2010

Nur eine staatliche Geldspritze von 3,5 Millionen Euro kann den Berliner Friedrichstadtpalast noch vor der Pleite retten. Der Regierende Kultursenator Klaus Wowereit (SPD) hat jetzt beim Parlament Alarm geschlagen, damit im traditionsreichen Revuetheater nicht vor Jahresende der letzte Vorhang fällt. Seit August hat der Friedrichstadtpalast kein Geld mehr in der Kasse. Nur ein Gesellschafterdarlehen könne die "drohende bilanzielle Überschuldung verhindern", steht in einer Vorlage Wowereits an den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses.

Ein Sprecher der Kulturverwaltung bestätigte die schwierige Lage: "Das war so nicht absehbar, und es macht uns betroffen und betrübt". Die existenzielle Misere trifft das landeseigene Theater an der Friedrichstraße in einer Umbruchphase. Seit November 2007 arbeitet der neue Intendant Berndt Schmidt an neuen Programmen, um mehr Zuschauer in das Haus zu locken. Denn seit 2001 stürzte der Auslastungsgrad des Friedrichstadtpalastes von 95 auf 60 Prozent ab.

Eine neue Sommerrevue ging an den Start, eine spektakuläre Show auf dem Eis ("Qi - eine Palast-Phantasie") soll die klassischen Revuen ersetzen, die das Publikum nicht mehr binden konnten. Außerdem wird die größte Theaterbühne der Welt noch einmal vergrößert und Technik, Tonstudios sowie die Restauration im Foyer werden erneuert. In die laufende Sanierung platzt nun die Nachricht vom fehlenden Geld. Zuletzt minderten die Fußball-Europameisterschaft und der BVG-Streik die Besucherzahlen. Und die letzten großen Revuen kamen beim Publikum nicht gut an.  weiter »

Technology Review 9/2008, Titelbild

Mit intelligenten Stromzählern und flexiblen Tarifen sollen künftig Versorger wie Verbraucher ihre Energiebilanz verbessern. Billigstromanbieter wie Yello Strom, die nicht über ein eigenes Netz verfügen, werden aber nach eigenen Angaben von den komplizierten Strommarkt-Regularien benachteiligt, schreibt das Technologiemagazin Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe 9/2008.

Am 6. Juni verabschiedete der Deutsche Bundestag eine Gesetzesvorlage, die auf dem deutschen Energiemarkt eine Informationsrevolution anzetteln soll. Sie verspricht nicht weniger als Stromsparen mit Computer-Hilfe - online und in Echtzeit.

Im Gegensatz zu den klassischen Drehstromzählern erfassen die neuen intelligenten Stromzähler den Verbrauch elektronisch und senden die Verbrauchsdaten in kurzen Abständen an die Versorgungsunternehmen, die diese wiederum ihren Kunden zur Verfügung stellen. Stromkunden erhalten völlig neue Einblicke in ihr Verbrauchsverhalten und können darauf reagieren.  weiter »

Nach den Ergebnissen der neuesten IDC-Studie ›Der IT-Markt in Deutschland nach Branchen, 2007-2012‹ ist davon auszugehen, dass der deutsche IT-Markt im Jahresverlauf 2008 an Schwung einbüßen wird. Mit verantwortlich dafür sind die für den IT-Markt in Deutschland seit Jahresbeginn verschlechterten Rahmenbedingungen.

Nachdem sich die deutsche Wirtschaft in einem anhaltend robusten Aufschwung befunden hatte, mehren sich nun die Anzeichen, dass sich die Konjunktur in den kommenden Monaten eintrüben wird. Jedoch ist laut IDC-Studie mit erhöhten IT-Ausgaben im Gesundheitswesen, bei den Energieversorgern sowie der Öffentlichen Hand zu rechnen.

Die IDC-Studie ›Der IT-Markt in Deutschland nach Branchen, 2007-2012‹ beschäftigt sich aktuell mit den derzeitigen Entwicklungen unterschiedlicher Branchen und enthält Prognosen zu den Segmenten: Software, IT Services und Hardware. Die Darstellung der Branchen wird durch IDC's Branchen IT-Index ergänzt, mit dem die Attraktivität einer Branche sowie die jeweils zu erwartenden Perspektiven innerhalb dieser Branche einfacher zu bewerten sind.  weiter »

Konzeptfahrzeug ›Carai‹ mit Sensorantenne

Hinter einer unübersichtlichen Autobahnkurve ist es plötzlich da - das Stauende. Dieser Albtraum jedes Autofahrers könnte bald der Vergangenheit angehören. Dafür arbeitet auch die Professur Nachrichtentechnik der TU Chemnitz, die sich am Europäischen Forschungsprojekt SAFESPOT beteiligt.

