Software

Die Subsite Kefk Network Software des Kefk Network beschäftigt sich mit unserer Einschätzung nach wichtigen Softwareprodukten, die i.d.R. plattformübergreifend verfügbar sind oder andernfalls so wichtig, dass wir sie als Essentials bzw. Killer-Applikationen betrachten.

Anwendungen

Internet- und Web-Browser:

Mozilla (plattformübergreifend), Opera (plattformübergreifend), Netscape (plattformübergreifend).

Web-, SGML- und XML-Authoring, Site Management:

FrontPage, COAST Webmaster - Beide Applikationen sind Ausnahmen, da es für sie unter alternativen Betriebssystemen keine Alternativen gibt: FrontPage ist in den aktuellen Versionen ausschliesslich für die Win32-Plattform erhältlich (von ältere Versionen existiert eine Mac-Version), dasselbe gilt für XMetaL.

Visualisierung und Brainstorming:

Mindjet MindManager.

Schriftsatz und DTP:

Adobe FrameMaker - Frame ist das stabilste und zuverlässigste Schriftsatzprogramm, das man sich vorstellen kann. Es existitert eine UNIX-Version sowie eine Linux-Betaversion, letztere wurde jedoch angeblich mangels kaufbereiten Marktes eingestellt.

Relationale Datenbanken (RDBMS):

Borland Paradox (später Corel).

Textbearbeitung und -verarbeitung:

WordPerfect (WordPerfect Corp., später Novell und Corel)

Technologien

Active Server Pages (ASP):

Eine leider proprietäre Microsoft-Technologie für die Entwicklung von Web-Anwendungen; ASP-Sites kann man auch unter *NIX zum Laufen bekommen mit Thord-Party-Tools (Chilysoft).

2eNetWorX, Andromeda, BlogWorks, ASP-CMS, Code Project, Open Forum, Photo Gallery, Snitz Forums.

Siehe auch

Betriebssysteme (spezifische Tools für Linux und Windows),
Networking (spezifische Tools für Networker),
Security (spezifische Security-Tools)
Free Software und Open Source.

Weitere Sektionen im Kefk Network zu Software:
Open Source.
Free Software, Open Source und Open Content. Portierungen auf die W32-Plattform.
Windows: Tools.
Tools, Utilities und Applikationen für die MS-Windows-Plattform.
Linux: Tools.
Tools, Utilities und Applikationen für das freie Betriebssystem Linux.
Fotografie: Digital Imaging, Software und Utilities.
Software zur Bildbearbeitung, -verarbeitung, -speicherung, - archivierung usw.
P2P: Tools.
Anwendungen aus dem Bereich der P2P-Software.
Software für PDAs.
Überwiegend Anwendungen für EPOC-Rechner.
Networking: Tools.
Tools für die System- und Netzwerkadministration.
Webworking - Tools.
Tools für Webworker: Authoring, Site Managemente, Content Management u.a.
Security: Tools.
Tools aus dem Umfeld von Security und Privacy.

Netmarks

Download-Tipp

Software-Download des Tages:

Syndizierter Content von Vollversion.de.

Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte zu Anwendungsprogrammen.

Magisterarbeit mit Freier Software

Dieser Erfahrungsbericht zur Erstellung einer Magisterarbeit mit Freier Software fasst einige Erkenntnisse zusammen, die während der fünfmonatigen Bearbeitungszeit auffielen.

Warum schreibt man eine Magisterarbeit mit Open Source Software? OOo ist weder stabiler noch fehlerfreier als die komerziellen Mitbewerber; es handelt sich also um ein rein ideologische Entscheidung - entsprechendes gilt auch für andere Produkte wie Mindmap-Generatoren, Bildbearbeitungen usw.

Die entscheidenden Fragen für Andere, die vor der Entscheidung für oder gegen quelloffene Software wie OpenOffice.org Writer stehen, dürften wohl lauten: Würde ich eine ähnliche Arbeit wieder mit FLOSS-Software angehen? Kann ich die Verwendung empfehlen?

Die Antworten hierauf müssen differenziert ausfallen. Grundsätzlich kann ich beide Fragen bejahen: Ja, ich würde für eine zweite Magisterarbeit wieder auf Freie Software zurückzugreifen versuchen und ja, ich kann FLOSS-Software empfehlen.

Für beides gelten jedoch einige Einschränkungen. Zum einen ist auch freie und quelloffene Software nicht frei von Fehlern; nach meinen Erfahrungen muß man sogar mit mehr Problemen rechnen als bei Verwendung eines verbreiteten Produkts à la Microsoft Word. In meinem Fall wurden die beiden während der Magisterarbeit aufgetretenen Bugs jedoch relativ rasch und letztlich auch erfolgreich beseitigt. Der gesamte Zeitverlust lag bei etwa drei Wochen. Einen solchen Zeipuffer sollte man für FLOSS-Software immer einkalkulieren.

Bearbeiten eines Stichwortverzeichnisses

Zu den kleineren Ärgernissen von OpenOffice.org zählt die Stichwortverzeichnisfunktion. Wie auch in anderen Textverarbeitungsprogrammen üblich kann man Stichworteinträge manuell im Text markieren oder über eine Konkordanzdatei eintragen lassen. Die Konkordanz wird in eine Textdatei geschrieben, deren "Felder" durch Semikola getrennt sind.

Ich mag die Variante von Microsoft Word eigentlich lieber - dort erstellt man ein neues Word-Dokument und trägt die Begriffe in eine übersichtliche Tabelle ein -, aber man kann natürlich auch mit einer Textdatei leben. Leider ist die Stichwortfunktion von OOo nicht besonders leistungsfähig; ich habe zumindest nie herausbekommen, wie man beispielsweise von einem Verzeichniseintrag auf einen anderen verweist; solche assiziative Verweise braucht man, um beispielsweise Doubletten in Form von Abkürzungen und ihren ausgeschriebenen Fassungen sinnvoll aufzulösen (z.B. "BMI", siehe "Bundesministerium des Innern").

Richtig dämlich stellt sich OOo allerdings an, wenn sich Einträge für das Stichwortverzeichnis bereits im Dokument befinden: Bei jedem Aufruf der Funktion "Verzeichnisse aktualisieren" schreibt das Programm die Einträge noch einmal in das Dokument. Und zwar jedesmal. Immer wieder. Das merkt man an rapide zunehmenden Dateigrößen und drastisch verlängerten Speicherzeiten, die bald im Minutenbereich liegen.

Der eigentliche "Hammer" dabei ist jedoch, dass OOo anscheinen nicht in der Lage ist, zwei "übereinanderliegende" Verzeichniseinträge korrekt zu identifizieren; das Kontextmenü bietet dann die Funktionen, den Verzeichniseintrag zu bearbeiten, gar nicht mehr an; er kann daher auch nicht mehr gelöscht werden.

Ebenfalls fehlt, und das ist mehr als lästig, eine Funktion, Dokumente um Verzeichniseinträge zu bereinigen; mit einer mechanischen Hilfskonstruktion oder vielleicht auch einem selbstgeschriebenen Makro können die Verzeichniseinträge zwar komplett liquidiert werden, manuelle Einträge gehen dabei allerdings auch verloren. Man hat so keinerlei Chance, mit einem Stichwortverzeichnis sinnvoll zu arbeiten: Man hat genau eine Chance, und dann muß auch sofort alles stimmen.

Niemand kann einen halbswegs komplexes Stichwortverzeichnis in einem Durchlauf fehlerfrei erstellen; was kann man also gegen mit Doppeleinträgen zugemüllte Dokumente tun?

  • Temporäre Arbeitsfassungen anlegen und das Dokument nach einem (Test-) Indexierungslauf nicht speichern;
  • Ein Makro zum Säubern des Dokuments schreiben;
  • nach der "germanischen Methode" zur Selbsthilfe greifen.

Die "germanische Methode" erledigt das Säubern in Handarbeit; man kann dazu entweder eine Stunde lang Tastenkombinationen betätigen, oder eine mechanische Hilfskonstruktion bauen:

http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Stichwortverzeichnis_PICT2547_ed.preview.JPG

Man muss einfach nur zusehen, dass die entsprechenden Tastenkombinationen gedrückt bleiben, bis alle unerwünschten Stichwortverzeichniseinträge aus dem Dokument herausgelöscht sind.

Allerdings: Eine Textverarbeitung sollte den Benutzer wohl nicht zu solchen "Hilfskonstruktionen" zwingen - hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf!

Bugs und Annoyances in OpenOffice.org Writer

Der Text meiner Magisterarbeit verfasste ich von Anfang an mit der quelloffenen Software OpenOffice.org (OOo), die neben den typischen ›Annoyances‹, wie sie jedes Anwendungsprogramm aufweist, zwischen Oktober und November 2007 zu gepflegtem Nervenkitzel führte, als sich ein Fehler der XML-Codierung beim Speichern (Issue 82902) in Form von nicht mehr bearbeitbaren ODT-Dateien auswirkte.

Als die störende Wanze (engl. bug) schließlich einige Wochen später von den Entwicklern gepatcht war, wurde auch bekannt, wann der Flicken vom Code in benutzbare Software übergehen würde: »Targeted release: 2.4« hieß es im Issue Tracker. OOo 2.4 soll laut Roadmap im März 2008, also voraussichtlich einige Wochen nach Abgabetermin dieser Arbeit, erscheinen.

Ein Teil des Dokuments entstand daher mit Ooo-dev 2.3.0 m235 Snapshot, einer internen Entwicklerversion, die ausdrücklich als »nicht für die tägliche produktive Arbeit geeignet« ausgewiesen ist. Erfreulicherweise stellte sich diese ›Schnappschuss‹ zeitweilig als stabiler und zuverlässiger als die als »stabil« deklarierten Programmversionen heraus – zumindest bis im Dezember zahlreichen Tabellen begannen, sich aufzulösen: 680m235 hatte eine weitere Wanze im Tabelleneditor (Issue 84731 = Issue 82695), die ab 680m237 ausgetrieben war.

Die Arbeit wurde daher mit einer weiteren Entwicklerversion, 680m241, fortgesetzt.

Auch in der fortan verwendeten Vorabversion für OOo 2.4 wurden leider eine Reihe der besagten ›Annoyances‹ nicht entwanzt, vorrangig Inkonsistenzen mit Rahmenvorlagen und die Handhabung von Kopfzeilen mit lebenden Kolumnentiteln.

In die OpenOffice.org-Hölle kommt man mit folgenden Zutaten:

  1. feste Seitenumbrüche, z.B. neues Kapitel auf rechter Seite, in zweiseitgem Layout (bedruckte Vorder- und Rückseite)
  2. Textrahmen/Abbildungen, z.B. in Marginalspalte (außen an der Papierkante)
  3. Indices, z.B. Stichwortverzeichnis über Konkordanzdatei.

Möchte man alle diese Elemente in einem Dokument benutzen, muß man Kompromisse eingehen:

  • entweder die Platzierung der Textrahmen und Abbildungen stimmt,
  • oder die Seitenumbrüche befinden sich dort, wo man sie haben möchte,
  • oder die Seitenzahlen im Stichwortverzeichnis stimmen.

Eine Kombination aus allen drei Elementen ist faktisch unmöglich. Zum einen Verschiebt OOo die Platzierung der Textrahmen und Abbildungen bei jedem Öffnen des Dokuments (und gelegentlich auch beim Neuaufbau des Seitenumbruchs bei der Dokumentvorschau), zum anderen können Stichwortverzeichnisse (anders als bspw. das Inhaltsverzeichnis) nicht sinnvoll aktualisier werden. Letzeres hängt mit der Konkordanzdatei zusammen, aus der bei jeder Aktualisierung neue Verzeichnismarkierungen in das Dokument gschrieben werden (die Datei wächst dadurch bei jeder Aktualisierung um rund 150 kB bei ein paar hundert Konkordanzeinträgen und braucht bals mehrere Minuten zum Speichern).

Instabile Text- und Grafikrahmen

Zu den großen Rätseln von OpenOffice.org Writer zählen für mich die Text- und Grafikrahmen. Angeblich soll die Grafikeinbindung in OOo Writer stabiler als in Microsoft Word sein, was ich jedoch nicht uneingeschränkt bestätigen kann. Vielmehr waberten bei mir einige Text- und Grafikrahmen geradezu durch das Dokument. Andere taten das dagegen nicht.

Hier scheinen zwei Phänomene ineinanderzugreifen: Zum einen ein altbekannter Bug mit Rahmenvorlagen in OOo, die nicht konsistent arbeiten; zum anderen obskure Abhängigkeiten oder Beziehungen einzelner Rahmen zueinandner. Während ich meist mit Text- und Grafikrahmen zuverlässig arbeiten konnte, gab es eine Handvoll davon, die mich gewaltig piesackten: Änderte ich die Platzierung oder Größe eines Rahmens, änderten sich zwei andere mit. Korrigierte ich das manuell, wurden teilweise alle Änderungen rückgängig gemacht, teilweise nur einige. An einer bestimmten Stelle des Dokuments änderte sich die Seitenformatierung bei jedem Öffnen des Dokuments und m.E. sogar noch während das Dokument geöffnet war.

Beispiel:

OOo Writer Grafikrahmen 150-151:

http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Writer_Grafikrahmen_150-151_a.preview.jpg http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Writer_Grafikrahmen_150-151_b.preview.jpg

OOo Writer Grafikrahmen 152-153:

http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Writer_Grafikrahmen_152-153_a.preview.jpg http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Writer_Grafikrahmen_152-153_b.preview.jpg

OOo Writer Grafikrahmen 154-155:

http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Writer_Grafikrahmen_154-155_a.preview.jpg http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Writer_Grafikrahmen_154-155_b.preview.jpg

Instabilität der Undo-Funktion

Was bei Word ein unbedachter Doppelklick auf die Kopfzeile bewirken kann, findet seine Entsprechung in OOo Writer in der Betätigung der Tastenkombination <tt>Ctrl+Z</tt>: Das Rückgängigmachen einer Bedienoperation führt häufig zu einem Programmabsturz.

Während der Tüftelei an meiner Magisterarbeit führte ich aus wohl nachvollziehbaren Gründen keine systematischen Tests durch, ob sich diese Crashs reproduzieren lassen, ich war ja froh, wenn mich das Programm nicht allzu sehr ärgerte. Im Nachhinein holte ich das jedoch nach: Es scheint zumindest einen Zusammenhang zu geben zwischen den Eigenschaften von Text- und Grafikrahmen und den Programmabstürzen durch die "Undo"-Funktion. Hier allerdings sind noch weitere Tests erforderlich.

