Bundesagentur für Arbeit

Derzeit arbeiten in Deutschland rund 800.000 Zeitarbeiter. Zeitarbeit hatte lange eher ein negatives Image, es herrschte das Vorurteil, und nicht immer zu Unrecht, dass Zeitarbeiter zu Dumpinglöhnen eingekauft und an andere Unternehmen vermittelt werden.

"Zeitarbeit? Da werde ich doch nur ausgebeutet", "Arbeit zweiter Klasse" - Solche weit verbreiteten Ansichten spiegelten lange Jahre das Bild der Zeitarbeit in der Öffentlichkeit wieder. Dieses negative Bild hat sich gewandelt. Inzwischen ist dieses Image aber längst überholt. Es gibt geregelte Tarifverträge und feste Gesetzgebungen und es werden auch längst nicht mehr nur Arbeitskräfte im Niedriglohnsegment vermittelt, Zeitarbeit bedient mittlerweile alle Branchen.

Die Branche Zeitarbeit boomt in Deutschland und hat viele Arbeitsstellen geschaffen. Um mehr als hunderttausend ist die Beschäftigtenzahl bei den Personal-Dienstleistern allein im letzten Jahr gestiegen – Tendenz steigend. Der Jobmotor Zeitarbeit hat auch dazu beigetragen, dass die Arbeitslosenzahlen in den letzten Jahren drastisch gesunken sind.  weiter »

Mehrere Dutzend junge Arbeitslose sind von Jobcentern auf Arbeitsplätze auf Flusskreuzfahrtschiffen vermittelt worden, bei denen Stundenlöhne von weniger als drei Euro gezahlt wurden. Gegenüber dem ZDF-Magazin ›Frontal 21‹ hat die Bundesagentur für Arbeit bestätigt, dass solche sittenwidrigen Arbeitsverträge mit Hilfe von mindestens sechs verschiedenen Jobcentern in Nordrhein-Westfalen abgeschlossen wurden.

In einem Fall soll der junge Arbeitslose genötigt worden sein, einen rumänischen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, der eine 70-Stunden-Woche zu einem Lohn von 850 Euro netto im Monat vorsah. Der Betroffene hat inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal Anzeige erstattet gegen Mitarbeiter der Arbeitsagentur Remscheid.

Die Bundesagentur für Arbeit hat gegenüber ›Frontal 21‹ Fehler eingeräumt im Zusammenhang mit dem Hilfsprojekt für Arbeitslose auf Kreuzfahrtschiffen. Das mit mehreren hunderttausend Euro geförderte Arbeitslosenprojekt ›Crewing - für Kreuzfahrtschiffe‹ ist vorläufig gestoppt worden.  weiter »

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