Ziel dieses Projektes ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit durch intelligente Fahrzeuge und Infrastrukturen. Die Autos sollen miteinander kooperieren und kommunizieren. So kann etwa ein im Stau stehendes Fahrzeug andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig vor der gefährlichen Situation warnen und so Unfällen vorbeugen. Auch andere sicherheitskritische Anwendungen wie das automatische Bremsen, der sichere Spurwechsel oder ein automatisches Reißverschlussverfahren werden durch kooperative Systeme ermöglicht.

An dem Projekt, welches noch bis Januar 2010 fortgeführt wird, beteiligen sich über 50 europäische Partner aus den Bereichen Automobilindustrie, Verkehrsdienstleistung und -forschung sowie Infrastrukturbetrieb. Hauptaufgabe der Chemnitzer Forscher ist es, durch die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen über ein Funknetz (WLAN) eine genaue Lokalisierung zu ermöglichen.  weiter »

cover of Falk Stadtatlas Großraum Berlin und Potsdam (2007)Falk Stadtatlas Großraum Berlin, Potsdam,

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Der Falk Stadtatlas Großraum Berlin und Potsdam ist ein Kartenwerk aus dem Falk Verlag, Ostfildern. In der mittlerweile 14. Auflage präsentiert das im März 2007 erschienene Werk die deutsche Metropole in größtmöglicher Genauigkeit; der Stadtatlas hat eine Laufzeit bis 2010.

Falk Stadtatlanten Großraum zeigen pro Seite große Kartenausschnitte im Maßstab 1:20 000 und sind in West-Ost-Richtung anschlussgemäß umzublättern, so dass ohne lässtiges Suchen auf der nächsten Kartenseite der Weg weiterverfolgt werden kann. Die Straßenverzeichnisse sind übersichtlich gegliedert; dadurch sind die Straßennamen schnell auffindbar, Verwechselungen nicht möglich.

Der in Ringbindung zusammengefasste Band hat einen Umfang von 520 Seiten (ISBN 3827904846).  weiter »

Nach zwei erfolgreichen Testläufen zur IFA 2007 und zu Ostern 2008 präsentiert das digitale Kulturprogramm der ARD EinsFestival' seinem Publikum nun zum dritten Mal ein Programm im neuen hoch auflösenden TV-Standard High Definition (HD): Während der Internationalen Funkausstellung (IFA), die vom 29. August bis 3. September 2008 in Berlin stattfindet, strahlt EinsFestival'' parallel zur Standardauflösung (SD) über 50 Produktionen in HD aus - in einem Showcase via Satellit (DVB-S). Über die Einspeisung in die digitalen Kabelnetze entscheiden die jeweiligen regionalen Kabelnetzbetreiber.

Im Mittelpunkt stehen diesmal Naturdokumentationen. Dazu zählen sechs Folgen der faszinierenden BBC-Reihe "Planet Erde", die erstmals im deutschen Fernsehen in HD ausgestrahlt werden. Außerdem im Programm: ein persönliches Filmporträt der Alpen von Reinhold Messner, spannende Reisen zu sagenumwobenen historischen Stätten sowie außergewöhnliche Einblicke in das Leben scheuer Meeresbewohner wie Buckelwale, Sägefische und Kraken - Sendungen, die ebenfalls erstmals im deutschen Fernsehen im modernen HD-Standard gezeigt werden.

Das HD-Programm umfasst an den sechs IFA-Tagen insgesamt über 50 Dokumentationen und Spielfilme mit fast 120 Sendestunden in den Genres Dokumentation, Musik und Spielfilm. Das Sonderprogramm in HD-Qualität wird digital über Satellit ausgestrahlt und durch ein spezielles HD-Logo auf dem Bildschirm gekennzeichnet. Für den Empfang sind ein HD-fähiger Fernseher sowie ein HD-fähiger Satellitenreceiver (Set-Top-Box) erforderlich. Wer solche Geräte nicht besitzt, braucht auf EinsFestival nicht zu verzichten, denn man kann das Programm gleichzeitig auch in der normalen Standardauflösung empfangen.  weiter »

Sie könnten die Informationstechnologie revolutionieren: ›Intelligente‹ Alltagsobjekte, die per Funk mit ihrer Umgebung kommunizieren. Ein EU-Projekt unter Leitung der Universität Bonn will diese Schlüsseltechnologie weiter vorantreiben. Unter den Partnern aus ganz Europa sind auch führende Industrieunternehmen wie SAP, Boeing und Schneider Electric.