Lebende Kolumnentitel

Ein weiteres Ärgernis von OpenOffice.org bilden lebende Kolumnentitel, also Kopfzeilen, in denen veränderliche Elemente wie Kapitelüberschriften oder Seitenzahlen gezeigt werden sollen. In OOo Writer können sie über die Feldbefehle "Kapitelname" und "Kapitelnummer" in eine Kopf- oder Fußzeile eingetragen werden.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Programmfehlern der OpenOffice.org-Suite ist dies jedoch kein "Nachteil" von OOo gegenüber Microsoft Word: Das kommerzielle Produkt verhält sich seit Jahren ähnlich. Umsteiger gewinnen zwar nichts, verlieren jedoch auch keine Funktion, die zuverlässig funktioniert hätte.

Das Problem bei lebenden Kolumnentiteln in OOo hat zwei gleichermaßen häßliche Gesichter.

Variante 1: Auf der ersten Seite eines neuen Kapitels werden die Überschriften des vorherigen, nicht die des auf ebendieser Seite beginnenden Kapitels in den Kolumnentitel eingetragen.

Beispiel:

  • Kapitel 1: Vorbemerkung
  • Kapitel 2: Einleitung

Bei diesem Beispiel beginnen jeweils die Hauptkapitel (erste Gliederungsebene) auf einer neuen Seite. Der Kolumnentitel von Kapitel 2 sollte lauten: "Kapitel 2: Einleitung". OpenOffice.org trägt dagegen ein: "Kapitel 1: Vorbemerkung".

Variante 2: Soll der Kolumnentitel sowohl erste als auch zweite Gliederungsebene enthalten, wird das Ergebnis noch wilder.

Beispiel 1:

  • Kapitel 1: Vorbemerkung
  • Kapitel 2: Einleitung
  • Kapitel 2.1: Methodik

Der Kolumnentitel der ersten Seite von Kapitel 2 sollte lauten:

Kapitel 2: Einleitung - 2.1: Methodik

OpenOffice.org trägt dagegen ein:

Kapitel 2: Einleitung - Kapitel 2: Einleitung

Beispiel 2:

In einem "echten" OOo-Dokument sieht das dann folgendermaßen aus:

http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Kolumnentitel_2.preview.jpg

  • Kapitel 6: Anhang
  • Kapitel 6.3: Arbeitsmaterial Gesner
  • Kapitel 6.4: Arbeitsmaterial Zedler

Auf der Seite, auf der "Kapitel 6.4: Arbeitsmaterial Zedler" beginnt, schreibt OOo in die Kopfzeile:

6. Anhang | 6.3: Arbeitsmaterial Gesner

Das ist die "Überschrift 2" des vorigen Kapitels. Stehen sollte da jedoch:

6. Anhang | 6.4: Arbeitsmaterial Zedler

In beiden Fällen stimmt der Kolumnentitel dann wieder ab der zweiten Seite des jeweiligen Kapitels.

Dieser Fehler ist bekannt und von den Entwicklern seit Jahren bestätigt; eine Korrektur ist bisher nicht in Aussicht.

Workarouds

Frickelei

Im OOo Wiki gibt es einen wilden Workaround, der einen Textrahmen über einen Teil des Kolumnentitels legt.

Dieser Workaround ist aus verschiedenen Gründen nur in Ausnahmefällen praktikabel; u.a. ist nur in speziellen Fällen exakt kalkulierbar, wie groß der Textrahmen sein muß, um die Überschriften zuverlässig zu überdecken.

Für das Gros der Dokumente gilt: Der lebende Kolumnentitel jeweils der ersten Seite eines Kapitels zeigt in OOo Unsinn an.

Tipp-Ex

Eine andere Variante besteht darin, die unerwünschten Kolumnentitel im Ausdruck mit Tipp-Ex zu übertünchen und die Seite dann noch einmal zu kopieren. Wer kann und will, darf auch mit einem PDF-Export und -Editor arbeiten.

Reparieren einer defekten OpenOffice.org Writer Datei

OpenOffice.org Writer 2.3.0 neigt dazu, defekte ODT-Dateien zu generieren. Dazu müssen die Dokumente nicht einmal besonders groß oder komplex sein; auch ein Programm- oder Computerabsturz ist offensichtlich nicht erforderlich, um OOo Writer eine Datei speichern zu lassen, die es selbst nicht mehr öffnen kann.

Bei mir traf es ein 88 kB kleines Textdokument mit rund 90 Seiten: Ich speicherte die Datei und schloß OpenOffice.org; ein paar Stunden später wollte ich dann weiterarbeiten und versuchte, die Datei zu öffnen. Das gelang jedoch nicht, stattdessen präsentierte mir OOo folgende Fehlermeldung:

"Formatfehler in Teildokument content.xml an Position 2,728380(Teile,Spalte) in der Datei entdeckt".

Wie anscheinend üblich, bietet OOo keinerlei Reparatur- oder Rettungsoptionen an für das Dokument, das es gerade selbst kaputt gemacht hat.

Korrupte OOo-Dokumente sind wohl keine Seltenheit; allein eine Anfrage nach "Formatfehler in Teildokument" in Google liefert momentan 127 deutschsprachige Seiten; im Web kursieren dementsprechend viele Anleitungen, das komplette Dokument oder wenigstens Textfragmente daraus zu retten. Eine solche Anleitung findet sich beispielsweise im Forum des deutschen OpenOffice.org-Portals: Formatfehler in Datei; betroffen war hier eine Calc-Datei, in der plötzlich ein Sonderzeichen an einer falschen Stelle auftauchte.

Der letztgenannte Fehler konnte anscheinend korrigiert werden, andere korrupte Dokumente scheinen jedoch verloren zu sein, weil die Betroffenen nicht herausbekamen, wie sie den Fehler beheben konnten - einen Rettungsversuch ist es jedoch allemal wert.

http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Formatfehler_in_Teildokument.jpg

Abbildung: OOo-Fehlermeldung "Formatfehler in Teildokument content.xml an Position 2,728380(Teile,Spalte) in der Datei entdeckt".

Schritt für Schritt

1. Dokument sichern

Zunächst legt man eine Kopie des Dokuments an und benennt deren Dateierweiterung (z.B. <tt>*.odt</tt>) um in <tt>*.zip</tt>.

2. Dokument entpacken

Nun kann das OOo-Dokument mit einem Programm wie Winzip oder Powerarchiver entpackt werden, da es sich eben um eine ganz gewöhnliches komprimiertes Archiv handelt.

In <tt>datei.zip</tt> gab es bei meinem ODT-Dokument

  • drei Verzeichnisse (<tt>Configurations2</tt>, <tt>META-INF</tt> und <tt>Thumbnails</tt>) sowie
  • sechs Dateien (<tt>content.xml</tt>, <tt>layout-cache</tt>, <tt>meta.xml</tt>, <tt>mimetype</tt>, <tt>settings.xml</tt>, <tt>styles.xml</tt>).

Besonders häufig betroffen zu sein scheinen die XML-Dateien <tt>content.xml</tt> und <tt>styles.xml</tt>.

3. XML-Dateien validieren

Diese XML-Dateien können nun validiert werden, entweder unter Linux mit entsprechenden Tools, oder online mit einem Dienst wie Validome; wer ein defektes Dokument mit sensitiven Daten reparieren möchte, sollte ggf. auf seinem eigenen Rechner auf die Linux-Variante zurückgreifen, da Validome von einer Privatperson betrieben wird.

Bei mir war <tt>content.xml</tt> betroffen, daher fütterte ich Validome mit dieser Datei; folgende Fehler wurden gemeldet:

(a) Erste Fehlerstelle:

<tt>Dateiname: content.xml</tt>
<tt>Spalte: 1335</tt>
<tt>Fehler: Die Deklaration des Elementes 'office:document-content' kann nicht gefunden werden.</tt>
<tt>Fehlerstelle: ...ma-instance" office:version="1.0"><office:scripts/><office:font-face-decl</tt>

(b) Zweite Fehlerstelle:

<tt>Dateiname: content.xml</tt>
<tt>Spalte: 728384</tt>
<tt>Fehler: Ungültiges Byte 4 einer 4-byte UTF-8-Sequenz.</tt>
<tt>Fehlerstelle: ...cell table:style-name="Tabelle16.A1" office:value-type="string"><text:p t</tt>

Die fehlerhafte Deklaration (a) kann man wohl ignorieren, da OOo wohl grundsätzlich ungültige Werte einträgt; bei (b) wer die letzte "1" als fehlerhaft deklariert:

<tt>table:style-name="Tabelle16.A1"</tt>

4. XML-Datei reparieren

Und hier beginnt das Ratespiel: Was könnte OpenOffice.org hier erwarten? Ich weiß es nicht, und auf der deutschsprachigen Supportmailingliste <tt>de-users</tt> wusste es leider auch niemand. Einer der OpenOffice.org-Entwickler (mit E-Mail-Adresse @sun.com!) versprach, das Dokument "bald" zu sichten, was jedoch in den auf den Bug-Report folgenden Tagen nicht geschah.

Zu den angeblichen Vorteilen von OpenOffice.org zählt, dass das Programm ein "offenes" Dateiformat verwendet. Der einzige Sinn solcher offener Dateiformate ist, dass Drittanbieter kompatible Produkte ertellen können - beispielsweise eben ein Reparatur-Tool für korrupte Dateien. Genau dieser Vorteil - Unterstützung des OOo-Dateiformats durch externe Anwendungen - kommt jedoch überhaupt nicht zum Tragen, wie ich feststellen mußte; wenn irgendwelche Hilfsprogramme Fremdformate unterstützen ist dies regelmäßig "Microsoft Word" und eben nicht "OpenOffice.org".

Hinzu kommt noch, dass OpenOffice.org Writer in der Datei <tt>content.xml</tt> den gesamten Text schwachsinnigerweise in genau zwei Zeilen schreibt: die erste für die Dokument-Deklaration und die zweite für den Rest des Dokuments. Das ist extrem bescheuert, weil dadurch die Weiterbearbeitung von <tt>content.xml</tt> durch externe Programme stark erschwert und teilweise sogar ganz unmöglich gemacht wird: Nur wenige Programme können mit zig-tausend Spalten langen Zeilen überhaupt etwas anfangen, und die Übersichtlichkeit leidet gerade für den menschlichen Bearbeiter massiv.

Daher lautet der aktuelle Stand: Das von OpenOffice.org zerstörte OpenOffice.org Writer-Dokument ist unrettbar verloren.

5. Rettung von Textfragmenten mit der germanischen Methode

Wenn es keine intelligente Software gibt, die bei der Datenrettung helfen könnte und auch die Formatspezifikation so undurchsichtig ist, dass der Durchschnittsanwender nicht in der Lage ist, die defekte Datei zu retten, hilft nur noch die germanische Methode:

  • Vergleichen des puren Textinhalts der letzten funktionierenden Version mit der des korrupten Dokuments;
  • Extrahieren der Änderungen auf Texteditor-Basis;
  • Manuelles Einfügen der Änderungen in ein neues Textverarbeitungs-Dokument.

Hier helfen so genannte Differencing-Programme, die eben den Unterschied von zwei Dateiversionen finden und darstellen; Keith Devens hat eine kleine Liste von Diff-Programmen für Windows zusammengestellt. Kostenlos genutzt werden können drei Produkte:

Keines davon kommt jedoch zufriedenstellend mit den überlangen Zeilen in <tt>content.xml</tt> zurecht - auch das ist ein weiteres Indiz dafür, wie schwachsinnig dies Entscheidung für dieses Format im Sinne von Offenheit und Weiterverarbeitbarkeit ist.

Wenn auch die Diff-Programme nicht in der Lage sind, die Unterschiede der beiden Dateiversionen übersichtlich nebeneinander darzustellen - so wie man es beispielsweise vom Versionsvergleich der Wikipedia gewohnt ist - kann man doch ein Diff generieren lassen.

http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Diff_WinMerge.jpg

Abbildung: Diff einer korrupten OpenOffice.org-Datei, erzeugt mit WinMerge.

Das ist sehr unübersichtlich, da überweigend aus Formatierungsanweisungen bestehend, aber man kann hieraus - mit sehr viel Zeit und Mühe - Textpartikel herausretten. Dieser Aufwand wird sich jedoch immer nur dann lohnen, wenn das komplette Neuschreiben des Textes einen noch größeren Aufwand bedeuten würde.

http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Diff_CSDiff.jpg

Abbildung: Diff einer korrupten OpenOffice.org-Datei, erzeugt mit CSDiff

Verweise

Netmarks

Einige weitere Diskussionen über Rettungsversuche von korrupten OOo-Dateien (ohne Probleme, die durch OOo-Betaversionen verursacht wurden):

Nach nur einer Woche: OOo korrumpiert Dateiformat erneut

Nicht nur reparierte Dokumente können "Ausfallerscheinungen" zeigen, sondern auch meine manuell rekonstruierte Fassung auf der Basis der letzten von OOo Writer ladbaren Version zeigt solche
"Ausfallerscheinungen": Die Datei wurde nach nur einer Woche schon wieder von OOo Writer korrumpiert; jetzt verstehe ich, was die Entwickler meinen, wenn sie von einer "Time Bomb" sprechen.

Der Fehler lautet diesmal, ganz ähnlich wie im ersten Fall vor einer Woche:

"Formatfehler in Teildokument content.xml an Position 9032,324(Zeile,Spalte) in der Datei entdeckt"

http://www.kefk.org/system/files/images/Formatfehler_in_Teildokument_2007-11-01.jpg

OpenOffice.org Writer 2.3.0 (deutsche Version, Windows XP SP-2) hat das Dokument zuletzt am 23.10.2007 zerstört, also vor ziemlich genau einer Woche; einen Tag habe ich dann mit der (ergebnislosen) Suche nach einer Reparaturanleitung und technischen Reparaturversuchen an dem Dokument verbraten, am 25. habe ich dann einen weiteren Tag damit verbracht, die Änderungen manuell aus der XML-Datei herauszuangeln und in die letzte von OOo ladbare Fassung vom 17.10. einzufügen; so konnte ich wenigstens einen großen Teil der Änderungen wieder rekonstruieren.

Nach nunmehr einer Woche und rund 32 Teilversionen hat OOo das Dokument erneut zerstört; ich müsste jetzt wieder auf die letzte ladbare Version zurückgehen und erneut etwa einen Tag damit verbringen, die Änderungen
aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren bzw. aus content.xml herauszufischen. Die Frage ist nur, wie oft ich das noch mitmachen kann, bevor ich die Reißleine ziehen muß...

Neue Hinweise zur Reparatur

Ein interessanter Hinweis kommt von Andreas Martens, der auf der deutschen OOo-Mailingliste <tt>de-users</tt> schreibt am 26.10.2007:

"wenn du die content.xml und styles.xml editieren kannst, kann ich dir ein paar Tipps geben: Falls eine nicht mehr ladbare Datei in content.xml oder styles.xml Strings derart: "_5f_5f_5f_5f" enthält, sollte man diese reduzieren, so dass in jedem Styenamen nur noch ein "_5f" enthalten ist. Dann kann man die Datei (hoffentlich) wieder öffnen. Danach sollte man allerdings kontrollieren, ob in den Inhaltsverzeichnissen/Stichwortverzeichnissen o.Ä. irgendwo Stylenamen verwendet werden, die gar nicht in der Datei vorhanden sind. Diese können nämlich beim Speichern zu einer Verdoppelung der "_5f" führen".

