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BVLDas Pestizid-Aktions-Netzwerk (PAN), der Deutsche Berufs- und Erwerbs-Imkerbund (DBIB) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderten heute Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer auf, alle Pestizide mit den Bienen gefährdenden Insektengiften Clothianidin und Imidacloprid der Firma Bayer CropScience umgehend zu verbieten. Seehofer müsse zudem dafür sorgen, dass Bienen gefährdenden Pestiziden in Deutschland und der EU die Zulassung entzogen wird. Wenn Ende August mit Clothianidin und Imidacloprid gebeizter Raps ausgesät werde, drohe ein ähnliches Bienensterben wie im Frühjahr, als mit Clothianidin-haltigen Pestiziden gebeizter Mais in Baden-Württemberg zehntausende von Honigbienen-Völkern tötete. Nachdem zunächst die Zulassung von Clothianidin- und Imidacloprid-haltigen Beizmitteln ausgesetzt worden war, hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Ende Juni die Zulassung einiger dieser Mittel für die Anwendung bei Raps wieder in Kraft gesetzt. Die genannten Wirkstoffe werden meist in Beizmitteln für Mais, Karotten, Rüben, Raps und Kartoffeln eingesetzt. weiter » Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat für eine Reihe von Beizen, darunter auch das Insektengift Clothianidin (Handelsname Poncho), die Zulassung für Saatgut zurückgezogen. Hintergrund der Notbremse ist das massive Bienensterben in Baden, das in zeitlicher und räumlicher Übereinstimmung mit dem Ausbringen von gebeiztem Saatgut zu stehen scheint. Angestoßen wurde dieser Schritt durch das couragierte Auftreten der Imker und ihrer Verbände, die in der Öffentlichkeit auf das dramatische Bienensterben aufmerksam gemacht haben. Sollten sich die Wirkstoffe, davon die meisten aus der Gruppe der hochtoxischen Neonicotinoide, als Auslöser bestätigen, dürfte das Ausmaß der Schäden für die Natur und vielen weiteren Insekten wesentlich größer sein. Die Bienen sind gute Indikatoren für den Zustand unserer Natur und stehen stellvertretend für die meisten Insekten. Die gehäuften Todesfälle bestätigte auch Dr. Christoph Otten, einer der Verantwortlichen für das Projekt "Deutsches Bienenmonitoring" in einem Interview mit dem ZDF-Magazin "Abenteuer Wissen". Hunderte von Imkern liefern seit Jahren Daten über Zustand und Zahl ihrer Bienenvölker. Im Winter 2007/2008 waren die Verluste besonders groß, die Anzahl der Kolonien ging um 21 Prozent zurück. weiter » Mit einem Eilantrag beim Braunschweiger Verwaltungsgericht wollen Greenpeace und Imker den Anbau von Gen-Mais MON810 stoppen. Der Hintergrund: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat im Dezember 2007 trotz vorherigen Verbots den Handel mit dem Saatgut des Gen-Maises wieder zugelassen. Daher können Landwirte den umstrittenen Mais derzeit aussäen. MON810 bildet durch eine Genmanipulation ein Gift, das einen Maisschädling bekämpfen soll. Es ist allerdings auch eine Gefahr für andere Organismen, darunter Honigbienen. Wenn die Aussaat nicht gestoppt wird, muss der Mais zum Schutz der Bienen noch vor der Blüte untergepflügt oder geerntet werden. "Der Anbau des Gen-Maises ist in anderen europäischen Ländern wegen der ungeklärten Umweltrisiken verboten", sagt Barbara Kamradt, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. "Landwirtschaftsminister Horst Seehofer ist der Schutz der Umwelt offensichtlich weniger wichtig. Er hat den Weg für den Gen-Mais in Deutschland geebnet. Das ist unverantwortlich. Jetzt müssen die Gerichte tätig werden, um die Umwelt vor Schaden zu bewahren". weiter » |
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