Vielleicht sieht Ihr künftiger Supermarkt-Besuch ja so aus: Sie packen Joghurt, Milch, Müsli, Obst und Wurst in Ihre Einkaufstasche und gehen damit einfach nach Hause. Kein Anstehen an der Kasse, kein hektisches Wühlen nach der Geldbörse, kein Umpacken vom Einkaufswagen in die mitgebrachten Beutel. Wie viel Ihr Einkauf gekostet hat, sehen Sie am Ausgang auf dem Display des Einkauswagens - und natürlich bei der nächsten Kreditkarten-Abrechnung. Fertig.

Die Technologie für dieses Szenario gibt es im Prinzip schon: RFID heißt sie, abgekürzt für Radio-Frequenz-Identifikation. Dank RFID kann die fettarme Bio-Milch der Computerkasse am Ausgang mitteilen: Ich bin ein Liter fettarme Bio-Milch. Das Preisschild sendet dazu einen Identifikationscode aus, den die Kasse entschlüsseln kann. In den Alpen reduzieren "funkende" Skipässe bereits Wartezeiten am Lift. In Korea kommt die Technik auch schon bei Fahrten mit dem Bus zum Einsatz: Die Fahrkarte sendet Daten an einen Empfänger; der Fahrpreis wird vom Konto des Kunden abgebucht.  weiter »

Die Globalisierung gewinnt mit veränderten Vorzeichen weiter an Fahrt. Heute sind bereits 42 Prozent der Fertigung und 38 Prozent der Endmontage globalisiert. Bis 2010 planen weltweit vier von fünf Unternehmen weiter outzusourcen. Dann werden mehr als die Hälfte der Fertigung (51%) und 47% der Endmontage nicht mehr im Heimatland des Unternehmens stattfinden.

Im selben Zeitraum nimmt die Forschungs- und Entwicklungs-Verlagerung überdurchschnittlich von heute rund 20% auf 39% zu. Das sind die Ergebnisse der 6. weltweiten Globalisierungsstudie "Global Supply Chain Trends 2008 - 2010", für die die internationale Unternehmensberatung PRTM Management Consultants jetzt weltweit mehr als 300 Unternehmen der Branchen Automobil, Maschinenbau, IT/Telekom, Konsumgüter und Life Science befragt hat, darunter 65 aus Deutschland.

Die wichtigsten Zielregionen bleiben China und Indien. 34% bzw. 13% der Studienteilnehmer nennen diese beiden Länder als wichtigste Outsourcing-Destination. Osteuropa wird von 12% der Unternehmen als bevorzugte Region genannt. Weil sie Zugang zu den entwickelten Märkten und gute Rahmenbedingungen bieten, können auch Nordamerika und Westeuropa weiterhin Investitionen anziehen.  weiter »

Die geplante Erhöhung der Diäten für die Bundestagsabgeordneten um 16 Prozent bis zum Jahr 2010 stößt in der Bevölkerung auf großes Unverständnis. In einer Umfrage für das Hamburger Magazin Stern sagten 84 Prozent der Deutschen, die Steigerung der Parlamentarier-Bezüge sei "unangemessen und zu hoch".

Diese Einschätzung teilen Bürger aller Altersgruppen - quer über die Parteigrenzen hinweg. Lediglich 13 Prozent halten die Erhöhung der Bezüge für angemessen. Keine Meinung hatten 3 Prozent der Befragten.

Seit dem so genannten ›Diäten-Urteil‹ des Bundesverfassungsgerichts von 1975 (BVerfGE 40, 296) bestimmen die Bundestags- und Landtagsabgeordneten die Höhe ihrer Bezüge selbst; seit 1977 ist die Diät steuerpflichtig, bleibt aber von Rentenbeiträgen befreit.

Die Mitglieder des Bundestages erhielten ab 2003 eine monatliche Abgeordnetenentschädigung ("Diät") in Höhe von 7.009 Euro. Diese ist zum 1. Januar 2008 auf 7.339 Euro angehoben worden und wird zum 1. Januar 2009 weiter auf 7.668 Euro erhöht. Dies entspricht einer Erhöhung um 9,4 Prozent für diese 6 Jahre oder ca. 1,5 Pro pro Jahr (1).  weiter »

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