Die zweite korrumpierte Datei lässt sich mit dieser Methode zwar leider nicht retten, in der <tt>content.xml</tt> der letzten "guten" Version ist es jedoch möglich, in mehreren Suchen-und-Ersetzen-Durchläufen den String <tt>_5f_5f</tt> gegen <tt>_5f</tt> auszutauschen; nach insgesamt 16.376 Ersetzungen (!) sind alle Dopplungen dieses obskuren Strings beseitigt. Die <tt>content.xml</tt> kann dann in das odt-/zip-Archiv zurückgeschrieben und - hoffentlich - von OOo geöffnet werden. Bei mir klappte das einwandfrei, und vielleicht vermeidet es ja eine baldige erneute Dateikorruption.

Ob es empfehlenswert ist, einen derartigen Suchen-und-Ersetzen-Durchlauf in regelmäßigen Abstanänden als "Dateipflegemaßnahme" durchzuführen ist momentan nicht bekannt.

Siehe auch

Netmarks

Präventivmaßnahmen gegen korrupte OpenOffice.org-Dateien

Wie man OpenOffice.org Writer mit Sicherheit dazu bringen kann, keine korrupten Dateien zu speichern, ist nicht bekannt; ich habe daher im Bug Tracker einen Fehler gemeldet (Issue 82902).

Allerdings kann man einige Präventivmaßnahmen ergreifen, um ein Worst-Case-Szenario wie eine unrettbar verlorene [Dissertation] zu vermeiden:

1. Zum einen habe ich mir bereits vor Jahren angewöhnt, Dateien mit inkrementellen Dateinamen zu versehen und gesammelt in einem Unterverzeichnis abzulegen; das macht m.E: immer Sinn, sobald man mehr als ein paar Tage an dem Dokument arbeitet. Man hat dann immer ein "Last known good" zur Hand und verliert schlimmstensfalls einen Arbeitstag. Bei größeren Änderungen in einem Dokument, beispielsweise bei Umstellung von ein- auf zweiseitiges Layout oder weitreichenden Änderungen an den Formatvorlagen, lege ich auch zusätzliche Dateiversionen an einem Arbeitstag an.

Ein Verzeichnis mit einem Dokument in verschiedenen Versionen sieht dann in etwa folgendermaßen aus:

http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Inkrementelle_Dateinamen.jpg

Abbildung: Dateiorganisation in Microsoft Windows - Verschiedene Versionen einer OOo-Datei mit inkrementellen Dateinamen

2. Einen weiteren Tipp liefert die Newsgroup <tt>de.comp.office-pakete.staroffice.misc</tt>:

"Also, zukünftig kannst Du das Problem mit den 2 teilweise riesenlangen Zeilen vermeiden, wenn Du in OO unter "Extra-Optionen-Laden/Speichern-Allgemein" den Haken bei "XML-Format auf Größe optimieren" wegläßt, dann wird nämlich die contebt.xml Datei mit ordentlichen Zeilenumbrüchen angelegt".

Das leuchtet ein, da die absurd langen Zeilen eventuelle Reparaturarbeiten in einem Texteditor nur unnötig erschweren. Es ist unverständlich, warum diese riskante "Optimierung" als Standardeinstellung von OOo gewählt wurde.

http://www.kefk.org/system/files/images/OOo_Optionen_Laden-Speichern.jpg

Abbildung: OpenOffice.org: Dialog "Optionen" - "Laden/Speichern"

3. Der Entwickler der Literaturverwaltung Bibliographix weist im Hilfe- und Supportcenter auf interne Probleme von OpenOffice.org bei der Verarbeitung von Sonderzeichen hin:

"Leider ist im .odt Format der Umgang mit nichtdeutschen Sonderzeichen etwas uneinheitlich. Ohne besondere "Schutzmaßnahmen" kann dies sogar dazu führen, daß ein OO-Text nicht mehr geöffnet werden kann und eine "Formatfehler in Teildokument ..." - Meldung ausgibt. [...]" (1).

Demnach könnte man versuchen, in seinen OOo-Texten jegliche nichtdeutschen Sonderzeichen zu vermeiden. Vermutlich schließt das auch eine Reihe von typografischen Symbolen ein.

4. Eine vierte und letzte Option besteht natürlich darin, ein Programm wie OpenOffice.org Writer nicht einzusetzen.

Ich hatte beispielsweise mit den ersten Versionen von Word Perfect für Windows permanent Ärger mit korrupten Datein, während ich Word Perfect zuvor jahrelang auf verschiedenen Plattformen roblemlos und zu meiner absoluten Zufriedenheit eingesetzt hatte. Weil die damalige Word Perfect Corp. über Monate nicht in der Lage war, das Programm unter Windows zu stabilisieren, wechselte ich notgedrungen zu Microsoft Word, wohl wissend, dass ich damit möglicherweise vom Regen in die Traufe geraten würde. Wider Erwarten kam es jedoch in all den Jahren nach Windows 2.0 nie wieder zu Datenverlust oder defekten Dateien.

Wenn sich also ein Programm als dauerhaft unzuverlässig erweist, sollte man möglichst rasch die Konsequenz ziehen und auf eine stabilere Alternative umsteigen.

Steuern von Paginierung und Seitenumbruch

Ein ganz düsteres Kapitel von OpenOffice.org bildet die gezielte Steuerung von Seitenumbruch und Paginierung. Beides beherrscht OOo zwar theoretisch, beides erwies sich für mich jedoch als nicht wirklich praxistauglich: OpenOffice.org Writer ist eben ein aufgebohrter Texteditor, kein Layoutprogramm.

Seitenumbrüche müssen in OOo häufig manuell eingefügt werden, beispielsweise um den Wechsel zu einer anderen Seitenvorlage zu erzwingen. Hauptägernis hierbei: OOo fügt, zumindest bei den von mir verwendeten Dokument- und Seitenvorlagen, nicht nur einen Seitenumbruch, sondern fast immer auch eine Leerseite ein. Die ist praktisch nie erwünscht, und man bekommt sie nur weg, indem man den manuell eingefügten Seitenumbruch wieder entfernt. Wen Lücken in der Paginierung nicht stören, der kann die Leerseiten nach dem Ausdrucken einfach wegschmeißen. Dumm guckt man aus der Wäsche bei zweiseiten Dokumenten (mit Vorder- und Rückseite) oder bei Vorlagen, die man digital anliefern muß, beispielsweise als PDF-Datei. Ein Workaround ist mir hierzu nicht bekannt.

In Verbindung mit dem merkwürdigen Seitenumbruch steht das Problem der Paginierung: In längeren Dokumenten möchte man häufig Vorwort und Inhaltsverzeichnis separat paginieren, beispielsweise mit römischen Ziffern (i, ii, iii, iv usw.). Der Hauptteil soll dann mit arabischen Ziffern bei "Seite 1" beginnen. Das lässt sich in OOo nur durch einen manuellen Seitenumbruch in Verbindung mit der Option "Seitennummer ändern" bewerkstelligen. Mit dem Seitenumbruch schießt man sich aber wegen des oben erwöhnten Verhaltens ins Knie: Die Paginierung beginnt zwar korrekt von Neuem, aber nur um den Preis der Leerseite. Und die kann man nicht wegwerfen, weil es die bewusste "Seite 1" ist, die nun wirklich nicht fehlen sollte. Faktisch ist es mir in OOo bisher nicht gelungen, sinnvoll zwischen römischen und arabischen Seitennummern zu wechseln.

Das Ergebnis sieht in meiner Magisterarbeit folgendermaßen aus: Paginiert werden die ersten Seiten mit römischen Ziffern von i. bis x.; dann folgt ein Wechsel der Seitenvorlage von "Verzeichnis" auf "Standard" und damit auch der Formatierung der Numerierung. Hier wollte ich mit "Seite 1" den Haupttext beginnen, was nicht funktionierte: Mit einem manuellen Seitenumbruch und Neubeginn der Paginierung hätte der Haupttext auf "Seite 2" begonnen. Der aupttext fängt damit bei mit mit "Seite 11" an, die Seiten 1 bis 10 gibt es nicht bzw. nur in römischen Ziffern - ärgerlich.

Das Problem könnte in Verbindung stehen mit der Absatzvorlage für Überschrift 1, die bei mir so konfiguiert ist, dass ein Kapitel der ersten Gliederungsebene immer auf einer neuen Seite beginnt ("Textfluss" - "Umbrüche", Option "Einfügen... Seite"). Das Verhalten von OOo änderte sich allerdings auch durch Deaktivieren dieser Einstellung nicht zum Besseren.

Zweiseitiges Layout

Wichtiger als in einem einseiten Layout ist die Steuerung des Seitenumbruchs in zweiseitigen Dokumenten; hier sollen neue Kapitel der ersten Gliederungsebene nicht nur auf einer neuen Seite beginnen, sondern darüber hinaus auch noch auf der rechten Seite. In der Theorie kann OOo Writer auch mit dieser Anforderung umgehen und fügt dann in den Seitenumbruch spezielle leere Seiten ein, die nur in der Druckvorschau dargestellt werden.

Folgendes passiert, wenn ich in der "Absatzvorlage: Überschrift 1" unter "Textfluss" - "Umbrüche" die Option "Einfügen... Seite" in einem ''zweiseitigen Layout deaktiviere:

  • Kapitel 1 endet auf Seite 7 (rechte Seite)
  • Kapitel 2 beginnt auf Seite 8 (linke Seite)

Kapitel 2 soll nun auf der rechten Seite beginnen, was es nach Änderung der Definition der Seitenvorlage nicht tut. Also gehe ich zum Ende von Seite 7, wähle "Umbruch einfügen, Seitenumbruch, Vorlage: Rechte Seite". Damit bekomme ich:

  • Seite 9, leer, bis auf Kopf- und Fußzeilen; Seitenvorlage: rechte Seite. Im Kolumnentitel stehen die letzten Kapitelüberschriften von Kapitel 1.
  • Seite 10, Beginn des Kapitels 2, Seitenvorlage: linke Seite (!). Im Kolumnentitel stehen weiterhin die Kapitelüberschriften von Kapitel 1, die zuletzt auf Seite 7 valide waren (aber das ist eine andere Baustelle)

Die hier genannten Seitenzahlen sind keine Tippfehler, sondern das, was im Kolumnentitel steht. Wie die zustandekommen, sieht man ein paar Minuten später in der Seitenvorschau (Buchansicht):

  • Doppelseite 6-7: Kapitel 1.4, beginnt auf S. 6, endet auf S. 7.
  • Doppelseite 8-9: Seite 8 ist eine automatisch eingefügte leere Seite, Seite 9 ist die "echte" leere Seite, die durch den manuellen Seitenumbruch generiert wurde (mit Kopf- und Fußzeilen).
  • Doppelseite 10-11: Auf Seite 10 (links) beginnen Kapitel 2 und Unterkapitel 2.1

Also neuer Versuch; diesmal füge ich am Ende von Seite 7 (linke Seite) mit "Umbruch einfügen, Seitenumbruch, Vorlage: Linke Seite" wieder einen Seitenumbruch ein. Damit bekomme ich diesmal:

  • Seite 8, leer, bis auf Kopf- und Fußzeilen; Seitenvorlage: linke Seite. Im Kolumnentitel stehen die letzten Kapitelüberschriften von Kapitel 1.
  • Seite 10, Beginn des Kapitels 2, Seitenvorlage: linke Seite (!). Im Kolumnentitel stehen weiterhin die Kapitelüberschriften von Kapitel 1.

Die Seitenvorschau sieht in der Buchansicht diesmal folgendermaßen aus:

  • Doppelseite 6-7: Kapitel 1.4, beginnt auf S. 6, endet auf S. 7.
  • Doppelseite 8-9: Seite 8 ist diesmal die "echte" leere Seite, die durch den manuellen Seitenumbruch generiert wurde (mit Kopf- und Fußzeilen), Seite 9 ist dagegen eine automatisch eingefügte [leere Seite].
  • Doppelseite 10-11: Auf Seite 10 (links) beginnen Kapitel 2 und Unterkapitel 2.1

Ich werde aus diesem Verhalten von OpenOffice.org Writer bisher jedenfalls nicht schlau.

Wiederherstellung von Dokumenten nach Programmabsturz

OpenOffice.org Writer erwies sich während meiner Magisterarbeit, freundlich gesagt, als "absturzfreudig". In jeder einzelnen Woche der Bearbeitung stürzte OOo öfter ab, ab Microsoft Word insgesamt in mehreren Jahren während der Bearbeitung vergleichbarer Dokumente "verstorben" war. Abgesehen von den bereits beschriebenen beiden "echten" Programmfehlern standen die Crashs bei mir fast immer in direktem Zusammenhang mit zwei Operationen: Dem Bearbeiten der Eigenschaften einer Abbildung durch Doppelklick auf den dazugehörigen Rahmen oder durch Nutzung der "Rückgängig"-Funktion. Beides funktioniert zwar meist wie erwartet, schießt aber alle paar Tage das gesamt Programm ab.

Manchmal stellt OOo nach einem solchen Absturz das zuletzt bearbeitete Dokument wieder her; im zuletzt bearbeiteten Absatz gingen dabei, warum auch immer, reproduzierbar einige der applizierten Zeichenvorlagen verschütt. Wenn man das rechtzeitig bemerkt, lässt sich es sich leicht rekonstruieren; man wird halt durch die Putzarbeiten nach einem Programmabstutz aus dem Arbeitsfluß gebracht. Für mich hat es sich daher als sinnvoll erwiesen, Papier und Bleistift griffbereit neben dem Rechner liegen zu haben, um sofort nach einem Crash ein kurzes Gedächtnisprotokoll der letzten Arbeitsschritte und des gegenwärtigen Gedankengangs notieren zu können. Erfahrungsgemäß geriet davon sonst zu viel in Vergessenheit, wenn erst OOo neu gestartet, eine neue Dokumentversion angelegt und die letzte Textstelle wiedergesucht werden mußte.

