spontangärung. Die belgischen Flaschenbiere werden teilweise noch heute ohne Hefezugabe gebraut. LagerungDas Jungbier wird anschließend in Lagertanks geschlaucht, wie der Brauer sagt. Hier wird nachgegoren: Der noch vorhandene Zucker wird in Alkohol umgesetzt. Die Lagertanks stehen in der Regel unter Druck, so dass das entstehende Kohlenstoffdioxid nicht mehr entweicht, sondern als Kohlensäure im Bier gebunden wird. Das so entstehende Bier hat in der Regel einen pH-Wert von 4,5 (manche Biersorten bis zu 3,5). Die Nachgärung kann – je nach Biersorte – zwei Wochen bis drei Monate dauern. Durch die Lagerung erhält das Bier seine Reife und den endgültigen Geschmack. Außerdem setzen sich bei der Lagerung Trübbestandteile ab, womit die darauffolgende Filtration leichter vonstatten geht. FiltrierenBei der Mehrzahl der Biere wird das Bier nach der Lagerung gefiltert (Kieselgurfilter, Entkeimungsfilter). Dabei wird dann durch letztmalige Ausfilterung von Eiweißgerbstoff-Verbindungen, Hopfenharzen, toten Hefezellen oder bierschädlichen Bakterien die letztendliche Klarheit erreicht, die durch die normale Klärung bei der Lagerung nicht möglich wäre. Dies kann man neuerdings auch durch die sogenannte "Cross-Flow"- Membranfiltration erreichen, die komplett ohne Kieselgur betrieben wird. Bei naturtrüben Bieren entfällt dieser Schritt. Abfüllen und Haltbarkeitthumb|Fertiges Bier Der Geschmack des Biers ändert sich jedoch auch nach dem Abfüllen noch mit der Zeit. Zum einen liegt das daran, dass sich die Reifungsprozesse im Bier auch nach dem Abfüllen noch fortsetzen, aber auch daran, dass Licht- und Wärmeeinwirkung Prozesse der Zersetzung und des Zerfalls in Gang bringt. Wird das Bier nicht rechtzeitig getrunken, verdirbt es daher auch im ungeöffneten Zustand. Als Faustregel gilt, dass obergärige, ungefilterte und schwach gehopfte Biere weniger lang haltbar sind als untergärige, gefilterte und stark gehopfte Biere. Eine kurze Haltbarkeit gilt unter Bierkennern als Qualitätsmerkmal: Je weniger Inhaltsstoffe aus dem Bier herausgefiltert werden, um die Haltbarkeit zu erhöhen, desto mehr geschmacksprägende Aromaträger verbleiben darin. Sonderverfahren FlaschengärungBei einigen Biersorten (zum Beispiel Weißbier) kommt es in der Bierflasche noch mal zu einem letzten Gärprozess. Dieser heißt Flaschengärung. Da die Lagerung beendet wird, bevor aller Zucker vergoren ist bzw. da das endvergorene Bier mit einer sogenannten Speisegabe versehen wird (meist gärende Würze im Hochkräusen-Stadium), verbleibt auch ein Rest Hefe im Bier. Auch von Hobbybrauern wird die Flaschengärung oft angewendet. BerufsbildFür die beiden ursprünglich getrennten Ausbildungsberufe Brauer und Mälzer sieht die Ausbildungsverordnung seit dem Lehrjahr 2007/08 die gleichen Inhalte vor. Auf Anregung des Deutschen Brauer-Bundes und des Deutschen Braumeister- und Malzmeister-Bundes sind folgende Inhalte den Ausbildungsberufen hinzugefügt worden: die Herstellung alkoholfreier Erfrischungsgetränke, die Wartung, Steuerung und Regelung von Brauereianlagen sowie die Bedienung von Schankanlagen (vgl.: Frankfurter Allgemeine Neuer Lehrstoff 08. Oktober 2007). Literatur
Netmarks
Quelle
Der Bierbreuwer (Bierbrauer) Holzschnitt aus:
Im Buch wird das Bild von folgendem Text von Hans Sachs begleitet: Auß Gersten sied ich gutes Bier,
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