Als extrem ärgerlich und irritierend empfand ich eine Absonderlichkeit der OOo-Absturzbehandlung: OpenOffice.org Writer lud bei der Dokumentwiederherstellung immer zwei Dokumentversionen. Die muß man dann separat speichern und dann heraustüfteln, welches die aktuellere Fassung sein könnte; die Benennung der wiederhergestellten Dateien ist, zumindest wenn man mit inkrementellen Dateiversionen arbeitet, schlichtweg Bogus. Das Procedere, das OOo da praktiziert, ist für mich nicht nur nicht nachvollziehbar (wieso werden bei der Wiederherstellung eines Dokuments zwei Dateie geladen?), sondern natürlich auch riskant: Wenn man mit dem falschen Dokument weiterarbeitet, gehen möglicherweise Änderungen gegenüber der zuletzt regulär gespeicherten Fassung verloren. Zumindest einmal passierte mir ein solcher Patzer, den ich aber gleücklicherweise noch rechtzeitig entdeckte.

Mindmaps mit Vym

Mit Mindmaps lassen sich einfach hierarchische Strukturen gut visualisieren, ohne gleich den Eindruck von präsziser Strukturiertheit zu vermitteln wie ein Organigramm. Unter Microsoft Windows existiert eine recht große Auswahl von kommerziellen Mindmapping-Produkten, es gibt jedoch nur sehr wenige quelloffene Produkte. Entsprechend begrenzt ist dann auch die Auswahl unter GNU/Linux; an wirklich brauchbaren Programmen konnte ich nur genau ein einziges finden: Vym - View your mind von Uwe Drechsel.

Vym ist eine Qt-Applikation; die Oberfläche ist daher eher an KDE angelehnt, das Programm läuft jedoch auch unter GNOME. Eine Windows-Portierung existiert bisher nicht; die Applikation steht unter der GNU GPL v2. Die Benutzung ist simpel, und die Software tut, was sie verspricht. Besonderheiten gibt es nicht, die visuelle Gestaltung ist nur in geringem Umfang anpaßbar, aber nicht allzu poppig-bunt. Ein Export ins PDF-Format ist möglich, und der funktioniert - im Gegensatz zu quelleoffenen Mitbewerbern - ebenso wie die Grundfunktionen des Programms.

Eine simple Mindmap ist mit Vym schnell entworfen; anpassen lässt sie sich auch, nur muß dann jeweils neu exportiert und ggf. auch in die Textverarbeitung importiert werden. Wer seine Magisterarbeit, wie ich, in OpenOffice.org unter Windows schreibt, hat einiges an Klickerei vor sich. Natürlich ist das Arbeiten zwischen zwei Betriebssystemen aufwändig und ich habe daher aus pragmatischen Gründen versucht, Änderungen und Korrekturen auf ein Minimum zu beschränken - das ist sicherlich nicht unbedingt förderlich für die Qualität des Endprodukts, aber eine Windows-Alternative zu Vym existiert im quelloffenen Bereich nicht.

Der Applikations- und Betriebsystembruch verhindert das effiziente Arbeiten mit der Mindmap. Vergleicht man das mit den Arbeitsweisen kommerzieller Produkte, wird deutlich, was das in der Praxis bedeutet: Ein in Microsoft Word integrierter Mindmapper oder das Office-eigene Microsoft Orgchart (für das es übrigens weder unter Windows noch unter GNU/Linux ein Äquivalent gibt) steht während der Arbeit jederzeit zur Verfügung. Die Mindmap wird über DDE bzw. OLE dynamisch in das Textdokument eingebettet und kann nach einem Doppelklick in der nativen Applikation bearbeitet werden. Im- und Exporte sind nicht notwendig. Entdeckt man einen Fehler in der Minmap, kann man dies direkt und sofort korrigieren.

Bei dem umständlichen Vym/OOo-Verfahren wird man Korrekturen eher in einem Ausdruck notieren und dann möglichweise später vergessen. Oder man arbeitet die Korrektur in Vym ein, vergisst dann jedoch die Datei nach Windows zu transportieren und in das OOo-Dokument einzubinden.

Sinnvoll ist eine solche Prozedur nur, wenn man die Minmap(s) bereits im Kopf hat und daran nicht mehr viel arbeiten muß: Vym dient dann, wie ein Diagramm, ausschließlich der Visualisierung, nicht jedoch dem Prozess des Mindmapping, wofür es eigentlich gedacht ist.

Die Vorteile von Vym sind rasch aufgezählt:

  • Programm und Datenformat sind stabil;
  • die Oberfläche ist intuitiv benutzbar;
  • die Software funktioniert;
  • es handelt sich um freie Software.

Netmarks

Positive Erfahrungen mit OpenOffice.org Writer

Wo viel Schatten ist, da muß auch irgendwo Licht sein. Natürlich habe ich auch eine ganze Menge positiver Erfahrungen mit OpenOffice.org Writer gemacht, die angesichts von Streß und Reibereien mit Bugs und Annoyances allzu leicht in Vergessenheit geraten.

Positiv hervorzuheben ist zunächst einmal, daß es überhaupt möglich war, mit OOo Writer über mehrere Monate hinweg eine Arbeitsfassung von rund 500 Seiten Text zu bearbeiten und daraus ein abgabefertiges Endprodukt zu produzieren. Obwohl es in vielen Bereichen gravierende Probleme gab - von Dateikorruption bis hin zu Datenverlusten durch Bugs im Tabellen-Handling - funktionierte doch eine Menge sehr robust. Und das sollte man nicht als gegeben voraussetzen.

Beispielsweise geht OOo Writer sehr solide mit seinen internen Verweisen um; im Großen und Ganzen stimmen Inhalts-, Tabellen-, Abbildungs und Stichwortverzeichnisse. Ebenfalls als robust erwiesen sich Fußnoten, die man problemlos bearbeiten und verschieben kann. Zu den positiven Seiten von OOo Writer zählt auch die Stabilität von Kopf- und Fußzeilen; während Microsoft Word hier bei unbedachten Mausklicks gerne abstürzt, funktionieren diese Funktionen in OOo ganz einfach so, wie man es erwartet.

Weitgehend erfreulich ist auch das hierarchische Vorlagensystem. Hier beginnen zwar die Ungereimheiten, in wichtigen Teilen ist das Konzept aber durchaus brauchbar.

In den Bereich der persönlichen Präferenzen zählt das Outlining. Ich persönlich mag den Gliederungsmodus von Word lieber als den Navigator des Writer, insbesondere wenn es um das Bearbeiten einer Gliederung geht, die noch nicht ausgefeilt ist; funktionabel sind jedoch beide Ansätze. Bei einem Wechsel zwischen den beiden Textverarbeitungssystemen muß man sich in jedem Fall umgewöhnen, und das dauert seine Zeit. Insbesondere Tastatur-Shortcuts aus dem Gliederungseditor von Word vermisste ich in Writer sehr lange. Aber natürlich geht es auch mit der Maus.

Die Arbeitsgeschwindigkeit von OOo Writer ist meistens akzeptabel, stellenweise gut und stellenweise lästig. Mit dem Navigator kann man sich sehr schnell im Dokument bewegen, während Word bei längeren Dokumenten jedesmal anfängt, seinen Seitenumbruch durchzuzählen. Entsprechende Denkpausen legt Writer bei der Dokumentvorschau ein. Auf einem Intel Core 2 Duo E6700 dauert jeder Aufruf rund anderhalb bis zwei Minuten; das ist annähernd unbrauchbar, allerdings ist die Dokumentvorschau durchaus funktionsreich und schnell, wenn sie denn erstmal aufgebaut ist. Da man sich zumindest während des Bearbeitens eines längeren Dokuments eher viel im Text bewegt, hat OOo Writer hier klare Vorteile, während Microsoft Word beim Endlayout und Feinschliff schneller arbeitet und angenehmer zu handhaben ist.

Umstieg von Microsoft Word auf OpenOffice.org Writer

Gewohnheiten legt man nur schwer ab, aber manchmal muß man alte Zöpfe einfach abschneiden. So beispielsweise bei Office-Paketen, deren Bedienkonzept komplett umgekrempelt wird - so geschehen bei Microsoft Office 2007, bei dem die gewohnten Menü- und Symbolleisten vollständig ersetzt werden durch so genannte "Register" und "Ribbons". Wenn man aber nun schon bei Word umlernen muß, kann man ebensogut zu einem Alternativprodukt wechseln.

Weitere Gründe für einen Umstieg gibt es genug: Microsoft Office ist teuer und hat seit etlichen Jahren eine Reihe lästiger Bugs; Frontpage ist in keiner Office-Version mehr enthalten, man muß es also in jedem Fall separat kaufen, und das Nachfolgeprodukt Expression Web verwendet noch das konventionelle Bedienkonzept; außerdem wird Microsoft Office in absehbarer Zeit nicht unter GNU/Linux zur Verfügung stehen.

Zumindest für mich sind das genug Gründe, einen Umstieg zu versuchen. Das Open-Source-Pendant OpenOffice.org (kurz: OOo) bietet sich als Alternative an: Es ist mittlerweile relativ funktionsreich, wird aktiv weiterentwickelt, ist kostenlos und für alle möglichen Plattformen einschließlich Microsoft Windows und GNU/Linux verfügbar. Außerdem gibt es mittlerweile recht brauchbare Anleitungen, How-tos, Foren und Mailinglisten für OOo, so dass man mit seinen Problemen nicht ganz allein gelassen wird.

OpenOffice habe ich zwar von Anfang (Version 1, 2002) an immer wieder ausprobiert, es gab aber immer zu vieles, was für mich nicht funktioniert hat; daher habe ich aus Zeitdruck und/oder Bequemlichkeit wieder meine gewohnten (bewährten, zuverlässigen) Programme verwendet. Seit Ende 2005 gibt es nun die Version 2 von OOo, bei der insbesondere die Benutzung verbessert wurde; in der Zwischenzeit wurden auch die gröbsten Bugs repariert, so dass eigentlich nur noch die Bequemlichkeit gegen einen Umstiegsversuch sprach. In diesem Artikel schildere ich meine Erfahrungen bei diesem Wechsel, insbesondere mit dem Textverarbeitungsmodul Writer.

Netmarks

Deutschsprachige Ressourcen zu OOo

Literaturhinweise

Erste Hürden beim Umstieg: Tastenkürzel, Symbolleisten, Querverweise

Wer zuvor mit Microsoft Word gearbeitet hat, findet in OpenOffice.org Writer viele vertraute Elemente; Menüs und Symbolleisten sind ähnlich, aber nicht identisch strukturiert; einige Funktionen findet man auf Anhieb, andere muß man dagegen lange suchen - oder findet sie gar nicht. Vergleicht man die Bedienkonzepte beispielsweise mit der Beta 2 von Microsoft Office Professional Plus 2007, die dem Computermagazin c't in Ausgabe 12/2006 beigelegt war, so wirkt der Writer erheblich vertrauter.

Erste Erfahrungen

Als ich mein erstes "ernsthaftes" Writer-Dokument anlegte, erschreckten mich zunächst einige visuelle "Störungen": Das Aufzählungszeichen aus der Symbolleiste "Format" ist kein dezenter Gedankenstrich oder Punkt, sondern ein fetter Tintenklecks - also vollkommen unbrauchbar. Auch die Trennlinien zwischen Textkörper und Kopf-/Fußzeilen bzw. Fußnoten sind keine diskreten Linien, sondern fette Balken - ebenfalls unbrauchbar.

Beheben lässt sich dies allerdings leicht mittels der Formatvorlagen: Mit den Seitenvorlagen repariert man die fetten Trennbalken, für Aufzählungen richtet man geeignete Zeichen- und Absatzvorlagen ein; den Botton auf der Symbolleiste kann man leider nicht umkonfigurieren, der ist anscheinend fest mit dem Tintenklecks verdrahtet.

Auch andere Details lassen sich schnell anpassen, beispielsweise welche Formatierungs- bzw. Steuerzeichen angezeigt werden und ob Seitenbegrenzungen dargestellt werden sollen. Der Textverarbeitungsalltag läuft auch recht reibungslos an; beispielsweise erweist sich das Einfügen und Bearbeiten von Fußnoten als vollkommen unproblematisch, und auch die Kopf- und Fußzeilen kann man komfortabel bearbeiten. Das macht Mut ;)

Tastenkürzel

Kniffeliger war es für mich, die Tastenkürzel sinnvoll einzurichten; ich finde die an die CUA-/SAA-Standards angelehnten Tastenkürzel von Microsoft-Programmen größtenteils sinnvoll, jedenfalls bin ich sie beim Blindschreiben so gewohnt, dass ich sie gerne beibehalten würde. In einigen Fällen finde ich in OOo überhaupt keine äquivalenten. Auch ein "Kompatibilitätsmodus" oder eine (nach-) ladbare, Office-kompatible Tastenbelegung gibt es in OOo Writer leider nicht.

Ein Beispiel: In allen MS-Office-Programmen springt man mit <code>&quot;Ctrl&quot;+&quot;Pfeiltaste&quot;</code> absatzweise; in OOo verschiebt man damit jedoch einen kompletten Absatz. Das irritiert mich, weil ich häufiger im Text springe als ganze Absätze durch die Gegend schubse. Auch in der Online-Hilfe für "Tastaturbfehle für Textdokumente" finde ich kein Tastenkürzel für absatzweises Springen.

Im Menü <code>Extras/Anpassen/Tastatur</code> finde ich keine entsprechende Funktion, die ich auf die Testen mappen könnte - allerdings kann ich einige Einträge in dem Dialogfenster "Anpassen" nicht so recht lesen, weil die Boxen für "Bereich" und "Funktion" so winzig sind, dass man ständig horizontal und vertikal scrollen muß.

Nach einer Frage in der OOo-Mailingliste "de-users" stellt sich heraus, dass OOo durchaus absatzweises Springen kennt, der entsprechende Eintrag findet sich unter <code>Extras/Anpassen/Tastatur</code> im Untermenü <code>Navigieren\Bis Absatzanfang</code>. Das hatte ich einfach übersehen.

Die Tastenkürzel lassen sich problemlos umbelegen; auch dieses Problemchen ist also lösbar.

Symbolleisten

Ich benutze beim Schreiben überwiegend Tastenküzel und würde daher gerne sukzessive diejenigen Symbolleisten dauerhaft loswerden, die ich ohnehin nicht benutze. Ein solcher Kandidate ist die Leiste "Standard", die ich also abrupfe und via "Symbolleiste schließen" bzw. [x]-Button auf der Symbolleiste schließe.

Die Leiste poppt nun aber jedesmal auf, wenn ich in einen Absatz mit einer anderen Formatvorlage (Fließtext, Überschrift, Kopfzeile usw.) wechsele - also praktisch ununterbrochen. Bei kontextsensitiven Symbolleisten (Tabellen, Überschriften etc.) macht das ja vielleicht Sinn, nicht jedoch bei Symbolleisten, die ich eigentlich explizit "weggemacht" habe. Mit der Zeit nervt das ungemein, da die recht große Leiste ziemlich viel Text verdeckt.

Auch hierfür gibt es Lösungen: Die einfache besteht darin, die unerwünschten Symbolleisten seitlich am Fensterrand anzudocken; was auch immer aufpoppen möchte verdeckt dann wenigsten keinen Text, aber das Arbeitsfenster "schwimmt" dann natürlich beim Aufpoppen jeder Symbollieste.

Die elegante Lösung findet sich nicht im Menü <code>Extras/Anpassen/Symbolleiste</code>, wo ich suche, sondern unter <code>Ansicht/Symbolleisten</code>, wo man die unerwünschten Leisten dauerhaft eliminieren kann.

Querverweise

Beim Einfügen eines Querverweis in einer Fußnote stürzt OOo Writer immer wieder ab; das ist aber wohl kein grundsätzliches Problem, sondern eben ein kleiner Bug. Auch sonst stützt bei mir der Writer vergleichsweise häufig ab - so etwas kenne ich von Word seit etwa zahn Jahren überhaupt nicht mehr - dank der recht solide funktionierenden Dokumentwiederherstellung geht jedoch meist nur etwa ein Absatz verloren.

Das OOo-Konzept hinter Querverweisen bleibt für mich auch nach Lesen einiger Hilfstexte unklar; Elemente wie Überschriften bzw. Kapitel stehen anscheinend nicht automatisch als Verweisziele zur Verfügung stehen, sondern müssen wohl erst manuell deklariert werden, bevor ich einen Verweis darauf setzen kann. Das erscheint mir weder intuitiv noch komfortabel, in diesem Bereich fällt Writer meilenweit hinter Microsoft Word oder Adobe FrameMaker zurück.

Zwischenfazit

Alle kleineren Problemchen, die in den ersten Tagen der "ernsthaften" Arbeit mit OpenOffice.org Writer auftragen, lassen sich lösen. Im Bereich der Konfiguration von Tastenkürzeln und Symbolleisten könnte OOo leicht durch kleinere Anpassungen der Benutzerschnittstelle verbessert werden.

Ein grundsätzliches Problem stellen Querverweise dar; wenn die OOo-Entwickler in diesem Bereich zu Microsoft Word aufschließen möchten, müsste hier m.E. das Konzept grundsätzlich neu durchdacht werden.

Ich bin auf die nächsten Problembereiche gespannt, mit denen ich mich nun auseinandersetzen muß: lebende Kopf-/Fußzeilen und Inhaltsverzeichnisse...

Literaturhinweise

Importieren von SVG-Grafiken mit OpenOffice.org

Leider kann das quelloffene Büropaket OpenOffice.org bisher ausgerechnet mit Grafiken im offenen Scalable Vector Graphics-Format (SVG) nicht umgehen - es gibt schlicht und ergreifend keinen Importfilter, und das, obwohl es sich dabei um das mit großem Abstand am häufigsten gewünschte Feature handelt.

Bisher gibt es zwei Ansätze, dieses Problem zu beseitigen: Einen extrem komplexen externen Filter von Bernhard Haumacher, der als UNO-Objekt nachinstalliert werden kann, und einen erheblich schlankeren internen Filter, der auf der libsvg-Bibliothek aufbaut, bisher jedoch als noch nicht praxistauglich gilt. Mark Paruzel versuchte im Rahmnen des Google Summer of Code 2007, letzteren Ansatz weiterzuentwicklen, bisher sind jedoch noch keine Ergebnisse bekannt geworden.

Der SVG Import Filter von Bernhard Haumacher kommt als rund 5,5 MB großes OXT-Paket daher und setzt OpenOffice 2.0 sowie ein installiertes Java 5.0 (JDK/1.5 or JRE/1.5) voarus; zur Transformation der Vektordaten nutzt der Filter die Apache Batik SVG Engine, die im Paket enthalten ist.

Aktuell ist derzeit die Version 1.2.2 vom 2. September 2007, die auf der Projektseite heruntegeladen werden kann. Auf der Website von Bernhard Haumacher findet sich auch eine präzise Installationsanleitung, die jedoch leider verschweigt, die man den Filter denn nun eigentlich benutzt: Auch nach Installieren und Aktivieren der Erweiterung lässt sich nämlich in OpenOffice..org Writer Version 2.3 über <tt>Einfügen/ Bild/ Aus Datei...</tt> keine SVG-Datei importieren. Zwingt man OOo dazu, dennoch die Datei zu schlaucken, meldet der Writer lapidar "Unbekanntes Grafikformat" und bricht den Vorgang ab.

Der Weg, den man zu gehen hat, scheint wieeder einmal erheblich umständlicher zu sein: In OpenOffice.org Draw kann man die SVG-Datei nämlich öffnen und von dort aus in ein geeignetes Format exportieren. Das klappt anständig mit dem Export in Bitmapgrafiken (PNG, TIFF, JPEG etc.) sowie in das Enhanced Metafile-Format (EMF), die man dann wieder in OOo Writer importieren kann.

Was dagegen erstaunlicherweise nicht funktioniert, ist der Export in das Format Open Document Zeichnung (ODG): Das kann nämlich OpenOffice.org Writer aus unerfindlichen Gründen wieder nicht importieren ("Unbekanntes Grafikformat").

Netmarks

Marginalspalte in OpenOffice.org simulieren

Bessere Layoutprogramme ermöglichen es, einem Fließtext eine so genannte Marginalie zuzuordnen, die sich in einer separaten Marginalspalte befindet. Marginalien können beispielsweise Kapitelüberschriten, Unterabschnitte, Kommentare, Querverweise, Quellenangaben und sogar Korrekturen zum laufenden Text enthalten, sie sind also prinzipiell sehr vielseitig einsetzbar.

Textverarbeitungen wie Microsoft Word oder OpenOffice.org (OOo) unterstützen keine Marginalspalten, da diese Textverarbeitungsprogramme leider keine semantische Beziehung zwischen Text und Marginalie kennen. Man kann sie zwar simulieren, muß dann allerdings mit einigen Einschränkungen leben.

Die folgende plattformunabhängige Anleitung beschreibt die Vorgehensweise für eine solche Marginalspalten-Simulation unter OpenOffice.org Writer in der Version 2.3.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

In OOo definiert man zunächst unter <tt>Formatvorlagen/Seitevorlagen</tt> Seiten mit ausreichend Weißfläche dort, wo die Marginalien platziert werden sollen (vgl. Außenstege); meist wird das das äußere Rand einer Seite sein. Ein brauchbarer Wert für A4-Seiten sind 4 cm.

Anschließend erzeugt man einen Absatz-gebundenen Rahmen (<tt>Einfügen/Rahmen</tt>) und aktiviert in den Rahmeneigenschaften unter "Position" die Markierfeld „Horizontal: Von Innen; Auf geraden Seiten spiegeln“ und „Vertikal: Von Oben; Textfluss folgen“. Ein sinnvoller Wert für den Einzug vom rechten Seitenrand ist -3 cm.

Der Rahmen sollte in etwa so breit sein, das zwei bis sechs Worte hineinpassen - das hängt natürlich von der Schriftgröße ab, die man unter <tt>Formatvorlagen/ Absatzvorlagen</tt> unter "Rahmeninhalt" festlegen kann. Marginalien werden häufig in einer serifenlosen Schrift mit etwas kleinerem Schriftgrad ("Schriftgröße") und einem Schriftschnitt wie halbfett oder kursiv gesetzt.

Wer einen zweiseitigen Seitenspiegel ("Buchlayout") verwendet, sollte die Marginalspalte jeweils auf dem äußeren Seitenrand platzieren, die Marginalien der linken Buchseite stehen also rechtsbündig und die der rechten Seite linksbündig; die Seiten- und Rahmenvorlagen müssen dann natürlich entsprechend angepasst werden.

Klassischerweise werden Marginalen zum Text hin angeordnet, also linksbündig; wer rechtsbündige Marginalien bevorzugt, sollte auf eine optisch gleichmäßige Satzkante achten (vgl. Randausgleich).

Am bequemsten werden neuen Marginalien eingefügt, indem ein bestehendet Marginalien-Rahmen kopiert und am Absatzbeginn eingefügt wird, dem die Marginalie zugeordnet werden soll. OOo Writer bennent den neuen Rahmen dann automatisch als "Rahmen2" usw.

Probleme der Marginalilen-Simulation

Sobald man unter <tt>Formatvorlagen/ Absatzvorlagen/ Rahmeninhalt</tt> Schriftart und Schriftgrad verändert, beispielsweise für die MArginalie eine serifenlose Schrift mit kleinerem Schriftschnitt definiert, zeigen sich die Limitierungen dieser Marginalien-Simulation unter OOo.

Wie das Lexikon der Typographie erklärt, sollen Marginalien immer auf der Schriftlinie der Zeile beginnen, auf welche sie Bezug nehmen (vgl. auch Registerhaltigkeit); genau das leistet jedoch dieser Ansatz in OOo Writer leider nicht.

Ich habe bisher keine praktikable Lösung dafür gefunden, außer einfach exakt dieselbe Schriftart und denselben Schriftgrade zu verwenden - das ist leider weder praktisch, noch sieht es gut aus.

Ergänzende Hinweise

Werner Roth weist darauf hin, dass es in OpenOffice.org Writer sowohl eine Absatzvorlage "Marginalie", als auch eine Rahmenvorlage "Marginalie" gibt.

Rahmenvorlage "Marginalie":

"''Eine Vorlage, um Text neben dem linken Rand zu platzieren. Wie

der Name schon sagt, ist die Marginalien-Vorlage dazu gedacht,
Kommentare in den Textrand zu stellen. Die Vorlage ist auch hilfreich
zur Erstellung von seitlichen Beschriftungen, die sehr oft in
technischen Dokumentationen verwendet werden" [1].

Ein Absatz, der mit "Marginalie" formatiert ist, hat dann einen linken Einzug von 4 cm. Dazu muss noch ein Textrahmen "Marginalie" zusammen mit diesem Absatz benutzt werden. Allerdings befindet sich die Marginalspalte dann immer links neben dem Text, was ein eher untypisches Erscheinungsbild ergibt.

Allerdings kann man die Vorlagen entsprechend der obigen Beschreibung umdefinieren und dann auch halbwegs sinnvoll verwenden.

Das OOo Writer-Handbuch (PDF-Datei) beschreibt om Kapitel "Seiten formatieren" einen vollkommen anderen Ansatz, nämlich das Erstellen von Marginalien mittels Tabellen [2]. Das hat zwar eine Reihe von typografischen Vorteilen, bringt jedoch vor allem den Nachteil mit sich, dass man den gesamten Fließtext in Tabellen packen muss - vieleicht eine Option für kurze Papers'', nicht jedoch für längere Arbeiten oder gar Bücher.

Netmarks

fn1. Beschreibung im OOo-Handbuch, Tabelle 1: Verschiedene Rahmenvorlagen und ihre Verwendung, http://de.openoffice.org/doc/oooauthors/mit_formatvorlagen_arbeiten.pdf

fn2. OOo-Handbuch, Tabellen für das Seitenlayout verwenden, Beispiel: Erstellen von Marginalien mittels Tabellen, in: http://de.openoffice.org/doc/oooauthors/seiten_formatieren.pdf

Rechtschreibprüfung von OpenOffice.org ersetzen

Ähnlich wie auch das Synonymwörterbuch ist die Rechtschreibprüfung von OpenOffice.org in der deutschsprachigen Version schlichtweg untauglich. Derzeit ist keine quelloffene Möglichkeit bekannt, dies zu beheben.

Was kann man tun? Zwei Optionen gibt es: Man kann wechseln zu dem kommerziellen Produkt Sun Star Office, das eine handelsübliche Rechtschreibprüfung enthält, oder man kauft den Duden Korrektor für OpenOffice.org für knapp 20 Euro.

(a) Sun Star Office

Sun Star Office ist zwar ein kommerzielles Produkt, das jedoch kostenlos im Google Pack enthalten ist. Der Download erfolgt via Google Updater, der bei Google heruntergeladen werden muß (ca. 1 MB, nur für Microsoft Windows).

Der Updater schnüffelt etwas auf der Festplatte herum, nistet sich im Tray ein und lädt dann eine rund 170 MB große Installationsdatei herunter. Auch die Installation der Software wird direkt vom Google Updater angestoßen; das ist nicht gerade schön, da man keine Möglichkeit bekommt, beispielsweise den Installationspfad zu konfigurieren. Man sollte dem Google Updater auch gut auf die Finger schauen, da er standardmäßig auch versucht, eine Reihe weiterer Anwendungen zu aktualisieren (darunter Google Earth, Picasa, Skype und den Adobe Reader).

Nützlich ist das Angebot von Google insbesondere, wenn man erst einmal ausprobieren möchte, ob ein Wechsel zu Star Office wirklich in Frage kommt. Natürlich ist auch eine Parallelinstallation möglich.

Interessant wäre zu prüfen, ob die Rechtschreibprüfung von Star Office bei einer Parallelinstallation auch aus OpenOffice.org heraus genutzt werden kann.

(b) Duden Korrektor

Die kommerzielle Software Duden Korrektor für OpenOffice.org der BIFAB AG stellt die zweite Option dar, in OOo zu einer brauchbaren Rechtschreibkorrektur zu kommen. Das Produkt kostet rund 20 Euro und arbeitet nach den neuen Rechtschreibregeln.

Netmarks

Synonymwörterbuch ersetzen

Das Synonymwörterbuch von OpenOffice.org ist, zumindest in der deutschsprachigen Version, schlichtweg untauglich: Der enthaltene Wortschatz ist so begrenzt, dass er einfach zu wenig Vorschläge unterbreiten kann.

Es gib, oder besser: gab, Abhilfe. Oliver Lau entwickelte für die c't auf der Basis von WSDL, Axis und SOAP einen Web-Service, mit dem OOo auf den Wortschatz der Universität Leipzig mit rund zehn Millionen Wortformen zugreifen konnte. Die Software wurde im Jahr 2005 entwickelt und zuletzt in der Software-Kollektion 1/2007 (c't Ausgabe 4/2007) veröffentlicht. Die Integration in OOo erforderte zwar einen gewissen Aufwand, der sich jedoch lohnte: Das Synonymwörterbuch spuckte danach eine ansehnliche Menge von Vorschlägen aus.

Wer die Heft-CD nicht zur Hand hat, kann (konnte) die Software auch vom Heise-Server herunterladen:

  • c't-Wortschatz (erfordert Online-Verbindung und Java-Runtime-Bibliothek; ca. 10 MB)

Dieser Link war jedoch im Februar 2008 nicht mehr erreichbar; möglicherweise wurde die Software vom Netz genommen. Neuinstallation des kommenden OpenOffice.org 2.4 profitieren ohnehin nicht mehr von dem c't-Wortschatz: Er führt, zumindest bei den bisherigen Betaversionen, zu einem reproduzierbaren Programmabsturz.

Das betraf natürlich auch meine Magisterarbeit, die ich ja wegen der beiden Bugs mit einer Betaversion schreiben musste: Die Installation der OOo-Builds nach 2.3 erzwang sogar eine Entfernung der Zusatzmodule.

Als praktische Alternative erwies sich folgende Website:

Dieses Synonymwörterbuch lässt sich zwar nicht über OOo-Shortcuts abfragen, dafür sind die Synonymvorschläge in sinnvolle semantische Gruppen untergleidert; das machte das ständige Wechseln zum Web-Browser mehr als wett.

Literatur

  • Oliver Lau: "Wortschatz - Besserer OpenOffice-Thesaurus dank Web-Services", in: c't 15/2005, S. 214 (ola)
  • Oliver Lau: "Fehler bei der Wortschatz-Installation", in: c't 17/2005, S. 188 (ola)

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Weltweit agierenden Organisationen hilft Acrobat 9 dabei, die Kommunikation in weit verstreuten Teams von Kollegen, Partnern und Kunden - eine der entscheidenden Herausforderungen der heutigen Zeit - auf überzeugende Art und Weise zu lösen.

Acrobat 9 hat bereits langjährige sowie erstmalige Nutzer aus der Finanzdienstleistungsbranche, Verwaltung, Justiz, Fertigung und Verlagswesen überzeugen können, darunter Unternehmen wie EDS, Allianz Deutschland AG, Italian Court of Cremona, Penguin Group, Dai Nippon Printing und Kyowa Hakko.

Acrobat 9 bietet eine integrierte Unterstützung der Adobe Flash-Technologie. Adobe Flash Player-kompatible Videos und Anwendungen lassen sich in PDF-Dokumente einbinden. Marketing-Abteilungen beispielsweise können Acrobat 9 nutzen, um Webseiten mit Multimedia-Inhalten in PDF-Dokumente zu konvertieren. Die PDF-Datei kann mit Nutzern des kostenlosen Adobe Reader® zum Prüfen und Kommen­tieren ausgetauscht werden. Der Adobe Reader 9 wird voraussichtlich bis zu zweimal so schnell starten wie frühere Versionen.

Individuell anpassbare PDF-Portfolios

Mit Acrobat 9 ist es möglich, eine Vielzahl von unterschiedlichen Inhalten in einem einzigen Dokument zusammenzuführen, dem neuen PDF-Portfolio. In PDF-Portfolios können Anwender verschiedene Medientypen in einer komprimierten PDF-Datei zusammenstellen, die sich mit zahlreichen professionell gestalteten Layouts sowie dem passenden Branding individualisieren lassen. Ein Vertriebsmitarbeiter kann beispielsweise ein Angebotsdokument für einen potenziellen Kunden erstellen, welches Diagramme, Tabellen und Bilder sowie ein gebrandetes Video des CEO enthält, in dem dieser über die neuesten Pro­dukte des Unternehmens informiert.

Darüber hinaus bietet Acrobat 9 Zugang zu Acrobat.com, einer Suite von gehosteten Services, die unter http://www.acrobat.com als Public Beta erhältlich ist. Mit dieser neuen Möglichkeit zur Echtzeit-Zusam­menarbeit an PDF-Dokumenten können Anwender eine Gruppe von Teilnehmern in Echtzeit durch ein PDF-Dokument navigieren. So kann sichergestellt werden, dass sich jeder Teilnehmer auf derselben Seite befindet und die Kommunikation ohne Missverständnisse abläuft.

Die Acrobat 9 Produktfamilie

Die Acrobat 9 Produktfamilie beinhaltet Acrobat 9 Standard, Acrobat 9 Pro und das neue Acrobat 9 Pro Extended. Die umfassendste Lösung Acrobat 9 Pro Extended beinhaltet Adobe Presenter, mit dem sich Microsoft PowerPoint-Präsentationen in Multimedia-PDF-Dateien umwandeln lassen.

Preise und Verfügbarkeit

Die deutschsprachigen Versionen von Acrobat 9 Pro Extended, Acrobat 9 Pro und Acrobat 9 Standard für Microsoft Windows und Acrobat 9 Pro für Mac OS X sind ab sofort erhältlich. Der Preis für Acrobat 9 Pro Extended beträgt rund 980 Euro (inkl. MwSt.), Besitzer früherer Versionen von Acrobat (ab Acrobat 6 Professional sowie Acrobat 3D) können ein Upgrade auf Acrobat 9 Pro Extended für etwa 320 Euro (inkl. MwSt.) erweben. Acrobat 9 Pro ist für rund 670 Euro (inkl. MwSt.) erhältlich, das Upgrade von früheren Versionen (ab Acrobat 6 Standard) kostet rund 225 Euro (inkl. MwSt.). Acrobat 9 Standard kann für rund 420 Euro (inkl. MwSt.) erworben werden, das Upgrade von früheren Versionen (ab Acrobat 6 Elements) für rund 140 Euro. Darüber hinaus wird Adobe Reader 9 voraussichtlich ab Anfang Juli 2008 erhältlich sein.

Adobe Creative Suite 3.3 Design Premium, Design Standard, Web Premium und Master Collection, die Acrobat 9 Pro beinhalten, sind ebenfalls ab sofort erhältlich. Die Creative Suite 3.3 Design Premium beinhaltet ab sofort auch Adobe Fireworks CS3.

Quelle

Adobe Acrobat Connect Pro verfügbar

Ab sofort ist Adobe Acrobat Connect Pro erhältlich. Anwender betonen in ersten Stellungnahmen die leistungsfähigen Online Meeting- und Rapid Training-Optionen der Software. Organisationen und Bildungseinrichtungen jeder Größe verwenden Acrobat Connect Pro, um ansprechender und effizienter mit Mitarbeitern, Kunden, Partnern sowie Studierenden in Kontakt treten und sich mit ihnen austauschen zu können.

Bereits jetzt nutzen Kunden wie Defense Information System Agency (DISA), FoodSHIELD, Grundfos, Holland & Knight, Penn State, Philips Healthcare, Reuters, Toshiba America Business Solutions (TABS) sowie die Graduate School USDA die Lösung.

Kundenzitate zu Acrobat Connect Pro:

„Wir haben Acrobat Connect Pro implementiert, um Vertriebs- und Distributionskanäle außerhalb unseres Unternehmensnetzwerks besser einbinden zu können“, sagt Douglas Dell, Global Director Learning Services bei Philips Healthcare. „Da mit Acrobat Connect Pro erstellte Inhalte über den weit verbreiteten Adobe Flash® Player dargestellt werden, sind unsere E-Learning-Programme für autorisierte Nutzer auf so gut wie jedem digitalen Gerät mühelos zugänglich. Ebenso wichtig ist die Möglichkeit, Inhalte und Meetings sicher und zuverlässig innerhalb der Firewalls unserer medizinischen Organisation zu verteilen und durchzuführen.“
„Adobe Acrobat Connect Pro versetzt Dozenten in die Lage, überzeugende Vorträge zu erstellen, die nachhaltig das Engagement und die Erinnerung an das vermittelte Fachwissens steigern“, erklärt Eric Hoffman, Managing Partner bei EJH & Associates und Technical Lead bei FoodSHIELD, einem zentralen Portal, in dem Nutzer aus allen 50 US-Bundesstaaten gemeinsam daran arbeiten, die nationale Lebensmittelversorgung zu sichern. „Intuitiv bedienbare Möglichkeiten zur Organisation von Gruppen sowie eine einfache Integration von Video-, Audio- und Multimedia-Elementen setzen traditionellen Lern-Erfahrungen einiges entgegen und konzentrieren sich dabei mehr auf den Inhalt und weniger auf die Technologie.“
„Adobe Acrobat Connect Pro bietet die gleichen Vorzüge wie ein persönlich geführtes Seminar. Es ermöglicht uns, standortunabhängig und zu jeder Zeit mit den Teilnehmern zu interagieren“, sagt Ole Kristensen, Senior E-Learning Consultant bei Grundfos, dem größten Hersteller von Heizungspumpen weltweit. „Wir können ihnen Feedback geben und konstruktive Diskussionen führen, indem wir die erweiterten interaktiven Möglichkeiten in Acrobat Connect Pro nutzen.“
„Die neueste Version von Acrobat Connect Pro bietet noch mehr interaktive Tools, welche die Akzeptanz und Zufriedenheit bei allen Beteiligten steigern“, erklärt Paul Fell, Manager of E-Learning bei Holland & Knight, einer der 20 größten Anwaltskanzleien in den USA. „Teilnehmer, die in Echtzeit an Online-Meetings teilnehmen, können sich umfassend in die Sessions einbringen, indem sie über die intuitiven Bedienelemente auf der Benutzeroberfläche die Hand heben, auf Fragen antworten und in Gesprächen direktes Feedback geben können.“

Netmarks

Quelle

Adobe Audition

Adobe Audition

Adobe Audition 2.0

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Adobe Audition 2.0 ist eine integrierte Umgebung zum Aufnehmen, Abmischen, Bearbeiten und Mastering von Audiodaten; bei der aktuellen Version Audition 2.0, die im Januar 2006 auf den Markt kam, handelt es sich um die dritte Programmfassung, die von Adobe herausgebracht wurde. Zuvor war das Programm bereits jahrelang von Syntrillium unter dem Namen Cool Edit Pro entwickelt und als Shareware vertrieben worden, zuletzt mit dem Versionsstand 2.1.

Cool Edit wurde entwickelt für Profis aus dem Bereich Audio- und Videobearbeitung in Studios, Sendeanstalten und Post-Production-Unternehmen; diese Ausrichtung setzt Adobe konsequent fort. Adobe Audition bietet neben der nahtlosen Integration mit anderen Videoprodukten von Adobe erweiterte Funktionen zum Mischen, Bearbeiten und Mastern von Audio sowie zum Erzeugen von Effekten.

Mit den vielfältigen Optionen in Adobe Audition – darunter Mischen von bis zu 128 Spuren, Aufzeichnen von bis zu 32 Eingängen, Bearbeiten einzelner Audiodateien, Erstellen von Loops sowie mehr als 50 DSP-Effekte (Digital Signal Processing) – steht ein vollständiges virtuelles Multitrack-Aufnahmestudio zur Verfügung.

Die Software erfordert eine Produktaktivierung via Internet oder telefonisch. Keine verbindlichen Angaben macht der Hersteller über den Lieferumfang, beispielsweise darüber ob ein ausführliches gedrucktes Handbuch mitgeliefert wird.

Neuerungen in Version 2.0

• Abmischen beliebig vieler Tonspuren mit niedriger Latenz
• ASIO-Unterstützung
• Audio-Scrubbing
• Analog modellierte Multiband-Komprimierung
• Parameter-Automatisation mit Unterstützung für externe Hardware
• Innovative Mastering-Werkzeuge
• Neue Funktionen zur Spektralfrequenz-Anzeige
• Unterstützung für eine Vielzahl an Videoformaten
• Optimierte Leistung
• Intuitive Benutzeroberfläche

Kurzbeschreibung aller neuen Funktionen (Deutsch)
Die Neuerungen im Detail (PDF-Datei, 2,7 MB, Englisch)

Updates

Über die Konditionen eines Updates von Vorversionen von Audition oder für Besitzer von Syntrillums Cool Edit Pro macht Adobe auf seiner Website leider keine konkreten Angaben; im Einzelhandel sind teilweise Update-Pakete für rund 150 Euro erhältlich.

Ebenfalls unklar ist, ob und zu welchen Konditionen eine Schulversion angeboten wird; einige Händler wie Educheck.de bieten eine preisreduzierte Version für "Schule, Schulen, Hochschulen, weitere Institutionen, Schüler, Lehrer, Studentenund weitere Privatpersonen" an.

Adobe Audition 2.0 ist auch in der Programmsammlung Adobe Production Studio Premium enthalten.

Systemvoraussetzungen

• Intel Pentium III oder 4 bzw. Intel Centrino (oder anderer Prozessor mit SSE-Unterstützung) (Pentium 4 oder anderer Prozessor mit SSE2-Unterstützung für Video erforderlich)
• Microsoft Windows 2000 oder Windows XP Professional oder Home mit Service Pack 2
• 512 MB RAM (1 GB empfohlen)
• 700 MB freier Festplattenspeicher (5,5 GB für die Installation optionaler Audio-Clips empfohlen)
• 1024 x 768 Punkt Monitorauflösung (1280 x 1024 empfohlen)
• Soundkarte mit DirectSound- oder ASIO-Treibern (ASIO-kompatible Multitrack-Soundkarte empfohlen)
• CD-ROM-Laufwerk (DVD-ROM-Laufwerk für die Installation optionaler Audio-Clips empfohlen)
• CD-RW-Laufwerk für die Erstellung von Audio-CDs
• Microsoft DirectX 9.0 für den Import von Videodaten
• Lautsprecher oder Kopfhörer empfohlen
• Internet- oder Telefonanschluss für die Produktaktivierung und andere Internet-basierte Dienste
• Mikrofon (optional)

Netmarks

Offizielle Seiten von Adobe:
Produktseite des Herstellers
Updates
Testversion (ca. 471 MB)

Rezensionen:
slashCAM Test

Vorversionen:
Audition 1.5: Neue Version des Cool-Edit-Nachfolgers (Golem.de)
Cool Edit Pro heißt jetzt Adobe Audition (Golem.de)
Adobe kauft Audio-Software Cool Edit Pro (Golem.de)

Adobe kündigt Audition 3 an

Adobe Systems hat Adobe Audition 3 angekündigt, eine neue Version der integrierten Lösung für professionelle Audioproduktion. Audition 3 bietet professionellen Anwendern wie Sound-Designern, Aufnahmeleitern, Produzenten und Musikern eine flexible Produktionumgebung für das Aufnehmen, Abmischen und Mastering von Audio-Inhalten.

Mit umfassenden Funktionen für die Audio-Nachbearbeitung und Restaurierung unterstützt Adobe Audition 3 Profis dabei, hochwertige Musik und Radio-Spots zu erstellen. Darüber hinaus lassen sich beschädigte Aufnahmen mit technisch ausgefeilten Werkzeugen restaurieren. Weitere neue Funktionen sind die Unterstützung für virtuelle Instrumente (VSTi) mit Notenrollen-Editor für MIDI (Musical Instrument Digital Interface), optimierte Bearbeitungsmöglichkeiten in der Spektralansicht, Überblenden-Einstellungen sowie Support fuer Multi-Core-Systeme.

"In Adobe Audition 3 stecken viele neue Funktionen fuer alle Anwendergruppen", so Fritz Fleischmann, Geschaeftsfuehrer Adobe Systems GmbH und Senior Managing Director Central and Eastern Europe. "Wir haben uns nicht nur darauf konzentriert, neue kreative Moeglichkeiten und verbesserte Bearbeitungswerkzeuge zu entwickeln. Vielmehr haben wir auch die Leistung erhoeht und zeitsparende Funktionen in das Produkt integriert. Unsere Kunden kostet es so weniger Zeit, mit der Software zu arbeiten, wodurch sie mehr Zeit dafuer erhalten, den perfekten Sound zu kreieren".

Neue kreative Moeglichkeiten entdecken

Mit Adobe Audition 3 koennen Audio-Profis Musikstuecke einfach erstellen und arrangieren, ein Projekt aufnehmen und abmischen, einen Radiospot produzieren, Tonspuren fuer einen Film bereinigen oder einen Soundtrack für eine Geschaeftspraesentation bearbeiten. Durch die neue Unterstuetzung fuer virtuelle Instrumente (VSTi) und das Bearbeiten im Notenrollen-Editor fuer MIDI sowie ausgefeilte Ton- und Abmischwerkzeuge bietet Adobe Audition 3 mehr kreative Moeglichkeiten fuer Audioproduktionen. Neue Effekte, darunter Analog-Verzoegerung, Faltungshall und Roehrenkompressor, eroeffnen neue akustische Moeglichkeiten. Mithilfe der Gitarren-Suite lassen sich analog modellierte Effekte auf Gitarrenklaenge anwenden. Darueber hinaus koennen Nutzer mit der Radius-Engine von Branchenfuehrer iZotope Tempo und Tonhoehe unabhaengig voneinander aendern.

Effizienter arbeiten

Dank der neuen Unterstuetzung fuer Multi-Core-Systeme und einer optimierten Misch-Engine hilft Adobe Audition 3 Anwendern dabei, Zeit zu sparen, indem diese mit mehreren Spuren und Effekten auf dem gleichen System arbeiten koennen. Darueber hinaus machen On-Clip-Staerkeregler, Ansicht von oben bzw. unten im Bearbeitungsmodus, automatische Ueberblendungen sowie Einstellungsoptionen fuer gruppierte Clips das Abmischen und Bearbeiten einfacher denn je. Mit schnellen, praezisen Werkzeugen, die in einen intuitiven Workflow integriert sind, laesst Adobe Audition 3 Anwendern mehr Zeit fuer die kreative Arbeit an ihren Projekten.

Bearbeiten mit Flexibilitaet und Kontrolle

Adobe Audition 3 besitzt neue Funktionen, die fuer erweiterte Moeglichkeiten beim visuellen Bearbeiten und Restaurieren sorgen. Die adaptive Rauschreduktion und mehrere Phasenkorrekturwerkzeuge unterstuetzten beim Restaurieren von Aufnahmen. Die Bearbeitungsoptionen in der Spektralfrequenz-Anzeige wurden um Paintbrush-Effekte und den Sofortreparatur-Pinsel erweitert, die den Werkzeugen in Adobe Photoshop CS3 aehneln. Mit dem neuen Auswahltool in den Ansichten fuer Spektralbalance und -phase koennen Anwender einzelne Sequenzen nach Zeit, Frequenz, Phase oder Balance sichtbar isolieren sowie bearbeiten und so bis an die Grenzen von Bearbeitungs- und Kontrollmoeglichkeiten gehen.

Preise und Verfuegbarkeit

Adobe Audition 3 fuer Windows XP oder Windows Vista wird voraussichtlich im vierten Quartal des Jahres 2007 im Handel oder im Adobe Store verfuegbar sein. Der Preis der Vollversion betraegt ca. 350 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer). Nutzer frueherer Versionen von Adobe Audition und Adobe Production Studio haben die Moeglichkeit, fuer etwa 100 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) ein Upgrade zu erwerben.

Netmarks

  • www.adobe.de/audition

Quelle

  • Pressemitteilung der Adobe Systems GmbH vom 07.09.2007 via PresseBox [BoxID 124806].

Adobe Flash Player 10 Beta in den Adobe Labs verfügbar

Die Beta-Version des Adobe Flash Player 10 ist ab sofort verfügbar. Zahlreiche neue Funktionen ermöglichen Entwicklern und Web-Designern, reichhaltigere Anwendungen für das Internet zu erstellen.

Die Beta-Version des Flash Player 10 trägt den Codenamen „Astro“ und erweitert die Möglich­keiten der weltweit am weitesten verbreiteten Laufzeitumgebung durch Unterstützung für anwender­spezifische Filter und Effekte, native 3D-Transformation und -Animation, reichhaltige Textlayouts und GPU-Hard­ware-Beschleunigung. So ermöglicht die Flash Player 10 Beta die filmreife Darstellung von Inhalten über unterschiedliche Browser und Betriebssysteme hinweg.

Nutzer können mit der neuen Version zum ersten Mal native Effekte im Adobe Flash Player durch anwenderspezifische Filter und Effekte erweitern und beide miteinander kombinieren. Diese individuellen Filter und Effekte lassen sich mit dem Adobe Pixel Bender Toolkit erstellen, das ebenfalls in den Adobe Labs zum kostenlosen Download bereitsteht.

Die Technologie des Adobe Pixel Bender wird auch für viele Filter und Effekte in Adobe After Effects CS3 verwendet, der Standardlösung für Motion Graphics und visuelle Effekte in Film und Fernsehen. Entwickler, die Anwendungen für die Darstellung in der Beta des Flash Player 10 erstellen, können mit dem Adobe Pixel Bender ihre eigenen Filter sowie Maskieren- und Füll-Effekte kreieren. Dazu schreiben sie kleine Funktionen zum Pixel-Shading, die parametrisiert werden können, um animierte Effekte in Rich Media-Inhalten zu entwickeln oder zu modifizieren, die während der Laufzeit angewandt werden.

Einer der größten Vorteile der neuen Funktionen der Flash Player 10 Beta ist, dass sie die Geschwindigkeit nicht beeinträchtigen“, sagt Grant Skinner, CEO und Chief Architect von gskinner.com. „Mit der Flash Player 10 Beta sind Developer in der Lage, SWF-Inhalte über die Speicherbandbreite und die Rechen­leistung des Grafikkartenprozessors zu rendern. Das befreit den Hauptprozessor von dieser Aufgabe, so dass mehr Rechenleistung für das Rendern von 3D-Inhalten und anspruchsvollen Effekten oder das Ausführen komplexer Business-Logik zur Verfügung steht. Diese Möglichkeit bietet keine andere Browser Runtime“.

Basierend auf der über 25-jährigen Erfahrung Adobes im Umgang mit Text bietet die neue, sehr flexible Text-Engine der Flash Player 10 Beta Entwicklern und Web-Designern kreative Kontrolle über Attribute von Geräteschriften wie Anti-Aliasing, Rotation und Stile ebenso wie Unterstützung für Ligaturen. Zusätzliche Text-Layout-Optionen wie vertikal, beidseitig und von-rechts-nach-links unterstützen die Kreation von Rich Internet Applikationen (RIAs) in mehreren Sprachen und ermöglichen interaktivere eBooks und Online-Publikationen auf Basis der Adobe Flash Player-Technologie.

Eine weitere neue Funktion ist das variable Streaming von Videos abhängig von der Datenübertragungsrate zwischen der Adobe Flash Player 10 Beta und der geplanten zukünftigen Version des Adobe Flash Media Server. Auf diesem Weg wird die Qualität der Darstellung von Videos automatisch an die verfügbare Bandbreite angepasst, um eine konstante Wiedergabe ohne Zwischenspeicherung (Buffering) zu gewährleisten. Das Nutzererlebnis verbessert sich hierdurch erheblich. Die Adobe Flash Player 10 Beta bietet außerdem native Unterstützung für 3D-Effekte zur einfachen Positionierung, Rotation und Animation von 2D-Objekten bei gleichbeleibender Interaktivität.

Die 3D-Effekte und -Transformationen, die mit der Adobe Flash Player 10 Beta möglich sind, erlauben Entwicklern einen problemlosen Einstieg ins Thema 3D“, so Ralph Hauwert, Eigentümer von UnitZeroOne und Mitentwickler von Papervision 3D. „Für interaktive Developer und Designer, die Erfahrung mit der Erstellung von 3D-Anwendungen haben, bietet die überarbeitete Drawing API- und Pixel Bender-Sprache die Chance, neue grafische Entwürfe zu entwickeln, wie es sie heute im Web noch nicht gibt. So können sie zum Beispiel filmreife Inhalte mit Spezialeffekten kreieren, die so im Internet bisher unmöglich waren

Der Adobe Flash Player verbindet umfangreiche kreative Möglichkeiten, ansprechende Darstellung für Anwender und hochwertige Audio- und Videowiedergabe mit einer universellen Reichweite über unterschiedliche Betriebssysteme hinweg. Inhalte für den Flash Player erreichen über 98 Prozent aller mit dem Internet verbundenen Rechner. Das letzte Update auf den Flash Player 9, der die Darstellung von Inhalten in HD-Qualität auf Basis des H.264-Codec ermöglicht, erreichte eine Verbreitung von mehr als 62 Prozent innerhalb der ersten drei Monate nach Veröffentlichung. Mehr als 75 Prozent aller Anbieter von Videostreams im Web nutzen die Flash-Technologie.

Die neuen Funktionen, die mit der Adobe Flash Player 10 Beta eingeführt werden, werden ebenfalls in zukünftigen Versionen von Adobe AIR enthalten sein und einen Beitrag zum Open Screen Projekt leisten. Diese Initiative hat das Ziel, eine einheitliche Laufzeitumgebung für PCs, mobile und andere elektronische Geräte für Privatanwender zu etablieren. Weitere Informationen zum Open Screen Projekt sind unter www.openscreenproject.com abrufbar.

Preise und Verfügbarkeit

Die Adobe Flash Player 10 Beta ist für Microsoft Windows Vista, Windows XP, Windows Server 2003, Windows 2000, Mac OS X und Linux verfügbar.

  • Die Beta-Version des Adobe Flash Player 10 steht ab sofort als kostenloser Download unter www.adobe.com/go/astro bereit.
  • Weitere Informationen zur Beta-Version und Demos der neuen Effekte und Möglichkeiten können unter www.adobe.com/go/flashplayer10_demos abgerufen werden.

Die Adobe Pixel Bender Exchange ist unter www.adobe.com/go/pixelbender ab sofort für Community-Mitglieder verfügbar, um anwenderspezifische Effekte für die Adobe Flash Player 10 Beta zu entwickeln.

Netmarks

Quelle

  • Pressemitteilung ADO2008-031 D von Adobe vom 15. Mai 2008 via Fink & Fuchs Public Relations.

Adobe FrameMaker

Adobe FrameMaker

Adobe kündigt neue Version von FrameMaker an

Mit FrameMaker 8 hat Adobe Systems eine neue Lösung angekündigt, welche die Vorteile eines anwenderfreundlichen Authoring- und Publishingtools mit den Staerken von XML kombiniert.

Neu ist die Unterstützung weiterer Formate, wie mit dem Adobe Flash Player kompatible .SWF-Dateien und 3D. Das ermöglicht technischen Kommunikatoren, Experten und Trainern, statische Dokumente durch Rich Media-Elemente aufzuwerten und ansprechende, interaktive Inhalte zu kreieren. Ausserdem beschleunigt die Einbindung von XML die Erstellung, Lokalisierung und Verbreitung von Inhalten, die über verschiedene Betriebssysteme, Geräte und Plattformen ausgegeben werden koennen. Durch die neue Unicode Unterstuetzung sind Entwickler muehelos im Stande, komplexe technische Dokumentationen in mehreren Sprachen zu veröffentlichen.

"Der hochwertige Inhalt, den technische Entwickler generieren, sollte nicht durch Sprache, Ort oder Geraete eingeschraenkt werden", sagt Naresh Gupta, Senior Vice President und Managing Director, verantwortlich fuer Print und Classic Publishing Solutions bei Adobe Systems. "Die Integration von Flash, 3D und Unicode unterstreicht die neuen Moeglichkeiten von FrameMaker 8. Da Sprache und technische Plattform keine entscheidende Rolle mehr spielen, wird die Bereitstellung von hochwertigen Dokumenten wesentlich erleichtert".

Komplexe Dokumente in einer flexiblen Entwicklungsumgebung

Mit FrameMaker 8 arbeiten technische Anwender in einer vertrauten Textverarbeitungsumgebung mit Format-Tags oder in einer vollstaendig strukturierten Authoring-Umgebung, die fuer die Erstellung von XML und SGML optimiert wurde. Durch Zusammenfuehrung einfach zugaenglicher Autorenwerkzeuge und anpassbarer Vorlagen, modernisiert FrameMaker 8 den Prozess der technischen Dokumentation. Die Unterstuetzung des Industriestandards DITA (Darwin Information Typing Architecture) vereinfacht das Schreiben, Pruefen, Veroeffentlichen und Austausch von themenorientierten Informationen in XML sowie die Erstellung von DITA Maps. Technische Dokumente werden nun einfach mit leistungsstarken Buchautoren- und Layoutwerkzeugen, wie einer automatischen Nummerierung und Querverweisen, gepflegt und aktualisiert. Eine neue Funktion markiert die von Autoren im Text vorgenommenen Aenderungen und erleichtert den Korrekturprozess.

"Mit Adobe FrameMaker 8 haben Anwender aus der Industrie endlich einen XML-Editor mit einer hundertprozentigen DITA Unterstuetzung, der flexibel anpassbar und gleichzeitig eine komplette Publishing-Loesung ist", erklaert Thomas Aldous, President von Integrated Technologies, einer US-amerikanischen Firma, die auf technisches Training, Dokumentenmanagement und die Entwicklung von Kundenantraegen spezialisiert ist. "Jeder andere bekannte DITA Editor benoetigt zusaetzlich die Anschaffung eines teuren Drucker Servers"

Dynamische Dokumentationen mit 3D- und Rich Media-Elementen

Mit FrameMaker 8 koennen Entwickler 3D Modelle und Flash Player kompatible .SWF Dateien direkt in ihre Adobe PDF Dokumente integrieren. Dadurch verfuegt jeder Nutzer des Adobe Reader ueber die Moeglichkeit, dynamische und interaktive Bestandteile wie 3D, Video und Animationen direkt im Dokument zu erleben. Diese neuen Funktionen lassen sich problemlos nutzen, um Elemente wie integrierte Bildschirmaufzeichnungen, Simulationen, Uebungen und Tests zu integrieren, die mit der aktuellen Version der innovativen eLearning Software Adobe Captivate 3 erstellt wurden.

Ergebnisse fuer ein weltweites Publikum

Adobe FrameMaker 8 unterstuetzt die Unicode Text Enkodierung, die es Entwicklern ermoeglicht, technische Dokumentationen in mehreren Sprachen zu veroeffentlichen. Verbunden mit einem mehrsprachigen Woerterbuch und Silbentrennungsoptionen, bietet FrameMaker 8 eine effiziente und flexible Umgebung, um technische Dokumentationen fuer Unternehmen zu erstellen, die auf unterschiedliche Sprachversionen angewiesen sind.
Im Zusammenhang dieser Ankuendigung stellt Adobe auch die Adobe FrameMaker 8 Server Software vor, welche die Print- und Publishing-Funktionen von FrameMaker mit Server-basierten Anwendungen integriert.

Preise und Verfuegbarkeit

Adobe FrameMaker 8 wird voraussichtlich ab August 2007 zu einem Preis von ca. 1.379 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) fuer Windows und ca. 2.279 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) fuer Solaris Unix im Fachhandel und im Adobe Store unter www.adobe.de/store verfuegbar sein. Registrierte Anwender koennen das Upgrade auf Adobe FrameMaker 8 zu einem Preis von ca. 349 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) fuer Windows und ca. 499 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) fuer Solaris Unix erhalten. Adobe FrameMaker Server 8 wird fuer Oktober 2007 erwartet und ca. 9.439 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) kosten. Registrierte Nutzer koennen fuer ca. 4.699 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) upgraden. Weitere Informationen ueber Adobe FrameMaker 8 und FrameMaker Server 8 sind unter www.adobe.de/framemaker abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung der Adobe Systems GmbH vom 23.07.2007 via PresseBox [BoxID 117372].

Adobe Photoshop

Adobe Photoshop.

Adobe Creative Suite 3 Design und Web jetzt in deutscher Sprache erhältlich

Die Adobe Creative Suite 3 Design Premium und Design Standard sowie die Adobe Creative Suite 3 Web Premium und Web Standard sind ab sofort auf Deutsch verfügbar. Die eng aufeinander abgestimmten Design- und Entwicklungswerkzeuge vereinen Adobe- und Macromedia-Produkte und liefern Designern und Entwicklern viele kreative Möglichkeiten.

Ebenfalls ab sofort erhältlich sind die neuen Versionen der folgenden Einzelprodukte:

  • Adobe Photoshop CS3,
  • Adobe Photoshop CS3 Extended,
  • Adobe InDesign CS3,
  • Adobe Illustrator CS3,
  • Adobe Flash CS3 Professional,
  • Adobe Dreamweaver CS3,
  • Adobe Fireworks CS3 und
  • Adobe Contribute CS3.

Die neuen Adobe CS3-Anwendungen und Adobe Creative Suite 3 Editionen sind als Universal Binary sowohl für Power PC als auch für Intel-basierte Macs konzipiert und laufen ebenfalls unter Microsoft Windows XP sowie unter Windows Vista. Anwender profitieren beim Einsatz der Software von verbesserter Performance und Geschwindigkeit, da die Creative Suite 3 nativ auf Intel-basierten Macintosh-Systemen und der neuesten Windows-Hardware läuft.

Die erweiterte Creative Suite 3 Produktfamilie beinhaltet auch die Adobe Creative Suite 3 Production Premium, eine integrierte Komplettlösung für die Postproduktion von Video- und Rich-Media-Inhalten, und die Adobe Creative Suite 3 Master Collection, die umfassendste Design- und Entwicklungsumgebung, die bislang in einer einzigen Produktbox veröffentlich wurde. Diese beiden Editionen werden im Laufe des 3. Quartals 2007 erhältlich sein.

Integrierte Design-Umgebung für mehr Kreativität

Die Adobe Creative Suite 3 Design Premium bietet die gesamte Palette an Kreativ-Werkzeugen für modernes Publishing in Print, Web und für mobile Geräte. Das Softwarepaket enthält die neuen Versionen von InDesign CS3, Photoshop CS3 Extended, Illustrator CS3, Flash CS3 Professional, Dreamweaver CS3 und Acrobat 8 Professional für die Produktion von Publikationen, Webseiten, Rich-Internet-Applikationen und ansprechenden Inhalten. Ebenfalls ab sofort erhältlich ist die Adobe Creative Suite 3 Design Standard-Edition für professionelle Design- und Printproduktionen.

Die neue Live Color-Funktion in Illustrator CS3 ermöglicht Designern, mit verschiedenen Farbkombinationen schnell und intuitiv zu experimentieren, diese zu speichern und anzuwenden. Mit Photoshop CS3 Extended werden alltägliche Aufgaben in der Bildbearbeitung wie Bildauswahl, Bildkomposition oder der Einsatz von Filtern schneller und flexibler. Durch die neue Benutzeroberfläche lässt sich Flash leichter steuern. Designer können für Print-Publikationen bestimmte Inhalte ebenfalls für das Web nutzen, indem sie mit InDesign Dokumente in XHTML-Dateien exportieren. Diese können bequem in Dreamweaver geöffnet und weiter bearbeitet werden.

Innovative Werkzeuge für Webdesign und -entwicklung sorgen für mehr Produktivität

Die Adobe Creative Suite 3 Web Premium ist eine integrierte Komplettlösung für das Design und die Entwicklung interaktiver Web-Anwendungen. Sie enthält die neuen Versionen Dreamweaver CS3, Adobe Flash CS3 Professional, Adobe Fireworks CS3, Adobe Contribute CS3 sowie das neue Adobe Photoshop CS3 Extended, Adobe Illustrator CS3 und Adobe Acrobat 8 Professional. Die Adobe Creative Suite 3 Web Standard für das Gestalten, Entwickeln und Verwalten von Webseiten ist ebenfalls ab sofort verfügbar.

Mit ihren neuen und innovativen Funktionen ermöglichen die Creative Suite 3 Web-Editionen schnellere und produktivere Workflows zwischen Anwendungen. Erstmals können Web-Profis native Photoshop- und Illustrator-Dateien wiedergabegetreu in Flash und Fireworks importieren. Dreamweaver CS3 ist zudem integrierbar mit dem neuen Spry Framework für AJAX, einer Sammlung von Browser-übergreifend nutzbaren Widgets und Effekten, welche die Erstellung von reichhaltigen, interaktiven Webseiten vereinfacht und beschleunigt. Fireworks CS3 ermöglicht neue Workflows für das schnelle Entwerfen von RIA-Layouts für Webseiten und Web-Anwendungen, eine effiziente Integration in Photoshop und Illustrator und bietet eine Bibliothek mit verbreiteten und benutzerdefinierbaren Grafikelementen.

Neue integrierte Komponente für erhöhte Produktivität

Sowohl die Creative Suite 3 Design Editionen als auch die Creative Suite 3 Web Editionen enthalten Adobe Device Central CS3. Mit Adobe Device Central CS3 können Kreativprofis und Entwickler erheblich schneller und produktiver dynamische Inhalte für Mobiltelefone und Handhelds erstellen. Ein weiterer Bestandteil der Creative Suite 3 Design und Web Editionen ist Adobe Bridge CS3. Der Medien-Manager der Creative Suite ermöglicht den Zugang zu Version Cue CS3, Acrobat Connect und dem erweiterten Service Adobe Stock Photos.

Preise und Verfügbarkeit

Adobe Creative Suite 3 Design Premium, Design Standard, Web Premium und Web Standard sind ab sofort im Fachhandel und im Adobe Store unter www.adobe.com/de/store erhältlich. Der Preis für die Adobe Creative Suite 3 Design Premium beträgt 2.199 EUR (zzgl. Mehrwertsteuer), die Adobe Creative Suite 3 Design Standard kostet 1.699 EUR (zzgl. Mehrwertsteuer). Die Adobe Creative Suite 3 Web Premium ist für 1.899 EUR (zzgl. Mehrwertsteuer) erhältlich, die Creative Suite 3 Web Standard kostet 999 EUR (zzgl. Mehrwertsteuer). Nähere Informationen zu den Upgrade-Möglichkeiten für Besitzer früherer Adobe-Versionen oder Macromedia-Produkte sowie zu den Funktionalitäten, Preisen und verschiedenen Sprachversionen sind unter www.adobe.com/de/products/creativesuite abrufbar.

Quelle: FFP ADO2007-054 D at 06/11/2007

Adobe Creative Suite 3 Design und Web mit Sonderkonditionen für Schüler, Studenten, Lehrer und Institutionen

Die Adobe Creative Suite 3 Design Premium und Design Standard sowie die Adobe Creative Suite 3 Web Premium und Web Standard sind ab sofort im Rahmen des Adobe Education-Programms erhältlich. Schüler, Studierende, Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen können so von vergünstigten Einzelplatz- und Mehrplatz-Lizenzen für die neuesten Versionen der Design- und Entwicklungswerkzeuge profitieren.

Dabei dürfen die als Student Edition erworbenen Lizenzen nicht nebenberuflich oder kommerziell eingesetzt werden, sind aber für alle studienbezogenen Arbeiten und Projekte voll einsetzbar. Ein Upgrade ist ebenfalls nicht möglich. Demgegenüber können Lizenzen aus dem Adobe Education Programm neben der Ausbildung auch kommerziell genutzt werden. Nach der Ausbildung ist dann ein Upgrade auf eine kommerzielle Version möglich.

Die neuen Adobe CS3-Anwendungen und Adobe Creative Suite 3 Editionen sind als Universal Binary sowohl fuer Power PC als auch fuer Intel-basierte Macs konzipiert und laufen ebenfalls unter Microsoft Windows XP sowie unter Windows Vista. Anwender profitieren beim Einsatz der Software von verbesserter Performance und Geschwindigkeit, da die Creative Suite 3 nativ auf Intel-basierten Macintosh-Systemen und der neuesten Windows-Hardware laeuft.

Die erweiterte Creative Suite 3-Produktfamilie beinhaltet auch die Adobe Creative Suite 3 Production Premium, eine integrierte Komplettloesung fuer die Postproduktion von Video- und Rich-Media-Inhalten, und die Adobe Creative Suite 3 Master Collection, die umfassendste Design- und Entwicklungsumgebung, die bislang in einer einzigen Produktbox veroeffentlicht wurde. Diese beiden Editionen werden im Laufe des 3. Quartals 2007 erhältlich sein.

Integrierte Design-Umgebung für mehr Kreativität

Die Adobe Creative Suite 3 Design Premium bietet die gesamte Palette an Kreativ-Werkzeugen fuer modernes Publishing in Print, Web und für mobile Geräte. Das Softwarepaket enthaelt die neuen Versionen von InDesign CS3, Photoshop CS3 Extended, Illustrator CS3, Flash CS3 Professional, Dreamweaver CS3 und Acrobat 8 Professional für die Produktion von Publikationen, Webseiten, Rich-Internet-Applikationen und ansprechenden Inhalten. Ebenfalls ab sofort erhältlich ist die Adobe Creative Suite 3 Design Standard-Edition fuer professionelle Design- und Printproduktionen.

Die neue Live Color-Funktion in Illustrator CS3 ermoeglicht Designern, mit verschiedenen Farbkombinationen schnell und intuitiv zu experimentieren, diese zu speichern und anzuwenden. Mit Photoshop CS3 Extended werden alltaegliche Aufgaben in der Bildbearbeitung wie Bildauswahl, Bildkomposition oder der Einsatz von Filtern schneller und flexibler. Durch die neue Benutzeroberfläche laesst sich Flash leichter steuern. Designer koennen fuer Print-Publikationen bestimmte Inhalte ebenfalls fuer das Web nutzen, indem sie mit InDesign Dokumente in XHTML-Dateien exportieren. Diese koennen bequem in Dreamweaver geoeffnet und weiter bearbeitet werden.

Werkzeuge fuer Webdesign und -entwicklung sorgen für mehr Produktivität

Die Adobe Creative Suite 3 Web Premium ist eine integrierte Komplettlösung fuer das Design und die Entwicklung interaktiver Web-Anwendungen. Sie enthält die neuen Versionen Dreamweaver CS3, Adobe Flash CS3 Professional, Adobe Fireworks CS3, Adobe Contribute CS3 sowie das neue Adobe Photoshop CS3 Extended, Adobe Illustrator CS3 und Adobe Acrobat 8 Professional. Die Adobe Creative Suite 3 Web Standard für das Gestalten, Entwickeln und Verwalten von Webseiten ist ebenfalls ab heute verfügbar.

Mit ihren neuen und innovativen Funktionen ermoeglichen die Creative Suite 3 Web-Editionen schnellere und produktivere Workflows zwischen Anwendungen. Erstmals können Web-Profis native Photoshop- und Illustrator-Dateien wiedergabegetreu in Flash und Fireworks importieren. Dreamweaver CS3 ist zudem integrierbar mit dem neuen Spry Framework fuer AJAX, einer Sammlung von Browser-uebergreifend nutzbaren Widgets und Effekten, welche die Erstellung von reichhaltigen, interaktiven Webseiten vereinfacht und beschleunigt. Fireworks CS3 ermoeglicht neue Workflows fuer das schnelle Entwerfen von RIA-Layouts fuer Webseiten und Web-Anwendungen, eine effiziente Integration in Photoshop und Illustrator und bietet eine Bibliothek mit verbreiteten und benutzerdefinierbaren Grafikelementen.

Neue integrierte Komponente fuer erhoehte Produktivitaet

Sowohl die Creative Suite 3 Design-Editionen als auch die Creative Suite 3 Web-Editionen enthalten Adobe Device Central CS3. Mit Adobe Device Central CS3 können Kreativprofis und Entwickler erheblich schneller und produktiver dynamische Inhalte fuer Mobiltelefone und Handhelds erstellen. Ein weiterer Bestandteil der Creative Suite 3 Design und Web Editionen ist Adobe Bridge CS3. Der Medien-Manager der Creative Suite ermoeglicht den Zugang zu Version Cue CS3, Acrobat Connect und dem erweiterten Service Adobe Stock Photos.

Preise und Verfuegbarkeit

Adobe Creative Suite 3 Design Premium, Design Standard, Web Premium und Web Standard sind ab sofort für Schüler, Studenten, Lehrer und Institutionen im Rahmen des Adobe Education-Programms zu speziellen Preiskonditionen erhaeltlich. Die Produkte sind auf die kommerziellen Versionen upgradefähig und für Studenten, beispielsweise bei der Erstellung von Diplomarbeiten fuer Firmen, auch kommerziell nutzbar. Der Bezug der Produkte ist über den Fachhandel, autorisierte Adobe Education-Fachhaendler und den Adobe Education Store moeglich.

Der Preis für die Adobe Creative Suite 3 Design Premium Edition betraegt 649 EUR (zzgl. Mehrwertsteuer), die Adobe Creative Suite 3 Design Standard kostet 399 EUR (zzgl. Mehrwertsteuer). Die Adobe Creative Suite 3 Web Premium ist fuer 599 EUR (zzgl. Mehrwertsteuer) erhaeltlich, die Creative Suite 3 Web Standard kostet 399 EUR (zzgl. Mehrwertsteuer). Darüber hinaus sind auch einzelne Produkte im Rahmen des Education-Programms zu vergünstigten Preisen erhaeltlich, wie beispielsweise Photoshop CS3 Extended